Fair Game

Fair Game (2010)

 

Regie: Doug Liman
Drehbuch: Jez Butterworth, John-Henry Butterworth
Produktion: Akiva Goldsman, Doug Liman, Jez Butterworth
Musik: John Powell
Kamera: Doug Liman
Darsteller: Naomi Watts, Sean Penn, Ty Burrell, Bruce McGill, Sam Shepard, David Denman, u.v.a.
Dauer: 108 Minuten
Romanvorlage: „Fair Game“ von Valerie Plame (nur auf englisch erhältlich)

Inhaltsangabe:

Valerie Plame (Naomi Watts) und Joseph Wilson (Sean Penn) sind kein normales Ehepaar: Sie ist seit dem College-Abschluss eine erfolgreiche und geschätzte wie geheime CIA-Agentin und er ist ehemaliger Botschaft im Nahen Osten und arbeitet nun als Journalist.

2001 erhält Valerie die Abteilung Irak. Sie soll unter anderem beweisen, das Saddam Hussein in der Lage ist, Massenvernichtungs-Waffen herzustellen. Ihr Mann wird aufgrund seiner Insider-Kenntnisse in den Niger geschickt. Doch seine Prüfung ergibt, das es kein Handel von Uran zwischen Niger und Irak geben konnte.

Die amerikanische Regierung stellt dennoch die These auf, das Irak Atomwaffen produziert und nimmt dies als Grund, einen Krieg zu beginnen. Joseph, von dieser Ungeheuerlichkeit empört, schreibt einen Artikel darüber, das die Regierung das Volk angelogen hat. Als Retour-Kutsche dazu enttarnt die Regierung Valerie und sie ist sofort ihren Job los.

Ein erbarmungsloser Kampf um Wahrheit und Identität entbrennt. Aber nicht nur Valeries und Josephs Ehe wackelt, sie müssen um ihr Leben fürchten …

Mein Fazit:

Ich habe eine besondere Vorliebe für solche Filme und konnte meinen Mann überzeugen, mich in diesen Film zu begleiten.

Wer jedoch einen Action-Thriller erwartet, wird enttäuscht sein. Die Geschichte um Valerie und Joseph, übrigens von beiden toll gespielt, wird auf ganz subtile Art und Weise erzählt. Die erste halbe Stunde plätschert sie so vor sich hin und gelegentlich kam die Frage auf, wo das hinführen soll. Ab der Mitte ungefähr beginnt die Geschichte richtig spannend zu werden und dann versteht man auch die Vorgeschichte des Films und erkennt die Notwendigkeit dessen, das man sie erzählen musste.

Das der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, ist ja schon der Knaller schlechthin. Aber das die Amerikaner einen solchen Mist verzapfen, nur um ihre eigene Unfähigkeit zu vertuschen, ist der Gipfel. Da wird die Existenz einer ganzen Familie aufs Spiel gesetzt, nur um ihre eigene Fehleinschätzung nicht zugeben zu müssen (letztendlich mussten die USA vor der UNO ja doch den Fehler einräumen). Die Figur des Joseph ist für mich zwar die patriotischste Figur im ganzen Film, aber auch die Glaubwürdigste, denn er hat sich nicht den Mund verbieten lassen und riskiert damit alles, was er sich aufgebaut hat.

Was mich allerdings am meisten an dem ganzen Film gestört hat, war die teilweise unruhige Kamera-Führung. Das war vom Regisseur sicher so gewollt, um dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, er wäre hautnah dabei. Aber mir war es dann teilweise doch zu viel und empfindliche Menschen könnte dabei schon mal komisch werden.

Ansonsten ist der Film sehenswert. Wir waren ganz überrascht, als der Film plötzlich mit der Darstellung der echten Valerie Plame endete. Von mir bekommt er 85%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 13.12.2010.

Veröffentlicht am 08.03.17!

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