The Good Fight – 3. Staffel

The Good Fight – 3. Staffel Book Cover The Good Fight – 3. Staffel
2019
TV-Serie
The Good Fight – Teil 3
45 Minuten pro Folge
USA
Brooke Kennedy, Jim McKay, Robert King, u.v.a.
Michelle King, Robert King, Phil Alden Robinson, u.v.a.
Christine Baranski, Rose Leslie, Cush Jumbo, u.v.a.

Inhaltsangabe:

Der amtierende Präsident der USA beherrscht die Gemüter in der Kanzlei „Reddick, Boseman & Lockhard“. Die Kanzlei aus überwiegend dunkelhäutigen Anwälten sieht in ihm einen Rassisten. Daher sieht sich Diane Lockhard (Christine Baranski) genötigt, einer geheimen Gruppe beizutreten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eben diesen Präsidenten so zu schaden, dass eine zweite Amtszeit praktisch verhindert wird.

Luca Quinn (Cush Jumbo) hat nun ihren kleinen Sohn bekommen und lernt das Leben einer alleinerziehenden berufstätigen Mutter kennen. Ihre Hautfarbe spielt dabei eine große Rolle. Aber auch ihre hervorragende Arbeit lässt sie vorwärts kommen. So glaubt sie in einem Fall, die First Lady zu treffen.

Maia Rindell (Rose Leslie) hat so ihre eigenen Probleme mit den Fällen. Und als wäre das nicht genug, bekommt sie den exzentrischen und durchgeknallten Roland Blum (Michael Sheen) an ihre Seite. Er treibt sie mit seiner unkonventionellen Art an den Rand des Wahnsinns und durch eine Unachtsamkeit verliert sie auch noch ihren Job in der Kanzlei.

Die Kanzlei hat viele Probleme und versucht an allen Ecken und Enden die Feuer zu löschen.

Mein Fazit:

Diese Staffel, bestehend aus 10 explosiven Folgen, hat es in sich. Es wird hoch politisch und dem Zuschauer wird schnell klar, wen die Kanzlei-Mitglieder definitiv nicht gewählt haben – bis auf einen!

In jeder Folge gibt es eine „Short Story“, die das Problem grafisch und ironisch aufbereitet. Sei es die NSA, Donald Trump, die MeToo-Debatte oder ähnliches. Es gibt sachliche und emotionale Diskussionen, auf Führungs-Ebene und in allen anderen Ebenen darunter. Es zeigt im Grunde die gespaltene Gesellschaft der USA.

Fälle werden eher nebensächlich behandelt, außer der grandiose wie durchgeknallte Ronald Blum hat seinen Auftritt. Michael Sheen spielt oscarverdächtig den Anwalt, der in seinem Büro alles tut, aber sicher nicht arbeiten. Er ist ständig stoned, bereitet sich selten wirklich vor und knüpft Kontakte, um von anderen Gefallen einzufordern. Er ist ein Genie – und manchmal ziemlich ekelhaft dabei. Ronald Blum kann sich sogar für eine Weile in die Kanzlei einarbeiten, allerdings tut er nichts außer „Gespräche“ zu führen, die irgendwie und irgendwann nützlich sein könnten.

Diane Lockhard, toll gespielt von Christine Baranski begibt sich auf eine Gradwanderung. Die Trump-Familie verabscheut sie zutiefst, allerdings will sie auch ihren Codex als Anwältin nicht aufs Spiel setzen. Sie geht in eine Untergrund-Gruppe, die auf nicht ganz legale Art und Weise Aktionen starten will, um Trump an der Wiederwahl zu hindern. Auch dort gibt es viele Diskuskussionen und letztendlich Lügen und Misstrauen.

Bezeichnend für diese Staffel ist, dass es fast immer nur in Chicago geregnet hat. Aber als sich die Probleme vermeintlich lösten, hellte sich der Himmel auf. Nur, um dann in der letzten Folge vollends zuzuschlagen – das Wetter und damit die Stimmung?! Es gibt viele Metaphern in der Staffel und ich bin äußerst gespannt, wie es in der vierten dann weitergeht. Der Cliffhanger ist ja mal so was von fies. 90% vergebe ich und freue mich auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 03.08.20!

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