Australia

australiaAustralia (2008)

Regie: Baz Luhrmann
Drehbuch: Baz Luhrmann, Stuart Beattie
Produktion: Catherine Knapman, Baz Luhrmann, G. Mac Brown
Musik: David Hirschfelder
Kamera: Mandy Walker
Darsteller: Shea Adams, Bryan Brown, Hugh Jackman, Nicole Kidman, Brandon Walters, David Wenham, u.v.a.
Dauer: 165 Minuten

B001QZYAJKInhaltsangabe:

September 1939: Lady Sarah Ashley (Nicole Kidman) reist zu ihrem Mann nach Australien, um ihn dazu zu bewegen, die blöde Rinderfarm zu verkaufen. Der Viehtreiber Drover (Hugh Jackman) bringt sie zur Farm im Norden Australiens, wo sie nur noch die Leiche ihres Mannes identifizieren kann.

Dort lernt sie auch den kleinen Nullah (Brandon Walters) kennen. Seine Mutter ist Aborigine, der Vater, Neil Fletcher (David Wenham), der Verwalter der Farm ihres Mannes, der nicht zu seinem Kind steht und obendrein noch hinterhältig Geschäfte mit dem konkurrierenden König Carney (Bryan Brown) macht. Als sie von den krummen Geschäften ihres Verwalters erfährt, entlässt sie ihn. Doch es bleibt immer noch die Frage, wie sie die 1.500 Rinder zum Hafen bringt, um mit der Armee den begehrten Vesorgungsvertrag abschließen zu können.

Gesagt, getan: Sie engagiert Drover erneut und zusammen mit den (alles andere als geübten) Farm-Mitgliedern machen sie sich auf eine Reise ins Ungewisse. Dabei kommt sie nicht nur dem kleinen Nullah und seiner Kultur näher, sondern auch dem freiheitsliebenden Drover. Die Reise ins Ungewisse ist jedoch nur der Beginn einer dramatischen Zeit, denn es ist Krieg in Europa und die Japaner sind nur einen Katzensprung entfernt …

Mein Fazit:

Ein toller Film! Anders kann man es nicht sagen.

Anfangs musste ich mich an Nicole Kidman gewöhnen. Manche Kamera-Einstellungen waren ungünstig, zumindest hatte ich das eine oder andere Mal das Gefühl, das sie etwas künstlich rüberkommt. Und Hugh Jackman mit seinem Bart war für mich auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das ist eben Geschmacksache und entbehrt jeder Grundlage für eine Diskussion.

Die Geschichte selbst ist toll, angepaßt an den großen schwarzen Kontinent. Geheimnisvoll, hart und doch voller Leidenschaft ist das Leben auf einer Farm. Die Farm ist vom Verwalter absichtlich runtergewirtschaftet, damit der Besitzer, Lord Ashley, sie so billig wie möglich an die Konkurrenz verkauft. Da dieser sich weigerte, wurde er getötet und man setzte auf die scheinbar schwache Frau.

Pikiert und zickig war sie am Anfang, die Lady Ashley. Das hat Nicole Kidman toll rübergebracht. Sie zeigte sich durch und durch wie eine Lady. Aber sie zeigte auch eine verwundbare Seite, das sie keine Kinder bekommen kann, das ihr Herz für den kleinen Nullah schlägt (was ist der Junge goldig, den hätte ich auch sofort in meine Arme geschlossen) und das sie an die Unerschütterlichkeit der Liebe und der Familienbande glaubt. Zum Schluss hat sie mehr Mut als alle zusammen und auch das konnte Nicole Kidman mehr als überzeugend rüber gebracht. Die Liebesgeschichte mit Drover läuft eigentlich eher nebenbei, vorrangig geht es um Leidenschaft, um Liebe für das Land, um Respekt vor den Ureinwohnern und natürlich über Mut und Heldentaten.

Daneben glänzt der Film durch tolle Kostüme, atemberaubende Landschaftsaufnahmen und der unvergleichen Musik von Judy Garland’s „Somewhere over the Rainbow“.

Ich kann diesen Film wärmstens empfehlen und würde ihn mir immer wieder ansehen. Von mir bekommt er 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 17.05.2009.

Veröffentlicht am 28.01.16!

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