Isabel Morland: Der Herzschlag der Steine

Isabel Morland: Der Herzschlag der Steine

erschienen 2019
Verlag: Knaur TB
Seitenanzahl: 464 Seiten
ISBN-10: 342652354X
ISBN-13: 978-3426523544

Inhaltsangabe:

Vor 18 Jahren waren sie Jugendliche mit übersprießenden Hormonen und hitzköpfigem Gemüt. Ailsa, jung und verliebt in Grayson St. John, versuchte mit Blair diesen eifersüchtig zu machen. Doch sie ahnte nicht, dass auch Blair sie gern sofort als Seine angesehen hätte. Während der Mondwende fielen die Würfel und das Schicksal nahm seinen Lauf. Grayson kehrte von der Insel nach London zurück und Ailsa ging nach Toronto, um sich dort ein neues Leben aufzubauen.

Knapp 18 Jahre später kehrt Ailsa auf die Äußeren Hebriden zurück. Ihre Mutter ist verstorben und sie möchte eigentlich nur das Haus verkaufen. Blair ist der Erste, dem sie begegnet. Obwohl er schon längst verheiratet und Vater zweier Söhne ist, scheint er eine dunkle Seite an sich zu haben. Grayson St. John ist ebenfalls wieder auf der Insel und führt ein Hotel. Blair ist das nach wie vor ein Dorn im Auge und er macht aus dieser Abneigung kein Hehl.

Doch Ailsa hat eigentlich ganz andere Sorgen. Ihr Mann Paul hat sie betrogen und die Scheidung steht an. Für sie gibt es keinen Grund mehr, eilig nach Toronto zurück zu fliegen. Sie beginnt ein Leben auf der Insel zu planen und genießt das Gefühl, zu ihren Wurzeln zurückgekehrt zu sein.

Aber noch sind viele Hürden zu überwinden und die Sache mit Blair und Grayson ist mysteriöser denn je. Welche Geheimnisse verbergen sich noch hinter den beiden Männern?

Mein Fazit:

Ich hatte mich sehr auf diesen Roman gefreut und er war früher erhältlich als angekündigt. So kam ich nicht umhin, ihn auch relativ schnell zu lesen.

Allerdings wurden meine Erwartungen etwas gedämpft. Die Geschichte beginnt etwas schwerfällig. Ich kam nicht so gut hinein und manches kam mir an einigen Stellen etwas langatmig vor. Es konnte mich nicht so sehr fesseln wie der Debütroman der Autorin, den ich innerhalb von 24 Stunden gelesen hatte.

Die Kulisse ist atemberaubend – wild und rau. Das Wetter wechselt oft sehr schnell und man muss schon daran gewöhnt sein, um es auszuhalten. Auch die Gesellschaft der Inseln wird eindringlich geschildert. Die Menschen leben von der kargen Landwirtschaft, die Crofts (Farmen) geben wirtschaftlich nicht viel her. Einzig der Tourismus belebt die Insel und das wird auch mit Argus-Augen gesehen. Die Beschreibungen der Kulissen sind sehr bildhaft und ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen.

Ailsa (den Namen finde ich ungewöhnlich, ich habe immer Alisa gelesen) kehrt zu ihren Wurzeln zurück und sofort stellt sich eine gewisse Vertrautheit ein. Ihre Liebe zu Grayson flammt wieder auf und Blair lässt es nicht wirklich kalt, obwohl er das personifizierte Raubein ist und sich sehr zugeknöpft gibt. Ohne Zweifel, die Figuren haben Ecken und Kanten.

Die Liebesgeschichte zwischen Grayson und Ailsa entwickelt sich schnell, es kam mir fast ein bisschen überstürzt vor. Da hätte ich mir mehr Zeit für die beiden gewünscht und weniger kleine Missverständnisse. Immerhin sind sie erwachsene Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung.

Sei es drum: Die Geschichte um Ailsa, Grayson und Blair inmitten der Steine von Callanish hat schon sehr viel Schottland-Gefühl, schon allein deshalb lohnt sich das Buch. Vier Sterne bekommt es von mir mit einer klaren Lese-Empfehlung.

Veröffentlicht am 11.02.19!

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