Blow

Blow (2001)

 

Regie: Ted Demme
Drehbuch: David McKenna, Nick Cassavetes
Produktion: Michael De Luca, Tracy Falco, Denis Leary
Musik: Graeme Revell
Kamera: Ellen Kuras
Darsteller: Johnny Depp, Franka Potente, Penélope Cruz, Rachel Griffiths, Paul Reubens, Ray Liotta, u.v.a.
Dauer: 124 Minuten
Romanvorlage: „Blow“ von Bruce Porter

Inhaltsangabe:

George Jung (Johnny Depp) wächst in Massachusetts auf, in einer kleinen Stadt und in ärmeren Verhältnissen. Sein Vater Fred (Ray Liotta) hatte nie viel Geld, war aber dennoch glücklich mit seinem Leben. Die Mutter, Ermine (Rachel Griffiths), wollte jedoch ein sorgenfreies Leben haben und ließ ihren Mann oft ihre Unzufriedenheit spüren.

Genau diese Situation ist die Motivation, wo George sich sagte: Ich will nie wieder arm sein und hungern müssen. Zusammen mit seinem besten Freund aus Kindertagen geht er nach Kalifornien, um das große Geld zu machen. Er lernt Barbara (Franka Potente) kennen und lieben und sie vermittelt ihn an Derek Foreal (Paul Reubens). Zusammen fangen sie an, Marihuana zu verkaufen.

Natürlich bleibt der Polizei diese Angelegenheit nicht lange verborgen und er erhält seine erste Gefängnisstrafe. Doch diese tritt er nicht an. Barbara stirbt an Krebs und er trauert um sie. Als er letztendlich doch noch ins Gefängnis kommt, lernt er Diego (Jordi Mollá) kennen! Diego ist ein Kleinkrimineller, aber er hat offensichtlich Wissen, was George weiter bringt. Das Wissen um Kokain!

Als George aus dem Gefängnis entlassen wird, steigt er groß ins Kokain-Geschäft ein und verhandelt mit kolumbianischen Drogenbossen. Er macht Millionen, die er auf Bankkonten in Panama wäscht. Er lernt die aufregende Mirtha kennen und gibt sein Geld in vollen Händen aus. Doch dann merkt er, das in dieser Szene keine Freundschaften und keine Ehre gibt. Es geht um Geld, um Macht und Gier! Und ehe er es sich versieht, verliert er alles …

Mein Fazit:

Ich habe schon im Vorfeld von dem Film gehört. Dieser Streifen, skuril und doch unglaublich ehrlich und realistisch, zeigt den Aufstieg und Fall einer Legende in der Drogen-Szene in den 70er Jahren in den USA. Johnny Depp dabei mit blonden Haaren zu sehen und einer scheinbar unpassenden Frisur (die Haare sahen teilweise schon sehr struppig aus, aber vielleicht war es auch so beabsichtigt!) machte auf mich einen merkwürdigen Eindruck.

Aber es gibt auch einen Einblick auf die menschlichen Abgründe, die sich auftun, wenn die Gier nach Macht und Geld so groß wird, das man über Leichen geht. Erschreckend!

Was mich auch schockierte, war das Verhalten der Mutter, die ihren Sohn tatsächlich an die Polizei lieferte, als er vertrauensvoll in sein Elternhaus kehrte, um über seine Probleme zu sprechen, vorzugsweise mit seinem Vater!

Allerdings gab es bei diesem Film eine Panne: Bei einer Streitszene zwischen dem Paar Mirtha/ George arbeitete jemand in der Kulisse, dieser war eindeutig kurz zu sehen!

Alles in allem ist ein beeindruckendes Portraits eines Mannes, der heute noch im Gefängnis sitzt und eigentlich alles verloren hat, aber um eine Erkenntnis reicher ist: Das Geld eben nicht alles im Leben ist, wie sein Vater es ihm schon immer sagte!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 26.03.2008.

Veröffentlicht am 01.11.17!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...