Hans Peter Richter: Damals war es Friedrich

Damals war es Friedrich Book Cover Damals war es Friedrich
Hans Peter Richter
1979
Belletristik
Dtv
172
3423078006

Inhaltsangabe:

„Damals war es Friedrich“ ist eine tragische Geschichte um eine Jungen-Freundschaft, die über alle Konventionen hinaus Bestand hatte. Doch der Nationalsozialismus zerstörte diese auf ziemlich brutale Weise, denn Friedrich war ein Jude.

Beide Jungen wurden zu selben Zeit geboren, wuchsen im selben Haus auf und gingen in die gleiche Klasse. Friedrichs Vater war Beamter, der andere arbeitslos. Und dennoch konnte die Freundschaft wachsen. Doch sehr bald lernen sie, was es bedeutet, Jude zu sein. Der Nationalsozialismus greift um sich und damit auch die braune Suppe der Verfolgung, Demütigung und Unmenschlichkeit.

Mein Fazit:

Das Buch wird aus der Sicht eines Jungen erzählt, dessen Name nie genannt wird. Somit wird nicht Anonymität, sondern Authentizität geschaffen. Damit übernimmt der Leser die Rolle des Erzählers, ohne sich dessen bewußt zu werden. Das war wohl auch der Grund dafür, das ich erst annahm, das Buch wäre in der dritten Person geschrieben.

Es ist ein interessantes Jugendbuch. Mein Sohn musste es in der Schule lesen und beschäftigte sich auch privat mit dem Thema. So haben wir einige Unterhaltungen geführt über die damalige Zeit, wo ich auch alles nur aus den Medien weiß. Das Buch greift das Thema dem Alter entsprechend noch einmal auf. Der Autor schildert die Ereignisse schlicht, aber wirkungsvoll. Es gibt keine hochtrabenden Worte voller Tadel. Nein, auf die wird gänzlich verzichtet.

Ich kann dieses Buch empfehlen für Jugendliche, die sich an das Tagebuch von Anne Frank nicht rantrauen. Es hat knapp 170 Seiten und die sind schnell gelesen, auch für einen Jugendlichen.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2008.

Veröffentlicht am 25.01.19!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.