Der Kaufmann von Venedig

Lesezeit: 2 Minuten

Der Kaufmann von Venedig (2004)
Originaltitel: William Shakespeare’s The Merchant of Venice

Regie: Michael Radford
Drehbuch: Michael Radford
Produktion: Cary Brokaw, Barry Navidi, Jason Piette
Musik: Jocelyn Pook
Kamera: Benoît Delhomme
Darsteller: Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes, Lynn Collins, Zuleikha Robinson, Kris Marshall, u.v.a.
Dauer: 131 Minuten
Romanvorlage: „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare

Inhaltsangabe:

Es ist Venedig am Ende des 16. Jahrhunderts. Die Juden werden von den Christen geächtet und gedemütigt. Des Nachts werden sie sogar in den Ghettos eingesperrt.

Der Kaufmann Antonio (Jeremy Irons) möchte seinem jungen Freund Bassanio (Joseph Fiennes) einen großen Gefallen erweisen. Bassanio benötigt fürs Werben um die Hand der schönen und reichen Portia (Lynn Collins) 3000 Dukaten. Antonio hat das Geld selbst gerade nicht, da seine Handelsschiffe auf dem Weg nach Venedig sind. So bittet Antonio den Juden Shylock (Al Pacino) um den Kredit in Höhe von 3000 Dukaten.

Shylock ist verbittert. Seine Frau ist verstorben und seine Tochter Jessica (Zuleikha Robinson) wird auch flügge. Zudem wird er ständig gedemütigt von den Christen und fühlt sich von der Welt ungerecht behandelt. Er gibt Antonio das Geld. Im Gegenzug allerdings verpflichtet sich Antonio, wenn er das Geld nicht zurückzahlen kann, ein Pfund Fleisch aus seinem Körper als Pfand zu geben. Selbstgefällig unterschreibt er den Schuldbrief.

Bassanio kann um die Gunst der schönen Portia werben und erhält auch nach der Wahl der richtigen Truhe auch ihre Hand. Aber Antonios Schiffe kommen nicht nach Venedig. Sie versinken auf dem Meer. Somit ist klar, das er bei Shylock seine Schuld nicht einlösen kann. Es kommt zu einem dramatischen Auftritt bei Gericht, wo der Jude auf sein Recht besteht. Nebenbei werden jedoch noch andere Ränke geschmiedet und das Ende dieser zwei Geschichten ist völlig offen.

Mein Fazit:

Ich war unheimlich neugierig auf diesen Film. Shakepeare ist wohl der größte Dramatiker der Literatur-Geschichte und ihn zu spielen zeugt schon von höchster Schauspiel-Kunst. So sagt es die Zunft, allen Voran Al Pacino. Er hat als Shylock geglänzt, in jeder Sekunde. Zwar war es ungewohnt, ihn in einer solchen Rolle zu sehen, aber ich spürte mit jedem Moment des Films, das er mit Herzblut und Hingabe dabei war.

Die Ausstattung und die Qualität des Films sind auf höchstem Niveau. Alles paßt perfekt zusammen, sowohl die Wahl der Darsteller als auch die Kulisse und die Interpretation der Kamera. Ein Film, der zu Hollywoods Glanzleistungen zählt und ein Muß für jeden Shakespeare-Fan ist.

Die anderen Darsteller wie Jeremy Irons und Joseph Fiennes haben ebenfalls in ihren Rollen überzeugt, so das es ein perfektes Schauspiel wurde. Und das Thema Juden ist bis heute ja noch brisant – bedauerlicherweise. Ein sehenswerter Film, der zum Nachdenken anregt.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 01.07.2007.

Veröffentlicht am 01.08.17!

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