Gemeinsam stärker – Personal Effects

Lesezeit: 2 Minuten

Gemeinsam stärker – Personal Effects (2009)
Originaltitel: Personal Effects

Regie: David Hollander
Drehbuch: David Hollander
Produktion: Christian Arnold-Beutel, David Hollander, Stanton W. Kamens
Musik: Jóhann Jóhannsson
Kamera: Elliot Davis
Darsteller: Ashton Kutcher, Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Spencer Hudson, John Mann, David Lewis, u.v.a.
Dauer: 106 Minuten
Romanvorlage: Buchvorlage unbekannt von Rick Moody

Inhaltsangabe:

Die Geschichte handelt um zwei Menschen, die grundverschieden sind, aber ein Schicksal teilen: Sie haben einen geliebten Menschen durch ein Gewaltverbrechen verloren.

Walter (Ashton Kutcher) betrauert seine Zwillingsschwester Anne, die kurz vor der Hochzeit stand. Um ihren Mörder zu rächen, hat er sogar eine vielversprechende Karriere als Wrestler aufgegeben. Linda (Michelle Pfeiffer) hat ihren Mann verloren. Er hatte sich mit seinem Freund in der Bar gestritten und wurde dann von ihm auf offener Straße erschossen.

Walter und Linda lernen sich in der Selbsthilfegruppe kennen. Linda hat einen taubstummen Sohn, Clay (Spencer Hudson), der mitten in der Pupertät steckt und sehr aggressiv auf den Tod seines Vaters reagiert. Walter hilft ihm, in dem er ihn im Wrestling unterrichtet. Linda arbeitet als Hochzeitsplanerin und bittet Walter, sie zu begleiten.

Während sich zwischen den beiden eine zarte Liebe entwickelt, werden die Verfahren gegen die vermeintlichen Täter vollzogen. Linda kann abschließen, der Täter wird für schuldig befunden. Walter hingegen steht ohnmächtig dar, als der vermeintliche Mörder seiner Schwester freigesprochen wird.

Walter hat jedoch seinen eigentlichen Grund für die Anwesendheit nicht vergessen: Er will den Mörder rächen!

Mein Fazit:

Ein Film, der mich von der ersten Minute in den Bann gezogen hat.

Walter wird toll gespielt von Ashton Kutcher. Er ist eher der schweigsame, der ruhige Geselle, aber nie unhöflich oder respektlos. Obwohl er im Wrestling-Team ist, kann er sich auch ohne Gewalt einsetzen. Und er erkennt ziemlich schnell, in welcher Not der Junge steckt, der wegen seiner Behinderung gehänselt und gemoppt wird. Sport treibt er nach wie vor, um seine inneren Dämonen loszuwerden. Aber es gelingt ihm so gut wie gar nicht!

Michelle Pfeiffer als Linda ist ebenfalls eine tolle Besetzung. Sie leidet nicht mehr ganz so unter dem Tod ihres Mannes, sehr wohl aber unter den Eskapaden ihres Sohnes. Um nicht vollends den Verstand zu verlieren, hat sie den Job der Hochzeitsplanerin im Gemeindezentrum übernommen. Nur bei den Trauungen zerfließt sie immer vor Selbstmitleid und hat daher Walter gebeten, sie zu begleiten. Damit sie davon vielleicht irgendwann „geheilt“ wird.

Ganz sachte und leise wird die Liebesgeschichte erzählt, die unter so dramatischen Umständen ihren Anfang nimmt. Beide Seelen sind zerrüttet und sehnen sich nach Liebe und Selbstheilung, denn das beide Narben haben, ist offensichtlich. Die Rahmenhandlung, wie z. B. der Junge oder die Strafverfahren untermauern nur die Geschehnisse und machen es im Grunde noch tragischer, als es eh schon ist.

Das Ende ist völlig untypisch für Hollywood, dafür wirkt es um so authentischer. Ein Film, der zum Nachdenken anregt und sicher nicht so schnell ins Vergessen gerät. Für mich ein echter Geheimtipp und wird mit 95% belohnt.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 13.07.2010!

Veröffentlicht am 26.01.18!

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