Erben der Liebe

Lesezeit: 6 Minuten

Erben der Liebe (1984)
Originaltitel: Mistral’s Daughter

Regie: Douglas Hickox, Kevin Connor
Drehbuch: Terence Feely, Rosemary Anne Sisson
Produktion: Suzanne Wiesenfeld, Herbert Hirschman, Steve Krantz
Musik: Vladimir Cosma, Vernon Duke
Kamera: Pierre Lhomme
Darsteller: Stefanie Powers, Stacy Keach, Lee Remick, Timothy Dalton, Robert Urich, Philippine Leroy-Beaulieu, u.v.a.
Dauer: 390 Minuten
Romanvorlage: „Mistrals Tochter“ von Judith Krantz

Teil 1.:

Die schöne und junge Maggy Lunel (Stefanie Powers) kommt nach Paris, weil ihre Lehrer ihr gesagt haben, sie solle für die berühmtesten Maler des Landes Modell stehen. Tatsächlich ist sie wirklich schön, naiv und kann sich kaum ausziehen!

Paula Deslandes (Stéphane Audran) nimmt sie schließlich unter ihre Fittiche, gibt ihr eine kleine Wohnung, zu Essen und besorgt ihr die Termine mit den Malern, die sich bald die Finger nach ihr lecken. Aber nach einem mißglückten Ball-Abend landet sie schließlich in den Armen von Julien Mistral (Stacy Keach), der notorisch pleite ist, aber obsessiv immer weiter malen muss. Maggy inspiriert ihn und er blüht in seiner Leidenschaft zur Malerei auf.

Die reiche Erbin Kate Browning (Lee Remick) hatte schon früher ein Auge auf Julien geworfen. Sie hat ihn immer wieder unterstützt und als er die Bilder von Maggy gemalt hat, wirde es Zeit für eine Ausstellung, die auch ein großer Erfolg wird. Aber Maggy ist enttäuscht. Aus Neid auf ihre Schönheit kauft Kate auch ein Bild, was Julien eigentlich Maggy geschenkt hat. Maggy trennt sich von ihm und geht zurück nach Paula.

Auf der Ausstellung wird der reiche amerikanische Bankier Perry Kilkullen auf Maggy aufmerksam und macht ihr schließlich den Hof. Sie verlieben sich ineinander. Doch Julien kann nicht mehr malen. Seit Maggy fort ist, hat ihn keine Muse mehr geküßt und selbst Kate vermag ihn nicht aufzubauen!

Mein Fazit: Dies ist der erste von vier Teilen. Diese Mini-Serie ist nun schon über 20 Jahre alt und das merkt man dem Film natürlich auch an, an der Ausstattung, an der Maske, an den Schauspielern! Aber grade diese Nostalgie verleiht dem Film.

Es ist eine wunderbare Geschichte um ein recht einsames Leben: Dem Leben des Julien Mistral, der sich im Grunde von Frauen aushalten läßt. Es ist Schicksal, so zu leben und Stacy Keach, in einer seiner Glanzrollen, kann schon den harten Kerl mimen!

Ich werde eine abschließende Bewertung nach dem vierten Teil geben!


Teil 2.:

Maggy Lunel (Stefanie Powers) und Perry Kilkullen (Timothy Dalton) sind überglücklich. Sie erwarten ein Kind und fast nichts kann ihr Glück trüben. Maggy weiß natürlich, das Perry noch verheiratet ist und eigentlich hätte ihre Tochter Teddy Perrys Namen tragen sollen. Eigens, um die Scheidung von seiner Frau endlich in Gang zu bringen, reist Perry nach New York. Doch Mary Jane Kilkullen (Alexandra Stewart) willigt nicht ein. Um die Prozedur dennoch zu beschleunigen, lädt Perry Maggy und Teddy samt Kindermädchen nach New York ein.

Julien Mistral (Stacy Keach) hingegen arbeitet in der französischen Provence wieder als Maler. Er hat sich von der Trennung von Maggy erholt. Kate Browning (Lee Remick) kauft Julien ein Chateau und läßt es für viel Geld herrichten. Schließlich heiraten sie und sie übernimmt die Geschäfte für ihren Mann.

Doch dann kommt der Börsenkrach Ende der 20er Jahre! Kate verliert fast ihr ganzes Vermögen und kämpft nun darum, das Julien seiner Verantwortung als Ehemann nachkommt. Julien allerdings läßt sich von niemanden in die Pflicht nehmen. Einzig seiner Malerei fühlt er sich verbunden. Die Ehe steht wackeligen Beinen und Julien wird immer unberechenbarer und jähzorniger.

Gerade trifft Maggy mit Teddy und dem Kindermädchen in New York ein, als sie erfährt, das Perry einen tödlichen Unfall erlitten hat. Perry hat kein Testament gemacht, wo er Maggy und Teddy bedachte. Somit steht Maggy ganz plötzlich vor dem Nichts!

Mein Fazit: Dieser Teil ist mindestens genauso spannend gewesen wie der erste Teil! Es ist natürlich schon fast so wie eine Danielle Steel – Verfilmung. Geld, Macht, Intrigen und Leidenschaft sind die Hauptattribute dieser Mini-Serie!

