München

Lesezeit: 2 Minuten

München (2005)
Originaltitel: Munich

Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Eric Roth, Tony Kushner
Produktion: Kathleen Kennedy, Barry Mendel, Steven Spielberg
Musik: John Williams
Kamera: Janusz Kaminski
Darsteller: Hanns Zischler, Eric Bana, Ciarán Hinds, Daniel Craig, Geoffrey Rush, Mathieu Kassovitz, u.v.a.
Dauer: 164 Minuten

Inhaltsangabe:

Olympischen Spiele in München 1972: Mehrere palästinensische Terroristen entführen Israelis. Sie fordern die Freilassung von mehreren palästinensischen Gefangenen in Israel. Die Münchener Polizei ist völlig übefordert mit der Situation und die Geiselname endet in einem blutigen Desaster am Münchener Flughafen mit dem Tod von allen Geiseln und mehreren Terroristen.

Die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir (Lynn Cohen) bittet den jungen Mossad-Agenten Avner (Eric Bana) zu sich. Er soll im Geheimauftrag der Regierung die Terroristen als Vergeltung töten! Die Entscheidung, den Auftrag zu übernehmen, ist ihm nicht leicht gefallen, da seine Frau Sylvie (Valeria Bruni Tedeschi) gerade ihr erstes gemeinsames Kind bekommt. Avner bekommt vom Mittelsmann Ephraim (Geoffrey Rush) weitere Informationen und die nötigen finanziellen Mittel, um diesen Auftrag mit einem Team aus vier weiteren Agenten durchführen zu können.

Er nimmt Kontakt zu einem gewissen Louis (Mathieu Amalric) auf, der ihm gegen viel Geld die Namen der Terroristen und Drahtzieher und deren Aufenthaltsort nennt. Einer nach dem anderen kann Avner mit seinem Team töten, doch sehr schnell kommt auch das KGB und das CIA auf den Plan und beginnen nicht nur die Attentate zu vereiteln, sondern töten seine Team-Mitglieder.

Avner wird immer weiter in den Sumpf und Konflikt aus Gewalt, politischer Überzeugung und persönlicher Abneigung gezogen und er weiß selbst nicht mehr, wie er da heraus kommt.

Mein Fazit:

Beklemmend authentisch.

Ich hatte erst gar nicht so sehr die Ambitionen, den Film zu sehen. Als ich es jedoch dennoch tat, war ich lange etwas zwiegespalten. Der Film selbst ist unglaublich authentisch! Stephen Spielberg hat wirklich alles an Kulisse, Kostüme und ähnliches aufgeboten, um die Geschichte so glaubwürdig wie möglich zu gestalten. Die alten Autos, die Frisuren und diese komischen Brillen. Es war einfach so, als wäre der Film tatsächlich 1972 gedreht worden!

Der Film lebt von den Dialogen. Bedauerlicherweise kommt dennoch nicht immer alles verständlich rüber. Ich habe einiges nur dadurch verstehen können, weil mein Mann es mir erklärt hat (er hat es ja als junger Mann mitgekriegt). Woher dieser Louis z. B. diese Informationen über die Terroristen hatte, ist mir nicht schlüssig geworden. Auch ist der Titel meiner Meinung nach etwas irreführend, weil die Geiselnahme in München während der olympischen Spiele wird verhältnismäßig kurz abgehandelt. Es dreht sich eigentlich eher um die israelische Vergeltungsaktion! Die Ausführung dieser Vergeltungs-Aktionen kam mir teilweise -für Mossad-Verhältnisse- etwas dilentatisch vor, aber vielleicht war es damals ja wirklich so.

Ein weiteres Minus-Pünktchen bekommt dieser Film von mir wegen der unglaublichen Länge. Ich bin der Meinung, einiges hätten sie weglassen können. Dennoch ist es ein Werk, das zum Nachdenken anregt und der teilweise unter die Haut geht. 90% für dieses Werk, wo Steven Spielberg sicher auch wieder persönliche Motive für die Arbeit hatte.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 19.08.2008!

Veröffentlicht am 18.01.19!

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