Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest

Lesezeit: 3 Minuten

Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest (2009)
Originaltitel: Brooklyn’s Finest

Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Michael C. Martin
Produktion: Elie Cohn, Boaz Davidson, Antoine Fuqua
Musik: Marcelo Zarvos
Kamera: Patrick Murguia
Darsteller: Richard Gere, Don Cheadle, Ethan Hawke, Wesley Snipes, Brian F. O’Byrne, Will Patton, u.v.a.
Dauer: 132 Minuten

Inhaltsangabe:

Der Film erzählt die Geschichte von drei Cops, die im gefährlichsten Viertel von New York arbeiten und somit täglich ihr Leben aufs Spiel setzen. Innerhalb von sieben Tagen verändert sich deren Leben für immer und sie sind unwiderruflich mit dem Gesetz der Straße in Berührung gekommen.

Zum einen ist dort Eddie (Richard Gere), der nur noch sieben Tage bis zur Pensionierung hat. Den Dienst will er im Grunde nur noch absitzen. Privat hat er nur die Erinnerung an seiner Frau, die sich von ihm trennte, der Alkohol und eine Prostituierte, die in ihm jedoch nicht mehr als eine sichere Einnahme-Quelle sieht. Während seiner letzten Tage soll er jungen Officer zeigen, wie sie für die nächsten 22 Jahre bis zur Pensionierung ihren Dienst verrichten sollen und er ist alles andere als begeistert von dieser Aufgabe.

Sal (Ethan Hawke), streng katholisch, arbeitet bei einer Spezial-Einheit für Drogen-Delikte. Er ist korrupt und versucht, die Drogengelder ansich zu nehmen. Mit seinen vier Kindern und seiner (mit Zwillingen) schwangeren Frau lebt er in einem kleinen Haus in Brooklyn, daß außerdem noch von Schimmel befallen ist. Ihre Gesundheit steht erheblich auf dem Spiel und so versucht er, mit den gestohlenen Drogengeldern ein neues Haus zu kaufen. Doch die Frist beim Makler läuft ab und er hat noch nicht genug zusammen. Sal gerät erheblich unter Druck.

Tango (Don Cheadle) arbeit seit über zwei Jahren Undercover in der Drogenszene in Brooklyn. Gerade ist sein Knastbruder Caz (Wesley Snipes) aus dem Gefängnis entlassen worden, der ihm einst während der Operation im Knast das Leben rettete. Tango will aussteigen, sehnt sich nach einem normalen Leben am Schreibtisch zurück und wünscht sich sehnlichst die Beförderung. Doch sein Vorgesetzter Lieutenant Bill Hobarts (Will Patton) will von ihm noch einen letzten erfüllten Auftrag: Er soll Caz in eine Falle locken, damit sie ihn hochnehmen können. Tango muss sich entscheiden: Beförderung oder Ehre und Freundschaft?

Mein Fazit:

Was für ein Film! Für mich ist es bislang die Überraschung für 2010, anders kann ich es nicht sagen. Und zum ersten Mal habe ich mir auch die Features auf der DVD angesehen und mich eingehend mit diesem Film beschäftigt. Mit diesem Hintergrundwissen sah ich einen Film, der mich über zwei Stunden fesselte.

Broonlyn’s Finest ist eine Charakter- und Milieu-Studie. Die Arbeit der Cops, die tagtäglich dort Streife fahren und ihren Dienst verrichten, ist ebenso faszinierend wie die Mentalität der Jugendlichen, die nichts anderes kennen als Drogen, Gewalt und das Gesetz des Stärkeren. Schockierend ehrlich wird gezeigt, wie es (wohl auch realistisch) in den Straßen von Brooklyn zugeht. Der Film wurde an Original-Schauplätzen gedreht, was dem Ganzen noch eine gewisse Authentizität verleiht.

Die Figuren (von allen glänzend und professionell dargestellt, da ist niemand besser oder schlechter) haben Tiefgang und Charakter, auch wenn es im ersten Augenblick nicht so aussieht. Der Zuschauer kann sich mit ihnen identifizieren und mitfühlen. Auch die Geschichten haben Tiefgang, gehen einen zuweilen unter die Haut und lassen einen nicht mehr los – bis zum bitteren Ende.

Die Spannung, die sich stets mehr und mehr aufbaut, wird unterstrichen von der düsteren Musik, den erschreckenden Bildern und dem Wunsch, das womöglich am Ende doch noch alles gut gehen würde. In dieser Hinsicht ist der Film konsequent – bis zum Ende. Und es gibt wenig Raum für Klischees, auch wenn einige das vielleicht denken mögen. Ich persönlich habe keinen Zweifel daran, das es auf dieser Welt Orte gibt, wo tatsächlich solche Spannungen herrschen. Zwar könnte man nun Parallelen zu anderen Filmen ziehen, dennoch hat dieser Film eine ganz eigene Dynamik.

Der Film gibt viel Stoff zum Nachdenken und Diskussionen und er lässt einen auch nicht so schnell los. Ich bin absolut begeistert von diesem Film und bin mir ziemlich sicher, das er den einen oder anderen Preis bekommen wird. Von mir erhält er zumindest 100% und ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 04.10.2010!

Veröffentlicht am 29.01.18!

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