Jenny Bond: Unter dem Nordlicht

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Originaltitel: Perfect North (2013)
übersetzt von Andrea O’Brien und Ursula Wulfekamp
Verlag: DuMont Buchverlag
Seitenanzahl: 400 Seiten
ISBN-10: 3832162828
ISBN-13: 978-3832162825

Inhaltsangabe:

Schweden, Ende des 19.ten Jahrhunderts: Nils Strindberg ist vom Herzen her Wissenschaftler. Und so ist es nicht verwunderlich, das er an einer abenteuerlichen Expedition teilnehmen will: Die Reise zum Nordpol mit einem Ballon. Zusammen mit zwei anderen Wagemutigen macht er sich auf die Reise mit ungewissem Ausgang.

Trotz der Vorbehalte der Familie und der frischen Verlobung zu Anna Chalier lässt er sich nicht aufhalten. Schließlich passiert genau das, was alle befürchteten. Die Expedition scheitert und die drei Wissenschaftler kehren nicht zurück. Erst nach 30 Jahren werden ihre Leichen im ewigen Eis gefunden. Jounalist Knut Stubbendorf ist bei der Bergung dabei und findet sehr persönliche Dokumente von Nils Strindberg, die offensichtlich an seine Verlobte Anna gerichtet sind.

Zurück in Stockholm macht Knut sich auf die Suche nach Anna Chalier und taucht dabei immer tiefer in die Familiengeheimnisse der Strindbergs ein. Denn Nils war offensichtlich nicht der einzige Mann, der Anna liebte …

Mein Fazit:

Dieses Buch war schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste und als es im Kindle-Deal-der-Woche angeboten wurde, habe ich spontan zugegriffen und es auch sehr bald gelesen.

Zu Anfangs musste ich mich ein bißchen bemühen, mit dem Schreibstil klar zu kommen. Die Autorin hat sehr häufig Zeitsprünge in den Kapiteln eingelegt, deren Überschrift aber nicht dazu passt. Mich hat es eins ums andere Mal etwas verwirrt, aber mit der Zeit kam ich damit klar!

Es wird eine sehr verzwickte Dreiecks-Geschichte beschrieben vor dem malerischen Hintergrund des Forschungs-Fiebers rund um den Nordpol. Die Expedition, die Familie Strindberg und auch Anna Chalier gab es tatsächlich und Anna war auch in Wirklichkeit die Verlobte von Nils Strindberg. Ebenso ist nachzulesen, das die drei Leichen tatsächlich nach über 30 Jahren im Ewigen Eis gefunden und nach Stockholm zur Beisetzung überführt wurden. Die Dreiecks-Geschichte ist wohl aber ihrer künstlerischen Freiheit zum Opfer gefallen – was auch gut so ist!

Denn nach anfänglichen Schwierigkeiten war ich von der Geschichte um Anna, Nils und Erik gefangen. Und ein großes Geheimnis wird erst gegen Ende gelüftet und das war für mich so nicht vorhersehbar. Toll, ein Buch, das mich durchaus überrascht hat. Auch das Ende empfand ich als konsequent und daher glaubwürdig. Alles andere hätte mich dann doch mit Stirnrunzeln zurück gelassen. Die Figuren waren alle sehr greifbar und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Und man lernt ein bißchen was über Stockholm und ihre Kunst und Architektur.

Mich hat diese Geschichte durchaus gefesselt, daher bekommt es auch vier Sterne.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 16.01.16!

 

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