Am goldenen See

Lesezeit: 2 Minuten

Am goldenen See (1981)
Originaltitel: On Golden Pond

Regie: Mark Rydell
Drehbuch: Ernest Thompson
Produktion: Bruce Gilbert
Musik: Dave Grusin
Kamera: Billy Williams
Darsteller: Katharine Hepburn, Henry Fonda, Jane Fonda, Doug McKeon, Dabney Coleman, William Lanteau, u.v.a.
Dauer: 109 Minuten

Inhaltsangabe:

Norman Thayer Jr. (Henry Fonda) und seine Frau Ethel (Katharine Hepburn) verbringen ihre Sommer immer am Pondsee. Dort haben sie ein kleines Haus, welches die beschauliche Ruhe und die Freiheit des Lebens symbolisiert.

Norman, mit seinen fast 80 Jahren auch nicht mehr so ganz auf der Höhe, ist ein alter Kauz, der manchmal ziemlich schroff und ungehobelt das sagt, was er denkt. Das hat auch die Beziehung zur einzigen Tochter Chelsea (Jane Fonda) immer belastet, weshalb sie die Eltern kaum noch besucht hat.

Doch zum 80.ten Geburtstags taucht sie auf, mit einem neuen Mann und einem weiteren neuen Familienmitglied: Billy (Doug McKeon). Chelsea will mit ihrem Verlobten (Dabney Coleman) für ein paar Wochen nach Europa reisen und Billy soll solange bei Norman und Ethel bleiben.

Das alte Paar nimmt die Herausforderung an und es ist ein Sommer, der alle nachhaltig verändert.

Mein Fazit:

Puh, der Film ist fast 40 Jahre alt. Und doch hat der Film sehr viel Charme, leiser Humor und sehr bewegende Momente – mit den Größen Hollywoods, die damals noch lebten.

Das bemerkenswerteste an diesem Film ist die Zusammenarbeit von Henry Fonda und seiner Tochter Jane. Vater und Tochter stehen das erste (und letzte) Mal gemeinsam vor der Kamera und das Drehbuch hätte passender nicht sein können. Es ist ja bekannt, dass ihr privates Verhältnis ebenfalls nicht so gut war. Henry Fonda, bekannt aus vielen Filmen wie z. B. „Spiel mir das Lied vom Tod“ ist in zwischen in sich zusammen gesunken, alt und klapprig. Auch wenn der alte Zausel Norman Thayer einem glauben machen will, dass er geistig nicht mehr auf der Höhe ist. Seine Klappe ist dafür noch genauso schneidend und brutal ehrlich wie früher. Jane Fonda als seine liebreizende Tochter ist das krasse Gegenteil. Neben den tollen Haaren (wow) und den bestechend blauen Augen (was für ein Blick) hat sie ihre Rolle authentisch ausgefüllt. Quirlig, aber auch innerlich zerrissen und mit einer großen Sehnsucht nach einer guten Beziehung zum Vater, der sie immer wieder gedemütigt hat, kämpft sie um Anerkennung und Liebe.

Dann ist da noch Katharine Hepburn, die den ausgleichenden Puffer zwischen Vater und Tochter darstellte. Mit Gelassenheit und Ruhe hat sie agiert und ausgeglichen, wo es sein musste. Eine wunderbare Vorstellung von einer großen Dame, die ich auch schon in verschiedenen Filmen gesehen habe.

Der Film besticht durch seine Ruhe und den grandiosen Panoramabildern des Sees. Der leise Humor begleitet die Dialoge stets durch den ganzen Film und ich musste oft schmunzeln. Aber auch Dramatik durfte nicht fehlen. Die Geschichte insgesamt ist sehr seicht, wird aber erheblich aufgewertet durch die großartige Leistung der Schauspieler und ihrer ganz eigenen Lebensgeschichte.

Von mir bekommt er 90% mit einer unbedingten Empfehlung.

Veröffentlicht am 10.02.19!

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