Jenny Colgan: Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan: Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Originaltitel: Summer at Little Beach Street Bakery (2015)
Übersetzt von Sonja Hagemann
Verlag: Piper Taschenbuch
Seitenanzahl: 480 Seiten
ISBN-10: 3492311296
ISBN-13: 978-3492311298
Dies ist der 2. Teil der Die kleine Bäckerei-Reihe.

Inhaltsangabe:

Polly Waterford hat es sich nun auf Mount Polbearn eingerichtet. Sie hat sich ihren Traum erfüllt und lebt mit dem Papageientaucher Neil und ihrem Freund Huck im zugigen und sanierungsbedürftigen Leuchtturm. Die Bäckerei führt sie im Auftrag von Mrs. Manse mit Erfolg und Leidenschaft. Und mit Spannung wird die neue Touristensaison erwartet.

Der kleine Ort leidet noch immer unter dem Verlust von Tarnie, der zuvor beim Sturm ums Leben kam. Seine Witwe Selina taucht plötzlich wieder auf und bringt Polly ein wenig ins Schwitzen, hat sie doch mit Tarnie eine kurze Affäre gehabt!

Plötzlich verstirbt Mrs. Manse und der schmierige Neffe Malcom nistet sich in der Bäckerei ein. Es kommt schließlich sogar zu einem fristlosen Rauswurf und Polly ist am Boden zerstört. Sie glaubt, ihre Zukunft auf Mount Polbearn sei beendet. Das Geld wird knapp und Huck sieht sich gezwungen, seiner Schwägerin in Spe in den Staaten zu helfen, da sein Bruder sich wie Weltenbummler benimmt und ihm die Farm nichts zu bedeuten scheint.

Auf Polly kommen einsame und verzweifelte Stunden zu. Wird sie doch noch der Leidenschaft – Brot backen – nachkommen können?

Mein Fazit:

Den ersten Teil der Reihe habe ich damals mit gemischten Eindrücken gelesen. Dass es davon eine Fortsetzung gibt, habe ich erst gar nicht bemerkt. Dann habe ich das Buch in der Onleihe gesehen und ich dachte, ich versuche es noch mal.

Tatsächlich hat mir der zweite Teil etwas besser gefallen, obwohl es im Grunde eine Wiederholung der Ereignisse aus dem ersten Teil ist – in abgespeckter und abgewandelter Form.

Polly ist glücklich mit Neil und Huck. Die schwere Zeit nach der Insolvenz mit ihrem Ex ist Geschichte und überwunden. Neil begleitet Polly noch immer zur Bäckerei und verzückt damit die ganze Kundschaft. Tatsächlich ist er sogar ein Teil der ganzen Szenerie geworden. Obwohl er ein Papageientaucher ist, wird er wie ein Familienmitglied – quasi als Kindersatz – behandelt. Doch er ist genau der Grund, weshalb Polly nach einer Verkettung unglücklicher Ereignisse den Job verliert. Doch was soll sie nun tun? Wie kann sie die Hypothek für den Leuchtturm bezahlen, ohne Mount Polbearn verlassen zu müssen? Jobs sind wirklich rar auf der Halbinsel.

Es tauchen bekannte Namen auf wie die Freundin Kerensa und deren frischangetrauten Ehemann Reuben, die mir noch immer äußerst unsympathisch ist. Das ändert sich auch nicht, als er sich verzockt und das gesamte Geld verloren hat. Er wird kein bisschen leiser. Der katzenhassende Tierarzt Patrick und der junge Mann Jayden, der Polly in der Bäckerei hilft, sind ebenfalls wieder dabei wie so einige andere von Mount Polbearn. Und es kommt wieder zu einem verheerenden Sturm und auch die Trennung von Huck fällt Polly schwer.

Der Schreibstil ist nach wie vor locker und die Vertrautheit mit den ganzen Figuren hat es mir leichter gemacht, in die Geschichte reinzukommen. Auch wenn man fast erahnen kann, was alles so passiert, habe ich mich bis auf zwei oder drei kleine Längen gut unterhalten gefühlt. Nach wie vor fehlt mir allerdings das gewisse Etwas, auch wenn die Dramatik nicht zu kurz kommt, konnte es mich nicht richtig berühren.

Alles in allem finde ich die Fortsetzung gelungener und daher bekommt es vier Sterne von mir.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 29.10.17!

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