Das Geisterhaus

Das Geisterhaus (1993)
Originaltitel: The House Of The Spirits

Regie: Bille August
Drehbuch: Bille August
Produktion: Paula Weinstein, Martin Moszkowicz, Bernd Eichinger
Musik: Hans Zimmer
Kamera: Jörgen Persson
Darsteller: Jeremy Irons, Vanessa Redgrave, Glenn Close, Winona Ryder, Antonio Banderas, Meryl Streep, u.v.a.
Dauer: 141 Minuten
Romanvorlage: „Das Geisterhaus“ von Isabelle Allende

Inhaltsangabe:

Chile in den 70er Jahren: Esteban Trueba (Jeremy Irons) ist ein verbitterter alter Mann. Mit seiner Tochter Blanca (Winona Ryder) und seiner Enkeltochter kehrt er zu seiner Farm zurück, um in Ruhe zu sterben.

50 Jahre zuvor: Esteban hat sich das Geld für seine Farm schwer in einer Goldmine verdient. Eigentlich wollte er eine junge Frau heiraten, aber sie verstarb durch ein Unglück. Schließlich macht er sich verbittert auf den Weg, um seine Farm zu bestellen. Nur mit Hilfe der Bauern schafft er es innerhalb der nächsten 20 Jahre zu ansehnlichem Ruhm und Geld. Doch was ist schon Geld und Macht, wenn das Herz einsam und schwer ist?

Schließlich nimmt sich Esteban die kleine Schwester seiner verstorbenen Braut als Frau, Clara (Meryl Streep) und holt seine Schwester Ferula ebenso (Glenn Close) dazu. Doch auch im Schoß seiner geliebten Frau findet er keinen Frieden; er fühlt sich von seiner eigenen Schwester gestört. Jahrelang erträgt er eifersüchtig ihre Anwesenheit.

Es wird die kleine Blanca geboren und Esteban glaubt alle seine Träume seien erfüllt. Doch schon bald regt sich Widerstand bei seinen Bauern. Es erfolgt über die Jahre ein politischer Umbruch, den Esteban jedoch nicht akzeptieren kann. Wie gewohnt mit despotischer Manier herrscht er über das Volk und nährt somit jede Revolution und Widerstand, allen voran von Pedro (Antonio Banderas). Was Estaban jedoch noch mehr aufregt: Seine Tochter ist unsterblich in Pedro verliebt und sie treffen sich heimlich am See. Als Esteban das erfährt, beschwört er eine Katastrophe herauf, die für die ganze Familie folgenreich ist. Wird er noch aus seinen Fehlern lernen?

Mein Fazit:

Dieser Film ist eine hochwertige Kino-Produktion. Die Kulisse, das Land, die Menschen und die Geschichte selbst, die schon einen echten Hintergrund hat.

Dieser Film ist schwer einzuordnen, ist es ein Drama, Familiensaga oder eine Liebesgeschichte? Ich habe mich für Drama entschieden, denn trotz der vielen Frauen ist Esteban Trueba der Mittelpunkt dieser Geschichte. Jeremy Irons hat diese tragische Figur, eigentlich ein sehr liebevoller Mann, dennoch verbittert und eiskalt, glänzend gespielt! Eine sehr beeindruckende Leistung, wie er sich vom Despoten in einen fürsorglichen und einfühlsamen Vater und Großvater verwandelte. Natürlich müssen auch die Frauen des Films ihre Erwähnung finden. So ist Glenn Close zweifellos die stärkste Schauspielerin. Sie sticht mit ihrer klaren und unerschrockenen Haltung Maryl Streep aus. Wobei die Rolle der Clara ja sowieso eine sehr weiche Rolle ist, und die von Ferula eine unnahbare! Beide sind stark in ihren Rollen und ergänzen sich optimal, was wohl auch von ihnen erwartet wurde.

Die Musik von Hans Zimmer hat mich wieder mal beeindruckt. Ein eindeutiger Beweis für Gespür. Die Untermalung der Szenen mit der Musik hat schon die eine oder andere Gänsehaut hervorgerufen.

Leider ist für mich die Geschichte zwischendurch zu langatmig gewesen, es ging für mich einfach nicht schnell genug voran. Letztendlich war ich froh, das der Film zu Ende war. Größtenteils habe ich die Geschichte aber mit Interesse und Neugier verfolgt und mich gefragt, wie es weitergeht.

Alles in allem ein Film-Genuß, vor allen Dingen für Leute, die sich für die südamerikanische Geschichte interessieren.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.11.2009.

Veröffentlicht am 06.06.18!

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