Zeit der Unschuld

Lesezeit: 2 Minuten

Zeit der Unschuld (1993)
Originaltitel: The Age of Innocence

Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Jay Cocks, Martin Scorsese
Produktion: Barbara De Fina, Bruce S. Pustin, Joseph P. Reidy
Musik: Elmer Bernstein
Kamera: Michael Ballhaus
Darsteller: Geraldine Chaplin, Daniel Day-Lewis, Mary Beth Hurt, Michelle Pfeiffer, Jonathan Pryce, Winona Ryder, u.v.a.
Dauer: 139 Minuten
Romanvorlage: „Zeit der Unschuld“ von Edith Wharton

Inhaltsangabe:

New York 1870: Newland Archer (Daniel Day-Lewis) stammt aus einer der besten
Familien New Yorks und arbeitet als Jurist in einer Anwaltskanzlei. Sein
größtes Glück ist jedoch, als er sich mit der jungen und zauberhaften May
Welland (Winona Ryder) verlobt. Gerade verlobt, wird Newland mit Mays Cousine
Grafin Ellen Olenska (Michelle Pfeiffer) bekannt gemacht.

Gräfin Olenska ist aus Europa vor ihrem Mann geflohen. Sie strebt eigentlich
die Scheidung an und wird somit zum gesellschaftlichen Skandal in New York.
Newland Archer soll für sie die Scheidung regeln und so kommen sie sich
gezwungenermaßen etwas näher. Newland hat stets liberale und weltoffene
Ansichten über Frauen gehabt. Ihm gingen die Konventionen gehörig auf den Keks,
aber um gesellschaftlich seine Stellung nicht zu verlieren, muß er sich wohl
oder übel unterordnen.

In Gräfin Olenska verliebt er sich jedoch heftig und das erste Mal in seinem
Leben ist es ihm egal, was mit den Konventionen ist. Doch Ellen schwankt noch.
Auch sie fühlt sich zu Newland hingezogen. Werden die zwei durchbrennen? Werden
sie gemeinsam ein neues Leben beginnen?

Mein Fazit:

Martin Scorsese mal feinfühlig! Wer hätte gedacht, dass Martin
Scorsese diesen Film gedreht hat, wo er doch eher im Bereich der Mafia und
Gangsterwelt glücklich ist? Aber auch dieser Film zeigt ein gewisses Millieu.
Das Millieu der unausgesprochenen Mißbilligung, der stummen Ignoranz und dem
krampfhaften Festhalten an alten Traditionen und moralischen Werten.

Mir haben Daniel Day-Lewis und Michelle Pfeiffer unheimlich gut gefallen.
Michelle Pfeiffer glänzte regelrecht, die Rolle war ihr wie auf den Leib
geschrieben. Wynona Ryder wirkte oftmals irgendwie fehl am Platz im ganzen Pomp
und Glamour. Der Film ist – wie immer bei Martin Scorsese – von hoher Qualität.
Die Kostüme, Kulisse und die darauf abgestimmte Musik bieten mit der
schauspielerischen Kunst ein insgesamt glaubwürdiges Bild von New York und der
hiesigen feinen Gesellschaft.

Ein Film, der still wirkt und Anstöße zum Nachdenken gibt. Daher 90%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 01.06.2008!

Veröffentlicht am 04.10.18!

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