Zeit der Unschuld

Zeit der Unschuld Book Cover Zeit der Unschuld
1993
Drama
The Age of Innocence
139 Minuten
USA
Martin Scorsese
Jay Cocks
Daniel Day-Lewis, Michelle Pfeiffer, Winona Ryder, u.v.a.
„Zeit der Unschuld“ von Edith Wharton

Inhaltsangabe:

New York 1870: Newland Archer (Daniel Day-Lewis) stammt aus einer der besten Familien New Yorks und arbeitet als Jurist in einer Anwaltskanzlei. Sein größtes Glück ist jedoch, als er sich mit der jungen und zauberhaften May Welland (Winona Ryder) verlobt. Gerade verlobt, wird Newland mit Mays Cousine Grafin Ellen Olenska (Michelle Pfeiffer) bekannt gemacht.

Gräfin Olenska ist aus Europa vor ihrem Mann geflohen. Sie strebt eigentlich die Scheidung an und wird somit zum gesellschaftlichen Skandal in New York. Newland Archer soll für sie die Scheidung regeln und so kommen sie sich gezwungenermaßen etwas näher. Newland hat stets liberale und weltoffene Ansichten über Frauen gehabt. Ihm gingen die Konventionen gehörig auf den Keks, aber um gesellschaftlich seine Stellung nicht zu verlieren, muß er sich wohl oder übel unterordnen.

In Gräfin Olenska verliebt er sich jedoch heftig und das erste Mal in seinem Leben ist es ihm egal, was mit den Konventionen ist. Doch Ellen schwankt noch. Auch sie fühlt sich zu Newland hingezogen. Werden die zwei durchbrennen? Werden sie gemeinsam ein neues Leben beginnen?

Mein Fazit:

Martin Scorsese mal feinfühlig! Wer hätte gedacht, dass Martin Scorsese diesen Film gedreht hat, wo er doch eher im Bereich der Mafia und Gangsterwelt glücklich ist? Aber auch dieser Film zeigt ein gewisses Millieu. Das Millieu der unausgesprochenen Mißbilligung, der stummen Ignoranz und dem krampfhaften Festhalten an alten Traditionen und moralischen Werten.

Mir haben Daniel Day-Lewis und Michelle Pfeiffer unheimlich gut gefallen. Michelle Pfeiffer glänzte regelrecht, die Rolle war ihr wie auf den Leib geschrieben. Wynona Ryder wirkte oftmals irgendwie fehl am Platz im ganzen Pomp und Glamour. Der Film ist – wie immer bei Martin Scorsese – von hoher Qualität. Die Kostüme, Kulisse und die darauf abgestimmte Musik bieten mit der schauspielerischen Kunst ein insgesamt glaubwürdiges Bild von New York und der hiesigen feinen Gesellschaft.

Ein Film, der still wirkt und Anstöße zum Nachdenken gibt. Daher 90%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 01.06.2008!

Veröffentlicht am 04.10.18!

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