La La Land

Lesezeit: 2 Minuten

La La Land (2016)

 

Regie: Damien Chazelle
Drehbuch: Damien Chazelle
Produktion: Fred Berger, Michael Beugg, Jordan Horowitz, u.v.a.
Musik: Justin Hurwitz
Kamera: Linus Sandgren
Darsteller: Emma Stone, Ryan Gosling, Finn Wittrock, J.K. Simmons, Sandra Rosko, Sonoya Mizuno, u.v.a.
Dauer: 128 Minuten

Inhaltsangabe:

In der Stadt der Engel, Los Angeles, treffen Mia (Emma Stone) und Sebastian (Ryan Gosling) mehrfach zufällig aufeinander. Mia ist eine hoffnungsvolle Schauspielerin, die neben ihrem Job im Cafe immer wieder von Casting zu Casting eilt, um vielleicht die Rolle zu bekommen, die sie berühmt macht. Sebastian ist leidenschaftlicher Musiker, vorzugsweise Jazz. Er trauert den alten Zeiten nach, denn der Jazz ist bei den jungen Menschen nicht gerade angesagt. Und er träumt davon, seinen eigenen Jazz-Club eröffnen zu können und hangelt sich ebenfalls von Job zu Job.

Sie verlieben sich ineinander und unterstützen sich gegenseitig in ihren Träumen und Sehnsüchten. Doch schon bald kehrt die Realität ein: Die Realität des Geld verdienens, der ständigen Zweifel und immer enttäuschte Hoffnungen.

Kann ihre Liebe diese Prüfungen überstehen?

Mein Fazit:

So fühlte man sich also vor einem halben Jahrhundert, wenn man zu Musikfilmen ins Kino ging. Ein wunderbares Gefühl, die mich für eine ganze Weile aus der Realität heraus nahm. Ein altes Genre wird mit diesem Film neu aufgelegt – und das faszinierender als je zuvor.

Damien Chazelle hat nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben. Die Geschichte spielt in der Glamour-Stadt, wo mehr Schein ist als sein (sehr gut erkennbar an den kurzen Dreh-Szenen auf dem Studio-Gelände), wo Träume zwar wichtig sind, den Menschen aber eben auch nicht ernähren. Und zwischen den erfolgreichen und gescheiterten Existenzen lernen sich Mia und Sebastian kennen. Es ist nicht Liebe auf den ersten Blick, aber beim dritten aufeinandertreffen funkt es zwischen ihnen und sie steppen gemeinsam auf einer einsamen Straße in den Hügeln von Beverly Hills. Wunderbar! Ich wünschte, so etwas würde es öfter geben. Während des ganzen Films habe ich mich rundum wohl gefühlt. Die Musik war zeitweilig mitreißend oder melancholisch. Die Geschichte, sicher nicht neu erfunden, bringt am Ende dann doch eine kleine Überraschung mit der Frage: Was wäre, wenn …?

Ryan Gosling und Emma Stone haben alles selbst gemacht: gesungen, getanzt und Klavier gespielt (Sebastian). Dafür verdienen sie wirklich Anerkennung. Emma Stone allerdings konnte mich nicht immer so wirklich überzeugen, obwohl sie eine schöne Stimme und die träumerische Phase sehr gut dargestellt hat. Ryan Gosling hat die Rolle voll und ganz ausgefüllt, wirklich sehr authentisch. Insgesamt gesehen haben sie ein sehr schönes Paar abgegeben!

Für mich war es ein gelungener Film-Nachmittag und ich vergebe gerne überzeugte 90%.

Veröffentlicht am 27.02.17!

3 Gedanken zu „La La Land“

  1. Guten Morgen,
    und ganz frisch aus der Druckerpresse kommt die Info, dass La La Land in der Kategorie „Bester Film“ und „Beste Hauptdarstellerin“ die Oscar’s gewonnen haben. Es sind wohl noch ein paar Kategorien mehr. Herzlichen Glückwunsch.

    Liebe Grüße, Elke.

  2. Liebe Elke,

    wie du weißt, habe ich ja den Film auch bereits gesehn. Ja, es ist ein netter Film für mit amerikanischem Zuckerguss-Kitsch, aber mehr auch nicht. Nochmal würde ich ihn mir nicht anschauen. Die 14 Oscarnominierungen konnte ich daher nicht nachvollziehen. Zumindest sind es nur 6 geworden und zum Glück nicht für den besten Film (obwohls vorher ein kleine Verwechslung gab 😉

    Mit persönlich hat tatsächlich Emma Stones schauspielerische Leistung besser gefallen als die von Ryan Gosling. Ihren oscar kann ich somit nachvollziehen. Aber von der Handlung her konnte ich Mias Verhalten oft nicht verstehen. Zum Beispiel, als sie das Konzert von Sebastian einfach verlässt. Klar, musikalisch hat er sich in der John Legend Combo ein wenig verbogen, aber was solls, manchmal muss man eben erst Dinge tun, die man nicht so mag, bevor das eigene Ziel erreicht wird. Und es geht ja auch ums Geld verdienen. Die Streitszene am Küchentisch fand ich daher von ihrer Seite daneben. Sie hätte hinter ihm stehen sollen und sich erstmal ihn freuen, anstatt ihm vorzuhalten, dass er seine Träume verrät. Auch wenn sie vielleicht wegen ihrer bislang gescheiterten Schauspielambitionen Frust geschoben hat. Beide haben auch viel zu wenig für ihre Liebe gekämpft. Eine Meinungverschiedenheit und das wars. Daher fand ich dann die End-Was wäre wenn-Szenen auch etwas zu übertrieben und definitiv zu lang.

    Zudem fand ich das sehr präsente Musikthema bzw. die Hauptmelodie recht nervig, auch wenn ich eigentlich Filmmusik liebe.

    Aber Filmgeschmäcker sind ja bekanntlich auch verschieden.

    Liebe Grüße von Conny 🙂

    1. Hallo Conny,

      also gerade Emma Stone hat mir da nicht zu 100% gefallen. Das hat aber wohl auch so ein bisschen mit Sympathie zu tun.

      Da ich die anderen Filme ja nicht gesehen habe, kann ich jetzt nicht unbedingt beurteilen, ob die Nominierungen überhaupt gerechtfertig sind. Mein Gefühl sagt mir, dass es bestimmt bessere Filme gibt, die die Oscars wert sind. Aber – wir haben sie ja nicht alle gesehen!

      Liebe Grüße, Elke.

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