Die Unglaublichen

Lesezeit: 3 Minuten

Die Unglaublichen (2004)
Originaltitel: The Incredibles

Regie: Brad Bird
Drehbuch: Brad Bird
Produktion: Kori Rae, John Lasseter, John Walker
Musik: Michael Giacchino, Tim Simonec
Kamera: Andrew Jimenez, Patrick Lin, Janet Lucroy
Darsteller (deutsche Stimmen): Markus Maria Profitlich, Katrin Fröhlich, Felicitas Woll, Kai Pflaume, Manuel Straube, Barbara Schöneberger, u.v.a.
Dauer: 115 Minuten
Dies ist der 1. Teil der Die Unglaublichen-Reihe.

Inhaltsangabe:

Bob Parr (dt. Stimme: Markus Maria Profitlich) ist ein Superheld wie einige andere auch. Auf dem Weg zu seiner Hochzeit mit Helen (dt. Stimme: Katrin Fröhlich) rettet er ein Kätzchen vom Baum, verhindert einen Bombenanschlag und noch so vieles mehr. Doch nicht alle Geretteten wollten auch wirklich gerettet werden und reichen Klage ein.

15 Jahre später: Die Regierung gewährt den Superhelden im Rahmen des Superheldenschutzprogramms eine neue Identität unter der Voraussetzung, dass sie sich wie normale Menschen verhalten. Bob fällt diese Regelung ziemlich schwer und manchmal streift er mit seinem Freund Lucius Best (dt. Stimme: Kai Pflaume) nachts umher, um inkognito Verbrechen zu verhindern. Auch kann sein Gerechtigkeitssinn nicht verhindern, dass er seinen Kunden im Schadensfall Tipps zum Erhalt ihres Geldes gibt. Leider verliert er dadurch seinen Job. Wie er seine fünfköpfige Familie durchbringen soll, weiß er noch nicht so genau.

Da bekommt er plötzlich eine geheimnisvolle Nachricht: Eine Dame namens Violetta (dt. Stimme: Felicitas Woll) bietet ihm eine Geheimmission als Superheld an, wo er auch noch sehr viel Geld verdienen kann. Bob schlägt begeistert zu und meistert seine Aufgabe mit Bravour. Was er jedoch nicht weiß: Ein Superschurke namens Syndrome (dt. Stimme: Manuel Straube) will alle Superhelden aus dem Weg räumen, um dann selbst als Held glänzen zu können – mit ziemlich perfiden Mitteln.

Die gesamte Familie Parr ist in Gefahr und auch gefragt!

Mein Fazit:

Brad Bird hat einen actiongeladenen Film voller Ironie und Witz geschaffen. „Die Unglaublichen“ vereint alle Superhelden in einer Stadt, sie überschlagen sich nahezu bei der Rettung der Menschen und Verhinderung der Verbrechen. Doch durch die Schadenersatzklagen sieht sich die Regierung gezwungen, die Superhelden zu schützen und sie zur Aufgabe zu zwingen. Den meisten gefällt es nicht, so auch Bob Parr.

Bob ist zutiefst unglücklich als normaler Mensch. Er arbeitet bei einer Versicherung und kann nicht aus seiner Haut: Er verhilft den Kunden zu ihrem Recht, was sein Chef (toll dargestellt als Herbert Feuerstein, auch von ihm gesprochen) überhaupt nicht gern sieht. Nachdem Bob die Kontrolle verlor, verlor er auch seinen Job. Da kommt ihm die geheimnisvolle Violetta gerade Recht. Aber er begeht den Fehler, seiner Frau nichts davon zu sagen. Er erzählt ihr was von einer Geschäftsreise und unterschätzt dabei das ganze Unternehmen.

Es gibt so viele Anspielungen auf Hollywood. Edna (stellt Helen Hunt dar) als exzentrische Modedesignerin, das Setting erinnert an die früheren James Bond-Filme und teilweise kommt auch so ein Hauch von Indiana Jones auf. Es gibt sicherlich noch mehr Verbindungen. Und mit sehr viel Witz und Charme wird dem Zuschauer, egal ob groß oder klein, die Sorgen und Nöte von Superhelden erzählt, die gezwungen werden, normale Menschen zu sein. Als würde man einem Vogel verbieten zu fliegen!

Mich hat die Geschichte mitgenommen, nur unser kleiner Prinz hat mit seinen knapp fünf Jahren noch nicht alles verstanden. Es ging teilweise auch ziemlich rasant durch die Geschichte und der eine oder andere Dialog war für ihn bestimmt nicht einfach nachzuvollziehen. In ein paar Jahren wird es sicher anders sein, dann wird auch er seinen Spaß haben. Ich kann den Film uneingeschränkt als abendfüllendes Programm empfehlen und vergebe gerne 90%.

Veröffentlicht am 30.04.18!

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