Sag‘ kein Wort!

Sag‘ kein Wort! (2001)
Originaltitel: Don’t Say A Word

Regie: Gary Fleder
Drehbuch: Anthony Peckham, Patrick Smith Kelly
Produktion: Bruce Berman, Arnon Milchan, Anne Kopelson
Musik: Mark Isham
Kamera: Amir M. Mokri
Darsteller: Skye McCole Bartusiak, Sean Bean, Michael Douglas, Oliver Platt, Famke Janssen, Brittany Murphy, u.v.a.
Dauer: 113 Minuten
Romanvorlage: „Sag‘ kein Wort“ von Andrew Klavan

Inhaltsangabe:

Nathan Conrad (Michael Douglas) ist ein renommierter Psychiater in der New Yorker City. Er hat eine hübsche Frau (Famke Janssen), die gerade mit einem Gipsbein ans Bett gefesselt ist. Seine entzückende kleine Tochter Jessie (8 Jahre) (Skye McCole Bartusiak) ist aufgeweckt und Nathan’s Augenstern.

Am Vorabend von Thanksgiving wird er dringend zu einem Freund und Kollegen in die Psychiatrie gerufen. Dr. Jerald Sachs (Oliver Platt) stellt ihm den Fall Elisabeth Burrows (Brittany Murphy) vor, die vor zehn Jahren unter tragischen Umständen ihren Vater verlor und seither mit jeweils einer anderen Diagnose laufend die psychiatrische Klinik gewechselt hatte. Schnell erkennt Nathan, das Elisabeth zum Teil simuliert, aber sie gibt ihm Rätsel auf: „Ich werde es nicht sagen!“ lautet ihre Aussage.

Am morgen danach muss Nathan feststellen, das seine Tochter entführt wurde. Die Entführer, geleitet von Patrick Koster (Sean Bean), wollen, das Nathan bis 17 Uhr aus Elisabeth Burrows einen Zahlencode entlockt. Diesen hatte sie bisher trotz aller widrigen Umstände niemanden gesagt. Dieser Code führt zu einem Diamanten, den Koster vor zehn Jahren bei einem Banküberfall gestohlen hatte und Elisabeth‘ Vater hatte ihn um diesen Stein betrogen.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und Nathan muss all sein berufliches Können aufbieten, um Elisabeth dazu zu bewegen, ihm zu helfen!

Mein Fazit:

Ein spannender Film, der dennoch unglaubwürdig wirkt!

Man nehme einen alternden Michael Douglas, eine begnadete Schauspielerin namens Brittany Murphy und ein kleines Mädchen mit großen Kulleraugen und schon denkt man, man hat den Stoff für einen Klasse Thriller. Leider trifft es in diesem Falle nicht ganz zu! Ohne Frage, die Story ist genial, obwohl es mich zeitweilig an den Film „Gegen die Zeit“ erinnerte. Aber nur gelegentlich!

Brittany Murphy hat alle an die Wand gespielt. Das muss man neidlos anerkennen. Solche Rollen wie die simulierende und dennoch traumatisierte Elisabeth Burrows fordern alles ab und Miss Murphy hat ihr Handwerk verstanden. Sie hat Michael Douglas und Sean Bean an die Wand gespielt. Michael Douglas paßte nicht ganz in die Rolle des Psychiaters, wenngleich er eine gute Leistung ablieferte.

Eine Nebengeschichte des Films ist ein Mordfall, den Detectiv Sandra Cassidy (Jennifer Esposito) bearbeitet. Wenngleich sie eine überaus attraktive Figur darstellt, so ist ihre Rolle nebensächlich und dient lediglich, um am Ende doch noch ein gutes Ende herbei zu führen. Aber das ist gerade das unglaubwürdige an der Geschichte. Sie ermittelt allein, ohne Partner und geht auch allein an die Entführer. Glaubwürdiger wäre es gewesen, wenn sie mindestens einen Partner gehabt hätte. Diese Tatsache allein bewirkt schon einen Abzug von mindestens 15 Prozent!

Alles in allem ein Film, den man sich mal ansehen sollte. Der Spannungsbogen ist da und die Geschichte ist in ihrem Kern toll. Aber die Umsetzung hapert an einigen Stellen und daher werde ich ihn mir wohl nicht noch mal ansehen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 30.03.2008.

Veröffentlicht am 19.07.17!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.