Ferdinand – Geht stierisch ab!

Lesezeit: 3 Minuten

Ferdinand – Geht stierisch ab! (2017)
Originaltitel: The Story of Ferdinand

Regie: Carlos Saldanha
Drehbuch: Ron Burch, David Kidd, Don Rhymer, u.v.a.
Produktion: Lori Forte, Bruce Anderson
Musik: John Powell
Kamera: Renato Falcão
Darsteller: (deutsche Stimmen) Daniel Aminati, Bettina Zimmermann, Tim Sander, Max Giermann, Florian Danner, Steven Gätjen, u.v.a.
Dauer: 108 Minuten
Romanvorlage: „Ferdinand der Stier von Munro Leaf

Inhaltsangabe:

Ferdinand (Stimme: Daniel Aminati) liebt schon als Bullenkalb Blumen. Und er kann einfach nicht nachvollziehen, warum man ständig mit anderen Stieren kämpfen muss. Zu seinem Vater blickt er bewundernd auf, als er jedoch nach einem Kampf nicht zurückkehrt, flieht Ferdinand und findet eine Familie, die ihn so nimmt, wie er ist.

Mit der Zeit wird Ferdinand jedoch einfach zu groß. Aus dem Kalb ist ein stattlicher Stier geworden, der vor Kraft nur so strotzt. Als er ein Dorffest sprengt, weil er eigentlich etwas Gutes tun will und dabei das gesamte Dort in Schutt legt, kommt er zurück auf die Farm, wo er einst als Kalb lebte.

Die Beruhigungs-Ziege Elvira (Stimme: Bettina Zimmermann) weiht ihn in alles ein und auch alte Freunde sind noch immer auf dem Hof. Ferdinand wird um seine stattliche Figur beneidet und niemand versteht, warum er nicht kämpfen will. Nein, Ferdinand ist friedlich und braucht nur seine Blumen, um glücklich zu sein.

Eines Tages kommt ein berühmter Matador, der seinen letzten Kampf in der Arena austragen möchte und dabei den besten Stier benötigt. Schon bald ist Ferdinand die Wahl der Stunde. Für Ferdinand gibt es nur eine Möglichkeit: Flucht. Und diese wird überaus abenteuerlich …

Mein Fazit:

Der kleine Prinz wollte sich diesen Film unbedingt ansehen und ich hatte es ihm versprochen, noch vor Weihnachten mit ihm ins Kino zu gehen. Nun muss man verstehen, dass der kleine Prinz erst vier Jahre alt ist und der Film gute 108 Minuten läuft! Ich hatte von Anfang an Bedenken, ob er es schafft. Kurz vor dem Ende verließen wir auch die Vorstellung. Da es jedoch kurz vor dem Ende und ich noch gesehen habe, wie es sich entwickelte, war ich nicht ganz so böse drum. Ich bin sicher, wir werden den Film bestimmt in ein paar Jahren im TV sehen.

Wir wollen nicht um den heißen Brei herumreden: Eigentlich ist die Geschichte tragisch. Denn man weiß ja, dass die Stierkämpfe in Spanien wirklich nur eine Tier-Quälerei sind. Und wenn die Kinder es bis dahin nicht wussten, wissen sie es durch den Film jetzt. Denn Ferdinand erfährt irgendwann, dass kein Stier bislang siegreich aus dem Kampf hervor gegangen ist. Diese Tatsache und auch, weil ihm Kämpfen von Grund auf einfach zuwider ist, flieht er, als der Matador ihn als Gegner auserkoren hat.

Es gibt sehr viele lustige Szenen, aber auch einige, die durchaus Angst machen können. Denn die Stiere untereinander sind einem ständigen Konkurrenzkampf unterworfen und machen auch vor unlauteren Mitteln nicht halt. Das bringt Ferdinand oft in Bedrängnis und führt zu unfreiwilliger Komik. Ob die Kinder das so klein schon verstehen, wage ich zu bezweifeln. Ich habe dem kleinen Prinz erklärt, was es mit den Stierkämpfen auf sich hat. So wirklich begreifen kann er es noch nicht.

Unbestreitbar ist es ein unterhaltsamer Film, der auch zum Nachdenken anregt. Liebevoll gezeichnete Figuren peppen das Ganze auf und die Abenteuer sind schon wirklich erheiternd. Aber eine FSK-0-Beurteilung empfinde ich persönlich schon als sehr gewagt! Insgesamt bekommt der Film 80% von mir mit einer Empfehlung für einen verregneten Nachmittag.

Veröffentlicht am 05.01.18!

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