Philippa Carr: Das Geheimnis im alten Park

3453061101Philippa Carr: Das Geheimnis im alten Park

Originaltitel: The Changeling (1988)
übersetzt von Dagmar Roth
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 411 Seiten
ISBN-10: 3453061101
ISBN-13: 978-3453061101
Dies ist der 15. Teil der Töchter von England-Reihe.

Inhaltsangabe:

England: Das 19. Jahrhundert geht dem langsam dem Ende zu. Bis zu ihrem 10. Lebensjahr verlebt Rebecca Mandeville mit ihrer alleinerziehenden Mutter Angelet eine glückliche Kindheit in Cornwall. Doch dann taucht Benedict Lansdon plötzlich auf und sie heiraten.

Für Rebecca bricht eine Welt zusammen, denn sie lehnt den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter von vornherein ab, obwohl offensichtlich ist, das Benedict und Angelet sich sehr lieben. Auch die Tatsache, dass sie in Benedicts Haus in Australien geboren war und ihr Vater sein Leben für ihn opferte, kann sie nicht milde stimmen.

Doch es kommt noch schlimmer: Angelet stirbt bei der Geburt der Stiefschwester und auch Benedict hat sehr große Schwierigkeiten, diese Tatsache zu akzeptieren. Er lässt Rebecca mit der Tochter Belinda auf Cador in Cornwall in der Obhut der Großeltern.

Schafft Rebecca es doch noch, ihr Lebensglück zu finden? Wird sie Benedict Lansdon jemals verzeichen können?

Mein Fazit:

Es ist nun schon 7 Jahre her, seit ich den letzten Band der Reihe gelesen habe. Die ersten Seiten des Romans musste ich mich richtig anstrengen, die Geschichte zu verfolgen, denn natürlich erzählte Rebecca von ihrer großen Familie und ihrer kindlichen Liebe zu Pedrek, der in der Nähe der Großeltern in Cornwall lebte und mit dessen Eltern ihre Mutter in Australien war!

Der Erzähl-Stil der Autorin ist gewohnt „altbacken“, aber dennoch leicht verständlich. Aber es passierte in der ersten Hälfte des Buches nicht so besonders viel. Die Geschichte plätschert so dahin. Rebecca berichtet von ihrem neuen Leben als Stieftochter eines aufstrebenden Politikers, wähnt sich in der Sicherheit der gehobenen Gesellschaft und obwohl sie sich ihres Standes durchaus bewußt ist, empfindet sie Mitleid für die einfachen Menschen.

Ab der zweiten Hälfte ungefähr passieren dann ungewöhnliche Dinge, die ich hier nicht unbedingt vorweg nehmen möchte. Aber dann wurde es spannender und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zwar hatte ich eine Vorahnung (die sich dann auch bestätigte), aber dennoch kam die Auflösung buchstäblich auf der letzten Seite.

Die politischen Ereignisse werden dieses Mal eher am Rande behandelt, obwohl Benedict als Politiker durchaus die Härten der Realität kennen lernt. Sein Handeln ist durchaus nachvollziehbar, er konnte allerdings nicht viele Sympathie-Punkte bei mir gewinnen. Erst zum Ende hin wandelte sich das Bild – jeder hat schließlich eine zweite Chance verdient.

Für mich ist es ein durchaus unterhaltsamer Roman mit einigen kleinen Schwächen. Vier Sterne vergebe ich dafür.

Veröffentlicht am 30.04.16!

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