Wolkengeflüster [#26]

Liebe Freunde,

wir starten in die nächste Runde des Wolkengeflüster.

Es würde mich freuen, wenn Ihr mit mir ein bisschen über das flüstert, was Euch bei den vergangenen Lese- oder Filmprojekten so gefallen hat und warum? Selbstverständlich könnt Ihr einen eigenen Beitrag auf Eurem Blog zu dem Thema schreiben und dann im Kommentar verlinken.

Folgendes möchte ich gerne wissen:

  1. Über welchen Film willst Du flüstern? Worum geht es?
  2. Wie und warum bist Du zu diesem Film gekommen?
  3. Was gefällt Euch so besonders daran- oder eben nicht?

1. Heute möchte ich über die TV-Serie „Big Little Lies“ flüstern. Es geht um fünf Mütter in einer kleinen Stadt am Meer. Diese fünf Mütter spiegeln praktisch die verschiedenen Lebensarten wider. Allerding haben die „Monterey Five“ ein großes Geheimnis, welches die Frauen mehr oder weniger belastet und sie damit ihre Familien und das weitere Umfeld belügen. Eine sechste Frau, die Mutter des Verstorbenen Perry Wright, spürt, dass diese Frauen ein Geheimnis haben und möchte es auf perfide Art aufdecken (das ist schon der Inhalt der 2. Staffel).

2. Im Urlaub habe ich einige Vorschauen auf die Serie gesehen. Sie wurde aus mir unbekannten Gründen leider erst spät ausgestrahlt, so dass ich kaum dazu kam, was davon zu sehen. Ich habe es dann mit Streaming nachgeholt und ich bin ganz angetan von dieser Serie. Nun ja, die Kulisse ist atemberaubend, die riesigen Häuser auch. Aber ansonsten haben die Menschen genau die gleichen Probleme wie Menschen mit weniger Geld. Mit dem Geld ist es ihnen nur leichter möglich, es zu kaschieren.

3. Es wird überdeutlich, was Lügen anrichten können. Nicht nur im strafrechtlichen Bereich, sondern gerade auf der zwischenmenschlichen Ebene. Lügen, verheimlichen, verschweigen, so tun als ob! Ja, das können die fünf sehr gut, aber es zerrt an ihren Nerven, an ihrem Ego. Denn es wird immer schwieriger, mit den Lügen zu leben und anderen zu vertrauen. Das ist nämlich die Kehrseite des Ganzen: Wenn man das Vertrauen anderer missbraucht, kann man selbst nicht mehr vertrauen. Dabei handelt es sich nicht um kleine Notlügen, sondern um handfeste Sachen, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen können. Unterdrückte Konflikte, mangelnde Aufmerksamkeit, unverarbeitete Trauma – alles Themen, die sich wunderbar dafür eignen, andere Menschen zu belügen und das Vertrauen zu verletzen.

Ich persönlich bin ein sehr ehrlicher Mensch, zuweilen auch zu sich selbst, was oft genug gar nicht so einfach ist. Denn wer gesteht sich schon selbst gerne Fehler ein. Inzwischen ist mir aber auch klar, das niemand perfekt ist und alle Fehler machen. Dennoch ist immer wieder das gleiche Lied, lieber Lügen als sich selbst die Wahrheit eingestehen, dass man Bockmist gemacht hat. Es ist im ersten Augenblick viel bequemer und einfacher. Aber ich sage immer, Lügen haben kurze Beine und kommen so oder so irgendwann ans Tageslicht!

Habt Ihr die Serie auch schon gesehen und wenn ja, wie hat es Euch gefallen? Und ich bin gespannt, über was Ihr flüstern wollt!

Habt eine tolle Zeit und liebe Grüße, Elke!

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