Iris

Lesezeit: 2 Minuten

Iris (2001)

 

Regie: Richard Eyre
Drehbuch: Richard Eyre, Charles Wood
Produktion: Michael Dreyer, Guy East, Robert Fox
Musik: James Horner
Kamera: Roger Pratt
Darsteller: Kate Winslet, Judi Dench, Jim Broadbent, Hugh Bonneville, Eleanor Bron, Angela Morant, u.v.a.
Dauer: 91 Minuten
Romanvorlage: „Elegie für Iris“ von John Bayley

Inhaltsangabe:

Iris Murdoch (Judi Dench) kann auf ein erfülltes Leben zurück blicken. Gerade hat sie ihren 26.ten Roman beendet, als sie sich offensichtlich verändert. Ihr Verstand, sonst so scharf und klar, taucht immer mehr und mehr in die Tiefen der Alzheimer-Krankheit und ihr Mann John Bayley (Jim Broadbent) versucht sie so lange wie möglich bei sich zu behalten.

Und während er sich liebevoll und zärtlichlich, aber auch verzweifelt, um sie kümmert, beginnert er sich daran zu erinnern, wie er sie als junge Frau kennen lernte, wie sie das sprühende Leben war und ihn immer wieder vor schockierende und auch peinliche Tatsachen stellte. Dennoch heiratet sie John Bailey später und gemeinsam widmen sie sich der Literatur.

Mein Fazit:

Der Film beschreibt das leben von Iris Murdoch, wie sie von einer strahlenden Persönlichkeit zu einem sozialen, menschlichen und körperlichen Wrack schrumpft. John Bayley, toll gespielt von Jim Broadbent, kann die Alzheimer-Krankheit nur schlecht akzeptieren und ist häufig mit den alltäglichen Dingen des Lebens überfordert. Das Haus, in dem das Paar lebte, wurde von Iris stets in Schuß gehalten und John kann die Notwendigkeit nicht erkennen, mal das Bad zu putzen oder Essensreste zu entfernen. Er versinkt ebenso im Sumpf wie Iris, nur ist es ein anderer.

Immer wieder springt die Handlung zwischen der Vergangenheit und Gegenwart hin und her. So glänzt Kate Winslet als junge Iris Murdoch und kann dem Zuschauer eine lebensbejahende, mutige und auch provozierende Iris presentieren. Sex ist für sie teilweise nur Mittel zum Zweck, dennoch schenkt sie ihr Herz John (der junge John wurde von Hugh Bonneville dargestellt), der anfänglich noch sehr verunsichert ist, stottert und sich kaum traut, ihr auch nur in die Augen zu schauen.

Leise plätschert die Geschichte vor sich hin, birgt keine besonderen Höhepunkte. Dennoch ist er eindringlich und unmißverständlich. Die Hilflosigkeit von John und die Iris‘ Verwirrtheit werden immer wieder gekonnt in Szene gesetzt, ohne das es dabei kitschig oder überladen erscheint. Da die Krankheit unheilbar ist, weiß man im Grunde schon ziemlich bald, wie der Film endet. So wird der Film von den tollen Darstellern getragen und von den teils skurilen Dialogen. Von mir erhält er als Geheimtipp 85%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 26.01.2010!

Veröffentlicht am 18.12.17!

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