Gone Girl – Das perfekte Opfer

Lesezeit: 3 Minuten

Gone Girl – Das perfekte Opfer (2014)
Originaltitel: Gone Girl

Regie: David Fincher
Drehbuch: Gillian Flynn
Produktion: Leslie Dixon, Bruna Papandrea, Reese Witherspoon
Musik: Trent Reznor, Atticus Ross
Kamera: Jeff Cronenweth
Darsteller: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris, Missi Pyle, Carrie Coon, Kim Dickens, u.v.a.
Dauer: 149 Minuten
Romanvorlage: „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

Inhaltsangabe:

Als Amy Dunne (Rosamund Pike) plötzlich verschwindet, gerät ihr Ehemann Nick (Ben Affleck) mehr und mehr unter Verdacht. Detective Rhonda Boney (Kim Dickens) ermittelt in diesem von Anfang an mysteriösen Vermisstenfall, der mehr Fragen aufwirft, als allen lieb ist.

Die Indizien deuten immer mehr auf Nick hin, der sich jedoch keiner Schuld bewußt zu sein scheint. Doch niemand kann ihm seine Unschulds-Beteuerung abnehmen. Nur seine Schwester Margo (Carrie Coon) glaubt ihm und er flüchtet zu ihr, als die Medien sein Privatleben zu sehr belasten.

Und während Nick sich um die Wahrheit bemüht, erinnert er sich zurück an einige Stationen in der Beziehung zu Amy und es wird ihm schon sehr bald klar, dass sie eine sehr dunkle Seite ansich hat. Doch als ihm ein Licht aufgeht und er um Reputation bemüht ist, sind die Würfel längst gefallen …

Mein Fazit:

Ich war unheimlich neugierig auf den Thriller, denn der Plott versprach eine sehr interessante Geschichte und einen spannenden Thriller.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Es beginnt ganz harmlos! Nick Dunne kehrt in seine Bar ein, die er zusammen mit seiner Schwester betreibt. Und weil gerade wenig los ist, beginnen sie ein Gesellschaftsspiel zu spielen. Doch dann erhält er einen Anruf von einem Nachbarn, dass sie Haustür offenstehen würde und die Katze entflohen sei.

Völlig ahnungslos, was sich in den nächsten Tag ereignen würde, kehrt zu seinem Haus zurück, wo er eigentlich seine Frau Amy wähnt. Doch sie ist nicht da und es gibt Spuren von Gewalt. Er schaltet die Polizei ein und erstattet eine Vermissten-Anzeige. Da er sich keiner Schuld bewußt ist, beantwortet er alle Fragen wahrheitsgemäß, doch er wird mit Dingen konfrontiert, von denen er bislang keine Ahnung hat. Seine Kreditkarte wurde über Gebühr belastet (seine Frau Amy hat die Zahlungs-Verpflichtung ausgeglichen), es gibt Spuren von viel Blut in der Küche und angeblich sei sie auch noch schwanger gewesen. Für die Polizei sieht es so aus, als hätte Nick seine Frau ermordet und die Leiche verschwinden lassen. Die Medien greifen diese Spuren auf und betiteln ihn einen Mörder, obwohl es zwar Spuren, aber eben keine Leiche gibt.

Detecitve Rhonda Boney konfrontiert Nick mit den Beweisen und Spuren, doch selbst sie ahnt sehr schnell, dass irgendwas an der Sache faul ist. Der Fall ist zu glatt, zu perfekt! Als dann noch bekannt wird, dass Nick eine Affäre mit einer Studentin hat, beginnt für ihn erst recht die Hexenjagd.

Die Geschichte um Nick und Amy ist sehr atmosphärisch erzählt. Es erscheint dem Zuschauer als eine ganz normale Ehe und Amy sei entführt worden. Doch während Nick seine Rückblenden hat, wird einem sehr schnell klar, dass Amy absolut nicht normal ist und sie ihre Macht auf ihn offensichtlich bewußt ausnutzt. Sie kommt sehr schlecht mit dem Job-Verlust und dem darauffolgenden Hausfrauen-Dasein klar. Als sie auch noch von Nick’s Affäre erfährt, schmiedet sie einen perfiden Rache-Plan, der seinesgleichen sucht und mich bis zum Schluss in Atem hält. Das Ende war dann auch so ein Ding, wo man überhaupt nicht mit zufrieden sein kann. Mich hat es furchtbar wütend gemacht, da kochten die Emotionen hoch. Da ich das Buch bislang noch nicht gelesen habe, kann ich in der Hinsicht keinen Vergleich anstellen. Auf die Buchvorlage bin ich aber schon sehr gespannt.

Alle Akteure waren glaubhaft und authentisch. Nur ein paar Sequenzen fielen mir negativ auf, wo Rosamund Pike einen Babybauch hatte, dieses aber ganz klar nicht ins Drehbuch passte. Das hätte man wohl besser kaschieren müssen. Ansonsten fühle ich mich gut unterhalten und vergebe dem Film 90% für einen spannenden Thriller mit einem absolut überzeugenden Ben Affleck.

Veröffenlicht am 06.03.17!

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2 Gedanken zu „Gone Girl – Das perfekte Opfer“

  1. Liebe Elke,

    dieser Film polarisiert schon stark. Ich gehöre leider zur eher negativ eingestellten Fraktion. Ben Affleck fand ich eher blass, Amy unsympathisch und das Ende ging so gar nicht. Das hat den ganzen Film runtergedrückt und mich wie dich auch wütend gemacht. Das Buch muss ich jetzt nicht unbedingt lesen.

    Liebe Grüße von Conny

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