Philippa Carr: Zeit des Schweigens

382990116XPhilippa Carr: Zeit des Schweigens

Originaltitel: A Time for Silence (1990)
übersetzt von Erna Tom
Verlag: NEUER HONOS VERLAG
Seitenanzahl: 318 Seiten
ISBN-10: 382990116X
ISBN-13: 978-3829901161
Dies ist der 17. Teil der Töchter von England-Reihe.

Inhaltsangabe:

1913: Lucinda Greenham, Tochter eines Abgeordneten, wächst behütet in London auf. Zusammen mit ihrer Freundin Annabelinda Denver soll sie eine Mädchenschule in Belgien besuchen.

Annabelinda lässt sich auf eine Liebschaft mit dem mysteriösen Carl Zimmermann ein, die nicht ohne Folgen bleibt. Annabelinda verlässt vorübergehend die Schule, um das Kind zu gebären. Es wird einem Paar zur Pflege gegeben, die auf dem Schulgelände leben und gerade ein Kind verloren haben. Allerdings geschieht dies unter dem Mantel der Verschwiegenheit und nur durch Zufall erfährt Lucinda davon. Den kleinen Edward hat sie dennoch in ihr Herz geschlossen.

Der Erste Weltkrieg bricht aus und die Deutschen überrennen Belgien. Bei einem Bombenangriff kommen Edwards Pflegeeltern ums Leben und Lucinda gab der Pflegemutter in der Stunde des Todes das Versprechen, sich um den Kleinen zu kümmern. Schließlich holt ein äußerst attraktiver und charmanter Soldat Marcus Merrivale aus Belgien ab, im Schlepptau eine junge Französin, die in England ihr Glück versuchen will.

Wie sehr gerade dieses Ereignis noch ihre Schatten in den Kriegszeiten vorauswirft, ahnt niemand, am wenigsten Lucinda. Doch sie gab ihr Versprechen, das Geheimnis um Edward zu bewahren …

Mein Fazit:

Dies ist nun der 17.te Teil aus der Reihe „Töchter von England“, ich habe also nur noch zwei Bücher vor mir, dann habe ich die Reihe beendet. Puh, was für ein Marathon!

Als ich vor über 13 Jahren damit begann zu lesen, war mein Lesen-Geschmack und -Anspruch noch ein ganz anderer. Die Bücher fesselten mich und ich wollte stets wissen, welche Geheimnisse hinter den Protagonisten und Helden wirklich lauerten. Wenn man die Reihe jedoch weiter gelesen hat, entwickelt man ein gewisses Gespür und es gibt kaum noch Überraschungen. Schließlich hat die Autorin ihren Stil soweit beibehalten.

So ist es mir mit diesem Buch jedenfalls ergangen. Die Geschichte um Lucinda und Annabelinda plätschert so vor sich hin. Wieder ist es aus der Sicht von der Tochter des vorherigen Bandes erzählt – also Lucinda. Annabelinda, die Freundin aus Kindertagen, steht ihrer geltungssüchtigen Mutter in nichts nach, denkt nur ansich und hat durchaus auch abenteuerliche Züge ansich. Lucinda hingegen ist behütet aufgewachsen und vernunftgeprägt. Ihre Empathie für andere Menschen ist bezeichnend, nur so konnte sie auch den kleinen Edward ansich nehmen, der von der wahren Mutter abgeschoben und bei einem Bombenangriff die Pflegeeltern verloren hatte. Da wußte sie allerdings auch schon von seiner wahren Herkunft.

Die Erläuterungen zum Krieg sind für mich fast nichts Neues gewesen, die eine oder andere Geschichte aus dieser Zeit habe ich noch in Erinnerung. Die zarte Romanze zu Marcus Merrivale nimmt erst im späteren Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle ein, ihre aufrichtige Liebe zu Robert Denver (Annabelindas Bruder) ist für mich da eher zu oberflächlich behandelt, es kam für mich jedenfalls nicht glaubhaft an. Und eine Spionage-Geschichte, wie sie im Klappentext angepriesen ist, wird erst am Ende wirklich ein Thema. Aber auch das kündigte sich durch zarte Hinweise schon an.

Insgesamt ist es eine ganz nette Geschichte, aber keine, die mich vollends in den Bann ziehen konnte. Es gab einfach keine wirklich großen Überraschungen. Daher erhält das Buch auch nur drei Sterne.

Veröffentlicht am 17.01.17!

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