Dominik Bartels: Black Taxi

Lesezeit: 2 Minuten

Dominik Bartels: Black Taxi

erschienen 2006
Verlag: Books on Demand GmbH
Seitenanzahl: 236 Seiten
ISBN-10: 3833444738
ISBN-13: 978-3833444739

Inhaltsangabe:

Martin von Bergen’s Eltern sterben, als er 17 Jahre alt ist. Doch um das Unternehmen zu übernehmen, hat sein Vater testamentarisch festgelegt, das Martin ein Auslandsstudium in Betriebswirtschaftslehre studieren soll. Sein Vormund schickt ihn somit nach Belfast.

Schon gleich bei der Ankunft lernt er Sean kennen, einen irischen Black Taxi-Fahrer. Sean ist es auch, der ihn auf die Probleme im Land hinweist. Und als er wenig später selbst Opfer eines Bombenattetats wird, merkt Martin, wie tief der Hass zwischen den Loyalisten und Nationalisten ist. Er wird von Sean’s Familie gesund gepflegt und verliebt sich dabei in Sarah, Sean’s Schwester.

Doch diese Liebe währt nicht lang und Martin muss sich damit auseinander setzen, was er mit seinen Gefühlen der Trauer, Wut und Hass anstellen soll. Da kommt ihm ein junger Schotte mit einer großartigen Idee gerade recht und gemeinsam versuchen sie, ein Projekt zu starten, das gerade den jahrzehntelangen Hass überbrücken soll. Aber wird es ihnen auch gelingen?

Mein Fazit:

„Black Taxi“ ist ein sehr bewegendes Buch. Die Geschichte um Martin, der nicht nur das erste Mal so etwas wie eine Familie erfährt, sondern sich auch noch tief in Sarah verliebt hat, ist auch deshalb sehr tragisch, da seine Argumente zur Überwindung aller Probleme sehr logisch und vernünftig klingen, aber bei den entsprechenden Personen kein Gehör finden.

Er ist in Belfast ein Ausländer und wird ungewollt zwischen die Fronten geschubst. Er fühlt sich der Gewalt und dem Hass hilflos gegenüber, dennoch lässt er nichts unversucht, um seinen besten Freund von der Richtigkeit seiner Argumente zu überzeugen.

Mich haben viele Seiten in diesem Buch bewegt, der Abschied von Sarah und auch das gemeinsame Projekt. Sehr berührend und eindringlich hat der Autor Martins Gefühle ausgedrückt, ohne das es kitschig wirkt. Auch wenn das Ende traurig war, so hat es mich nicht sonderlich überrascht; in meinen Augen ist es richtig und logisch.

Sean’s Familie und auch sein französischer Freund Jean-Luc waren für mich sympathische Figuren und begleiteten Martin auf unterschiedliche Weise. Mich hat sehr beeindruckt, welch‘ unterschiedliche Sichtweisen sie hatten und unterbreiteten mir als Leserin die ganze Palette der Problematik. Letztendlich machte es mich sogar neugieriger und ich bekann einiges über diesen Komflikt im Internet nachgelesen.

Was ich nicht so gut an diesem Buch empfand, waren die langen Absätze. Das war für mich zuweilen anstrengend zu lesen und hat mich schon mal im Lesefluss gestoppt.

Das Buch ist lesenswert und regt zum Nachdenken an, von mir bekommt es 4 von 5 Sternchen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom Oktober 2009.

Veröffentlicht am 13.12.16!

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