Stefanie Powers ist die perfekte Besetzung. Sie kommt natürlich und frisch rüber, fast schon so wie in der Serie „Hart aber herzlich“. Außerdem kann sie wirklich den Zauber auf die Scheibe bringen, den Zauber der Emotionen und der Hingabe!

Ich habe diesen Teil genauso genossen wie den ersten und werde schon sehr bald den dritten Teil sehen!


Teil 3.:

Maggy Lunel (Stefanie Powers) hat inzwischen ihre eigene Model-Agentur, die sie sehr erfolgreich führt. Ihre Tochter Teddy (Stephanie Dunnam) zieht sie zusammen mit ihrem Jugendfreund Jason Darcy (Robert Urich) groß. Darcy liebt Maggy über alles, aber Maggy kann ihre Liebe zu Mistral einfach nicht vergessen und lehnt daher jeden Heiratsantrag ab.

Teddy wächst behütet auf, aber sie rebelliert gegen ihre Mutter. Die Vaterlosigkeit drückt sich in ihrer stetigen Suche nach Liebe aus und so hat sie viele Affären, ehe sie als Model nach Frankreich reist, um für den berühmten Maler Mistral Modell zu stehen.

Julien Mistral (Stacy Keach) ist noch immer mit Kate verheiratet. Sie haben inzwischen eine kleine Tochter, Nadine, die von Julien allerdings nicht gewollt ist. Kate versucht Julien immer wieder zu manipulieren oder ihn daran zu erinnern, wem er seine Karriere zu verdanken hat.

Als Julien auf Teddy trifft, ist es für beide sofort tiefe Liebe! Er liebt sie und ist zum ersten Mal in seinem Leben wirklich glücklich. Er bittet Kate um die Scheidung, sie willigt natürlich nicht ein. Dennoch bekommen Julien und Teddy eine kleine Tochter: Fauve! Doch Julien muss sehr schnell feststellen, das nichts für die Ewigkeit ist!

Mein Fazit: Nun kommt man langsam zum Kernpunkt der ganzen Geschichte. Das habe ich von damals noch in Erinnerung, das Teddy und Julien sich sofort verliebt hatten. Es wiederholte sich im Grunde die Geschichte von Maggy und Perry. Auch Perry wurde von seiner Frau nicht frei gelassen!

Was mich teilweise gestört hatte, waren die Kostüme! Stacy Keach hat durchaus eine sehr gute Figur, er konnte sich sehr wohl sehen lassen. Aber aus irgendeinem Grund haben sie ihn mit den Hosen so dermaßen verunstaltet … grauselig! Lee Remick ist mir bislang völlig unbekannt, allerdings kann ich nicht verhehlen, das ich sie für eine schöne -aber doch kühle- Blondine halte! Sie hat so etwas Unnahbares und das sollte sie wohl auch so spielen!

Den Rest gibt es nach dem vierten Teil!


Teil 4.:

Maggy Lunel (Stefanie Powers) nimmt die Enkelin Fauve nimmt in die Staaten, nachdem sie ihre Tochter in Frankrich beerdigen läßt. Julien Mistral (Stacy Keach) bittet sie, nie Kontakt zu seiner Tochter aufnehmen zu wollen. In seiner Trauer um Teddy ((Stephanie Dunnam) geht er auf diese Bedingung ein.

Vier Jahre später kehrt Julien zu seiner Frau Kate (Lee Remick) und der gemeinsamen Tochter Nadine zurück. Aber er ist nicht mehr der Mann wie früher! Er ist ruhiger geworden, insich gekehrter! Teddy hat Julien den Jähzorn genommen!

Nach einigen Jahren reist Julien in die Staaten, um seine Tochter zu sehen. Sie ist ein Kind der Liebe und er möchte ihr das schöne Frankreich zeigen. Maggy, noch immer voller Vorbehalte, läßt Fauve jeweils für die Sommermonate gehen. Und Julien blüht noch einmal in seinem Leben auf: Als liebevoller Vater! Doch er hat nicht mit den Schatten seiner Vergangenheit gerechnet, die nun über sein Leben stürmen!

Mein Fazit: Beim letzten Teil ist so ein bißchen der Spannungsbogen raus. Letztendlich weiß der Zuschauer, das es nur noch mit dem Tod des berühmten Malers enden kann! Die Frage nach dem Wie und Warum lass ich hier mal offen!

Es ist eine bezaubernde Mini-Serie, die das Leben zweier Menschen beschreibt, die im Grunde zusammen gehören und ohne einander nie wirklich glücklich geworden sind. Aber manchmal schreibt eben so das Leben, das bringt zumindest eine gewisse Realität rein!

Stacy Keach, Stefanie Powers und Lee Remick, die drei tragenden Figuren dieser Serie, haben ihren Platz in der Serie gefunden und gerade die Frauen berührten sich selten. Trafen sie dennoch zusammen, was es schon ein Feuerwerk an Schauspielkunst und Schönheit! Zwei gegensätzliche Frauen … da ist die Wahl schon schwer!

Es war schön, das mal wieder zu sehen. Man kann sich entführen lassen in die Malerei und in die schöne Welt Frankreichs. Einfach nur schön!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 07.04.2008.

Veröffentlicht am 24.05.17!

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