Bevor es Nacht wird

usaBevor die Nacht kommt (2000)
Originaltitel: Before Night Falls

b00069tz60Regie: Julian Schnabel
Drehbuch: Cunningham O’Keefe, Lázaro Gómez Carriles
Produktion: Jon Kilik, Matthias Ehrenberg, Olatz López Garmendia
Musik: Carter Burwell
Kamera: Xavier Pérez Grobet
Darsteller: Johnny Depp, Sean Penn, Andrea Di Stefano, Javier Bardem, Olivier Martinez, Olatz López Garmendia, u.v.a.
Dauer: 133 Minuten

Inhaltsangabe:

In „Bevor es Nacht wird“ erzählt der homosexuelle Autor Reinaldo Arenas (Javier Bardem) von seinem Leben in Kuba zur Zeit der Revolution und des politischen Umbruchs. Anfang der 60er Jahre wird noch als Nachwuchs-Literat hochgefeiert, sieht das Regime bald als Feind der Revolution, nicht zuletzt durch seine offen gelebte Homosexualität.

Viele Menschen begleiten seinen Weg, letztendlich ist jedoch seine große Liebe Lazaro Gomez Carilles (Olivier Martinez) an seiner Seite – bis zu seinem Tod in New York 1990.

Mein Fazit:

Dieser Film ist ein echter Geheimtipp. Javier Bardem verkörpert den Autoren Reinaldo und trägt damit auch den ganzen Film. Er kann mit seinem Blick, mit seinen Gestern die Szene beherrschen, ohne dabei aufdringlich zu wirken oder gar pompös.

Viele namenhafte Schauspieler wie Olivier Martinez, Sean Penn und Johnny Depp begleiten Javier bei dieser Arbeit, tragen ihren Teil zu diesem teils unwirklich, teils authentisch wirkenden Film bei. Dabei wirken alle in ihren Rollen echt und man muss schon ziemlich genau hinsehen, um diese Menschen zu erkennen. Die bekannten Gesichter verschwinden im ganzen Wirrwarr an Szenen, grotesken Dialogen und verzweifeltem Kampf ums Überleben. Dabei bleibt aber immer eine starke Einfühlsamkeit, einen starken Bezug zur Person Reinaldo Arenas – von allen Darstellern und von Javier Bardem insbesondere. Und es wird zu deutlich, wie sehr sein Freiheitsdrang war. Er kämpft verbissen um seine Identität, um seine innere Überzeugung und Freiheit und lässt sich dabei nur bedingt von der kubanischen Regierung beirren, um seine Haut zu retten.

Ich bin mir sicher, das ich mir diesen Film in ein paar Jahren noch mal ansehen kann, aber er bleibt mir auch so lebhaft in Erinnerung. Für eine starke Charakterdarstellung und eines sehr sensiblem Thema vergebe ich 85%, aber ich betone noch einmal: Dies ist kein Mainstream-Film.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 22.11.2009.

Veröffentlicht am 11.11.16!

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