Krieg und Frieden (2007)

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Krieg und Frieden (2007)
Originaltitel: War and Peace

Regie: Robert Dornhelm, Brendan Donnison
Drehbuch: Lorenzo Favella, Enrico Medioli
Produktion: Andrew Colton, Ferdinand Dohna, Sergei Shumakov
Musik: Jan A.P. Kaczmarek
Kamera: Fabrizio Lucci
Darsteller: Clémence Poésy, Alexander Beyer, Alessio Boni, Hannelore Elsner, Andrea Giordana, Malcolm McDowell, u.v.a.
Dauer: 394 Minuten
Romanvorlage: „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi

Inhaltsangabe:

In dem Vier-Teiler vom ZDF handelt es sich eine europäische Großproduktion von Leo Tolstoys „Krieg und Frieden“. Es dreht sich um die tragische Liebesgeschichte von Natascha Rostova (Clémence Poésy) und Prinz Andrej Bolkonsky (Alessio Boni). Gleichzeitig steht Napoleon (Scali Depleyrat) vor Rußland, um dieses Land „zu zivilisieren“.

Natascha Rostova lebt mit ihrer Familie in einem herrschaftlichen Haus in Moskau. Sie gehören zwar zum Adel, aber Graf Rostov (Andrea Geordana) kann schlecht mit Geld umgehen und verschuldet sich immer mehr. Nataschas einzigster wahrer Freund ist der uneheliche Sohn ihrer Tante, Pierre (Alexander Beyer), der jedoch nachträglich vom Vater legitimiert wird und somit nach seinem Tod ein reiches Erbe erhält.

Prinz Andrej Bokonsky hat zeitlebens unter dem despotischen Vater (Malcom McDowell) sehr gelitten. Dennoch ging er zur Armee und heiratet eine nicht standesgemäße Frau. Er ist vom Beruf Soldat und selten zu Hause. Prinz Andrej’s bester Freund ist Pierre und er ist es auch, der ihn mit Natascha das erste Mal vorstellt.

Um Natascha ist es sofort geschehen. Aber da er verheiratet ist, pflegt sie ihre Liebe heimlich. Pierre indes tappt in die Falle der raffgierigen und eiskalten Helene Kuragin (Violante Placido) und wird zu einer Heirat mit ihr gedrängt. Sehr schnell bemerkt Pierre seinen Fehler, doch er ist zu anständig, um etwas dagegen zu unternehmen.

Andrej’s Frau stirbt bei der Geburt des Kindes. Nach einer angemessenen Trauerzeit jedoch ist er Natascha zugetan und bittet um ihre Hand. Da sein Vater sie auch nicht für standesgemäß hält, erwartet er, das das Paar ein Jahr bis zur Trauung wartet. In diesem Jahr wird Napoleon zur ernsten Bedrohung Rußlands. Aber das ist nicht Andrej’s einzigste Sorge. Während er an der Front die Armee bereit macht, gerät Natascha immer mehr in den Strudel aus Intrige und Rache. Sie wird zum Spielball Andrej’s Feinde, bis er sich schließlich gezwungen sieht, die Verlobung zu lösen. Selbst Pierres Fürsprache kann Andrej nicht umstimmen. Und schließlich fällt Napoleon über Rußland ein und dringt bis nach Moskau vor.

Wird Natascha Andrej doch noch wiedersehen? Kann Pierre in den Kriegswirren überleben? Und was geschieht mit Moskau und den Menschen?

Mein Fazit:

Ein solches Monumentalwerk in kurzen Worten zu fassen, ist schon äußerst schwierig. Viele Details, die vorher unwichtig erschienen, werden zum Schluß wichtig, aber ich kann das Ende nicht erzählen. Wer die Serie oder das Buch nicht gelesen hat, kennt das Ende auch nicht. Es ist anders, als man vermuten würde.

Mich beeindruckte die Ausstattung, Kulisse. Es wurde sehr viel Aufwand betrieben, um eine hohe Qualität des Films zu gewährleisten. Die Darsteller wurden mit Bedacht gewählt und passen harmonisch ins Bild. Einzig Clémence Poésy war -meiner Meinung- nach schlecht gewählt. Aber vielleicht mag ich sie auch einfach nicht so sehr. Sie hat ihre Rolle gut ausgefüllt, aber ich konnte mein Herz für sie einfach nicht erwärmen!

Wir haben bei jedem Teil mitgefiebert und uns immer auf die Fortsetzung gefreut. Man sollte es sich nicht entgehen lassen, immerhin wird dort auch ein Stück Europa-Geschichte erzählt. Die historischen wahren Hintergründe machen das Ganze zu einem glaubwürdigen Film.

Toll gemacht, sehens- und empfehlenswert!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 20.01.2008.

Veröffentlicht am 16.08.18!

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