Die Brücken am Fluss

Lesezeit: 3 Minuten

Die Brücken am Fluß (1995)
Originaltitel: The Bridges of Madison County

Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Richard LaGravenese
Produktion: Clint Eastwood, Kathleen Kennedy, Michael Maurer
Musik: Lennie Niehaus
Kamera: Jack N. Green
Darsteller: Clint Eastwood, Meryl Streep, Annie Corley, Jim Haynie, Sarah Kathryn Schmitt, Victor Slezak, u.v.a.
Dauer: 135 Minuten
Romanvorlage: „Die Brücken am Fluss“ von Robert James Waller

Inhaltsangabe:

Michael Johnson (Victor Slezak) und Caroline (Annie Corley) müssen den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter verwalten. Obwohl die Mutter ihr Leben lang mit dem Vater verheiratet war, möchte sie per Testament, das ihre Asche an einer bestimmten Brücke verstreut wird. Sie verstehen diesen Willen nicht und sind empört.

Doch dann finden sie Tagebücher. Voller Skepsis, aber auch Neugier, beginnen sie darin zu lesen:

1965: Francesca Johnson (Meryl Streep) lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern auf dem Land in Madison County/ Iowa. Sie ist gebürtige Italienerin und hat sich für ihr Leben etwas anderes erträumt als die harte Arbeit auf dem Land. Ihre Familie, allen voran ihr Mann Richard Johnson (Jim Haynie) können ihre Aufopferung nicht wirklich danken.

So ist sie erfreut, das ihr Mann mit den Kindern für vier Tage wegfährt und sie allein sein kann. Da kommt der weltgewandte Fotograf Robert Kincaid (Clint Eastwood) vorbei, um die überdachten Brücken in Madison County zu fotografieren. Sofort verlieben sie sich ineinander und sie verbringen vier gemeinsame Tage zusammen. Als der Freitag näherrückt, weiß Francesca, das sie eine Entscheidung treffen muss: Entweder weiterhin das harte und entbehrungsreiche Leben bei ihrer Familie oder ein aufregendes Leben an Roberts Seite.

Mein Fazit:

Der Film spielt in Iowa, einer etwas ärmeren Gegend, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Francesca bewirtschaftet mit ihrem Mann eine Farm und wird von ihren Kindern mehr oder weniger ignoriert. Ihre Arbeit wird als selbstverständlich hingenommen und sie hat kaum Zeit für sich, um mal ihren Gedanken nachzuhängen. Ihren Mann hat sie in ihrer italienischen Heimat Bari kennen gelernt und sie dachte, sie würde ein Leben voller Aufregung haben.

Obwohl sie vom Leben etwas enttäuscht ist, hat sie ihre Prinzipien und hält daran fest. Und da kommt Robert Kincaid daher. Sofort bewundert sie ihn für seine weltoffenen Erfahrungen, seine Erlebnisse und macht sich selbst ziemlich klein, denn sie glaubt, ihr Leben wäre langweilig gegenüber seinem. Robert ist ganz Gentleman. Als er von einer Frau in der Stadt erfährt, die wegen einer Affäre fast geächtet wird, gibt er Francesca die Möglichkeit für einen Rückzug, um ihr keine Schwierigkeiten zu machen. Aber sie hatte sich für ihn entschieden und auch dafür, für ihr ungebührliches Verhalten eventuelle Konsequenzen aufzunehmen. Aber Francesca hat ein Problem mit seiner Glaubwürdigkeit. Sie denkt, das er in jeder Stadt eine Geliebte hat und überall die Gleiche Nummer abzieht. Als er nach seinem Tod ihr alles vermacht, weiß sie, das er sie wirklich geliebt hat.

Clint Eastwood und Meryl Streep spielen das außergewöhnliche Paar, das vier gemeinsame Tage verbringt und sich dabei näher sind als andere Paare, die ihr Leben lang zusammen sind. Die Magie kam bei mir allerdings nicht ganz so 100%ig an. Zwar empfinde ich die Geschichte als sehr berührend, aber das sogenannte letzte Quentchen fehlte bei mir und so kann ich den Film zwar empfehlen, aber es ist für mich kein besonders herausragender Film. Mir gefiel allerdings die Unterschiede zwischen ihnen, die in jedem Gespräch deutlich werden. Sie werden immer wieder besonders hervor gehoben.

Alles in allem ist mir der Film 85 % wert.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 02.02.2010!

Veröffentlicht am 22.02.17!

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