Patricia Cornwell: Der Keim des Verderbens

3442439027Patricia Cornwell: Der Keim des Verderbens

Originaltitel: Unnatural Exposure (1997)
übersetzt von Tina Hohl
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 352 Seiten
ISBN-10: 3442439027
ISBN-13: 978-3442439027
Dies ist der 8. Teil der Kay Scarpetta-Reihe.

Inhaltsangabe:

Kay Scarpetta ist in Europa, um einem Serien-Täter auf die Spur zu kommen. Er hinterlässt nur den Torso. Kaum in den USA zurück, wird eine Leiche entdeckt – auf einer Müllhalde. Und wieder ist es nur der Torso.

Doch es scheint ein anderes Muster zu sein und Kay glaubt nicht, dass es der Serien-Täter ist, der in Europa bereits sein Unwesen trieb. Denn der Torso stammt offenbar von einer alten Frau und er ist mit merkwürdigen Pusteln übersät. Und der Täter kennt Kay’s Mail-Adresse und schickt ihr seltsame Fotos und Botschaften.

Erst durch eine weitere Leiche auf einer abgelegenen Insel dämmert es Kay, das die Toten mit einem äußerst gefährlichen Virus befallen sind. Doch da scheint eine Epedemie nicht mehr aufzuhalten.

Mein Fazit:

Der achte Scarpetta-Roman war für mich nicht unbedingt der Höhepunkt. Zugegeben, ich war krank und hatte ein paar Tage einfach nicht die Nerven und die Kraft zum Lesen. Wäre der Roman etwas spannender gewesen, hätte ich es aber schon irgendwie weiter gelesen.

Kay ist noch immer Vollblut-Pathologin und möchte nicht nur die Wahrheit herausfinden, sondern auch die Geschichte der Toten erzählen. Dieses Mal fiel es ihr besonders schwer, weil es so wenig „Material“ gab. Das macht ihr deutlich zu schaffen. Aber auch die Beziehung zu Special-Agent Benton Wesley ist belastet, denn Kay möchte wohl eine Beziehung mit ihm, ist aber nicht bereit, ihre eingefahrenen Gewohnheiten aufzubrechen und zu ändern.

Wir kommen in diesem Teil der Serie mit extrem ansteckenden und äußerst tödlichen Viren in Berührung, die eigentlich als längst ausgerottet gilt, aber durchaus als Bio-Waffe noch eine Bedeutung hat. Sie veranschaulicht die Konsequenzen, wenn ein solches Virus entdeckt wird. Aber es wird auch klar, was passiert, wenn die US-Regierung wieder mal um den Bundeshaushalt streitet und keine Mittel frei sind, um auch nur die Angestellte zu bezahlen.

Es kommen zwar immer wieder interessante Ansätze, die mich dann auch wirklich in die Geschichte zogen, aber es war auch zwischendurch einfach langweilig. Ich kann es noch nicht einmal genau erklären, warum. Vielleicht ist die Figur Scarpetta einem schon so vertraut und ich konnte ihre Haltung in der einen oder anderen Angelegenheit nicht immer nachvollziehen.

Dieser Roman bekommt drei von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 06.03.16!

Einen Penny für Ihre Gedanken ...