Iny Lorentz: Das goldene Ufer

B00AAABI1KIny Lorentz: Das goldene Ufer

erschienen 2013
Verlag: Knaur TB
Seitenanzahl: 640 Seiten
ISBN-10: 342651169X
ISBN-13: 978-3426511695
Dies ist der 1. Teil der Auswanderer-Saga.

Inhaltsangabe:

Im Juni 1815 lernen sich Walther Fichtner und die erst zehnjährige Gisela bei der Schlacht von Waterloo gegen Napoleon kennen. Während er seinen Dienst als Trommelbub verdingt, begleitet Gisela ihre Mutter im Tross, die widerum ihren Mann in der Schlacht begleitet.

Gisela verliert in einer Nacht beide Elternteile und Walther, schon früh Vollwaise geworden, rettet dem Graf von Renitz das Leben. Graf Medard von Renitz fühlt sich nun verpflichtet, die beiden Waisen zusich zu nehmen und für sie zu sorgen, trotz aller Widerstände in der Familie.

Dass missfällt Diebold, dem Sohn des Grafen, sehr. Diebold, schon seit jeher von verwöhntem Charakter beseelt, lässt es Walther bei jeder sich bietenden Gelegenheit spüren. Dennoch kann Walther sich bewähren, lernt im gemeinsamen Unterricht und besucht mit ihm zusammen die Universität in Göttingen, wo Diebold auch nur mit Walthers Hilfe die Klausuren besteht.

In der Zwischenzeit wächst Gisela auf dem Hof des Grafen zu einr liebreizenden jungen Frau heran. Diebold hat ein lüsternes Auge auf sie geworfen und ehe er sich nimmt, was er begehrt, heiraten Walther und Gisela. Doch damit werden erst recht die bösen Geister beschwören und in einer schicksalsträchtigen Nacht müssen Walther und Gisela fliehen …

Mein Fazit:

Dies ist mein erster Iny Lorentz-Roman gewesen und ich gestehe, es wird wohl nicht mein letzter sein. Mit historischen Romanen tue ich mich manchmal schwer, aber nachdem ich nun schon zum zweiten Mal eine spannende Geschichte um Auswanderer gelesen habe, werde ich wohl doch das eine oder andere in Augenschein nehmen.

Das Buch geht gut los: Mit der Schlacht um Waterloo! Es wird blutig und auch nicht gerade schmeichelhaft für alle Beteiligten Personen. Aber wenn man erstmal den Anfang überwunden hat, lernt man Gisela und Walther, Medard und Diebold und alle anderen gut kennen und als Leserin konnte ich mich gut in die damalige Zeit einfinden. Vieles wurde nicht erklärt, sondern im Kontext der Geschichte heraus gearbeitet. Das Leben für das einfache Volk war zur damaligen Zeit sehr hart und schon sehr früh entwickelte Walther den Wunsch, nach Amerika auszuwandern. Durch einen Studenten an der Universität wurde er darauf aufmerksam und er setzt alles daran, um sich diesen Traum verwirklichen zu können. Ein ganzes Leben unter der Knechtschaft von Diebold von Renitz ist für ihn kein erstrebenswertes Ziel. Er spart sein Geld und liest Bücher zum Thema Auswanderung. Gisela, die Walther durchaus liebt, hat er dabei erstmal nicht im Visier, da ihre Konfessionen unterschiedlicher Natur sind. Doch durch Diebold sind sie bald gezwungen, Farbe einander zu bekennen und erkennen schließlich ihre Liebe zueinander.

Die Flucht ist abenteuerlich und spektakulär. Man lernt nebenbei auch so ein bisschen was über die damalige deutsche politische Landschaft kennen. Wie viele Grenzen mussten überwunden werden, wie viele Länder und Fürstentümer es gab, beängstigend beeindruckend.

Einzig das Ende der Geschichte zog sich ein bisschen dahin, es flachte dann etwas ab. Aber gut, die Umstände geboten es so. Manchmal habe ich mich über die ganzen Gemeinheiten von Diebold und den anderen Figuren schon sehr geärgert und ich flammte regelrecht für die Beiden auf.

Ich bin in jedem Falle auf den zweiten Band neugierig und werde ihn bestimmt bald lesen. Dieser hat durchaus vier Sterne verdient!

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!

Veröffentlicht am 28.03.16!

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