Roberta Gregorio: Ein Halleluja für die Liebe

Lesezeit: 3 Minuten

Roberta Gregorio: Ein Halleluja für die Liebe

erschienen 2017
Verlag: dotbooks Verlag
Seitenanzahl: 131 Seiten
ASIN: B06XWGHP6G (nur als eBook erhältlich)
Dies ist der 1. Teil der Santa Amore-Reihe.

Inhaltsangabe:

Im kleinen Dörfchen Tettirossi wacht die Heilige Rosalia schon seit Jahrhundert. Besonders passt sie auf die Schützlinge auf, denen es gerade nicht so gut geht.

Da ist der elfjährige Angelo, dessen Vater die Familie vor Jahren verließ. Guisy, seine Mutter, bemüht sich nach Kräften, die Familie zu ernähren. Zu groß ist ihre Scham, ihren Ex-Mann um den Unterhalt für den Jungen zu bitten, obwohl er sogar dazu verurteilt ist.

Piero arbeitet in der Bar in Tettirossi und kennt Guisy und Angelo schon ewig. Und plötzlich ist irgendwie alles anders, er betrachtet sie von nun an mit anderen Augen und Angelo hilft gern in der Bar aus, wenn viel los ist.

Als das Fest zu Ehren Rosalia statt findet, ist es für die Heilige ziemlich anstrengend und es passiert das Ungeheuerliche: Sie nickt kurz ein. Ausgerechnet in dem Moment, als Angelo und Piero ihr ihre Wünsche zugeflüstert haben. Wie kann Rosalia das nur wieder gutmachen?

Mein Fazit:

Und wieder eine sehr amüsante Geschichte im tiefen Süden Italiens. Roberta Gregorio hat mich mit diesem Buch in das Örtchen Tettirossi entführt, wo die Schutzheilige Rosalia wacht. Die Menschen in dem Ort glauben, dass Rosalia zwar eine Heilige, aber eben nicht mehr da ist. Doch schon seit Jahrhunderten harrt Rosalia in der kleinen Kirche aus bei ihrer Statue, mit Rosen im Haar und stets mit einem leichten Rosenduft umgeben.

Doch sie ist nicht allein, es gibt da noch Lorenzo vom Nachbar-Ort. Auch er ist ein Heiliger und ziemlich neidisch auf Rosalias Beliebtheit. Er spioniert ihr nach und macht ihr das Leben schwer, wo es nur geht. Und ausgerechnet er ist es, der entdeckt, dass sie nach all den Jahrhunderten der Pflichtschuldigkeit einmal kurz eingenickt ist.

Die Menschen im Ort Tettirossi kennen und schätzen sich. Angelo lebt mit seiner Mutter und seinem Großvater zusammen, seit der Vater die Familie vor Jahren verlassen hat. Er begnügt sich mit kleinen Wünschen, aber als er spürt, dass es zwischen seiner Mutter Guisy und dem Bar-Besitzer Piero zu funkeln scheint, wünscht er sich eigentlich nur noch eines: Eine Familie. Doch er stellt fest, dass es gar nicht so einfach ist, den Erwachsenen das klar zu machen.

Die Autorin schafft es, auf wenigen Seiten so viel zu erzählen. Trotz der Kürze der Geschichte taucht man dennoch in die Atmosphäre eines kleinen italienischen Dorfes ein. Ich habe alles vor meinem inneren Auge gehabt und konnte es vollkommen genießen. Auch Rosalia und Lorenzo, die sich immer wieder anzickten, verweilten in meinem Kopfkino. Die leichte Geschichte lädt zum Schmunzeln und zum Träumen ein. Das gesamte Dorf und die Figuren waren für mich greifbar und ich konnte mit allen mitfühlen.

Allerdings muss ich auch gestehen, dass das Ende ein bisschen abrupt kam. Da hätte man nicht unbedingt sparen brauchen, auch wenn keine Fragen offen blieben. Es kam bei mir einfach das Gefühl auf, als wolle die Autorin das nun unbedingt beenden, obwohl es ja noch etwas zu erzählen gäbe.

Vielen Dank, liebe Roberta, dass ich dieses Kleinod lesen durfte. Vier Sterne ist mir wert und ich freue mich auf den nächsten Band der Reihe. Mal schauen, welche Heilige (oder Heiliger) dann seinen Unfug treibt.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!

Veröffentlicht am 07.05.17!

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