Aus der Mitte entspringt ein Fluss

Aus der Mitte entspringt ein Fluss (1992)
Originaltitel: A River Runs Through It

Regie: Robert Redford
Drehbuch: Richard Friedenberg
Produktion: Jake Eberts
Musik: Mark Isham
Kamera: Philippe Rousselot
Darsteller: Brad Pitt, Craig Sheffer, Tom Skerritt, Brenda Blethyn, Emily Lloyd, Edie McClurg, u.v.a.
Dauer: 123 Minuten
Romanvorlage: „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ von Norman Maclean

Inhaltsangabe:

Montana: Anfang des 20. Jahrhunderts: Unter der strengen Erziehung werden Paul (Brad Pitt) und Norman (Craig Sheffer) vom Vater, den Reverend Maclean (Tom Skerritt) erzogen. Einzig das Fliegenfischen verbindet die drei männlichen Familienmitglieder und erfüllt sie zuweilen mit einer großen inneren Zufriedenheit und Abstand zur sich stets wandelnden Welt.

Als die Söhne erwachsen werden, driften sie jedoch in unterschiedliche Richtungen. Aus Norman wird ein Literaturprofessor und findet in Jessie Burns (Emily Ann Lloyd) seine große Liebe. Paul wird Zeitungsreporter und kann ansonsten vom Alkohol und dem Glücksspiel die Finger nicht lassen.

Mein Fazit:

Mit sehr viel Sensibilität und Sinn für Tiefgründigkeit hat Robert Redford einen fast insich ruhenden Film gedreht. Er regt zum Nachdenken an und hinterlässt eine gewisse Hilflosigkeit, die Norman in der Tat empfunden haben musste.

Er wußte als einziger, in welchem Schlamassel sein Bruder steckte. Er hat seinem Bruder Paul, toll gespielt von Brad Pitt, stets Hilfe angeboten, aber dieser wollte sie nicht. Auch der Vater, zwar streng, aber sehr gerecht und liebevoll, hätte sicher geholfen. Er hat Norman auch ein teures Studium an der Ostküste ermöglicht, obwohl er wenig Geld als Geistlicher verdiente. Sicher hätte er auch Paul geholfen, aber er war ein Sonnenschein, immer auf dem Sprung und zu Späßen aufgelegt. Gelegentlich suchte er die Konfrontation und nahm das alles nicht so genau. Nur beim Fliegenfischen war Paul eins mit sich und der Welt.

Dieser Film birgt so viel Ruhe, das es schon fast zuviel ist. Eine zeitlang weiß man nicht, worauf der Film zusteuert und so mancher mag bei der Hälfte schon abschalten. Aber die grandiosen Bilder vom Fliegenfischen, von der rauhen Gegend Montana und dem einfachen (aber auch schönen) Leben der Menschen sind es wert, den Film zu Ende zu sehen und dann erfährt man auch den Kern der Geschichte. Die Darsteller haben eine tolle Leistung abgeliefert und mit der Musik von Mark Isham wird es schönes Film-Erlebnis.

Für Cinneasten eine echte Empfehlung, wer auf Action und Tempo steht, wird hier sicher nicht glücklich. Von mir bekommt er 85%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 08.07.2010!

Veröffentlicht am 11.04.18!

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