Corina Bomann: Winterengel

Lesezeit: 3 Minuten

Corina Bomann: Winterengel

erschienen 2017
Verlag: List Hardcover
Seitenanzahl: 352 Seiten
ISBN-10: 3471351612
ISBN-13: 978-3471351611

Inhaltsangabe:

Ende des 19.ten Jahrhunderts: Anna Härtel ist lebt mit der kranken Mutter und der 12jährigen Schwester Elisabeth in Spiegelberg. Der verstorbene Vater, ein Glasmacher, hat der Familie ein verschuldetes Erbe hinterlassen und Anna versucht die Familie irgendwie durchzubringen. Da der Vater ihr sein Handwerk gelehrt hat, kann sie ihrer Leidenschaft, dem Glasmachen, nachkommen.

Zur Weihnachtszeit verkauft Anna auf dem Weihnachtsmarkt ihre Glasengel, die sie selbst in der spärlichen Freizeit herstellt. Eines Tages erhält sie einen Brief. Wie sich später herausstellt, ist es ein amtliches Schreiben der Königin Victoria aus Großbritannien. Sie bittet Anna, ihr ihre Glasengel zu bringen und es soll ihr zum Schaden nicht sein.

Zu ihrem Schutz wird ihr der Diener John Evans zur Seite gestellt. Erst nach einigem Zögern begibt sie sich auf die beschwerliche Reise, hat sie doch Sorge, dass der Königin ihre Glasengel nicht gefallen und sie dann ohne Mittel da steht.

Sie macht sich auf in ein Abenteuer, dessen Ausgang ungewiss ist, ihr Leben aber unwiderruflich verändern wird.

Mein Fazit:

Der Roman wurde von vielen Seiten positiv bewertet. Und da er bei uns in der Bibo zur Verfügung stand, habe ich ihn mir dieses Jahr als Weihnachtslektüre ausgesucht.

Corina Bomann ist durchaus eine gute Autorin. Auch diese Geschichte um die arme, aber dennoch sehr aufrechte Anna Härtel hat mir gefallen, wenn auch nicht so enthusiastisch wie einige sich ausgedrückt haben. Anna Härtel kennt ihren Platz und sie weiß, wohin ihr Herz gehört – nämlich zur Familie. Die Mutter ist schwer an Rheuma erkrankt und kann zum Familieneinkommen nichts beitragen. Die 12jährige Elisabeth besucht noch die Schule und das ist Anna auch wichtig, dass sie die schulische Ausbildung weiterführt. Einzig an Anna liegt es, für das tägliche Brot und das Dach über dem Kopf zu sorgen und sie stellt alles hinten an. Nur die Glasmacherei kann sie nicht ganz aufgeben. In ihrer spärlichen Freizeit stellt sie Glasengel her, die nun im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen.

Königin Victoria wurde durch einen Lord Sandhurst auf die Glasengel aufmerksam. Ein Jahr zuvor hatte dieser sie auf dem Weihnachtsmarkt von Anna erstanden. Die Königin lässt jedes Jahr den Weihnachtsbaum im königlichen Palast neu schmücken und eben in diesem Jahr plante sie die Glasengel. Doch es gab auch Neider und während der Reise nach Großbritannien erlebte Anna haarsträubende Abenteuer und viele dunkle Momente, wo sie sich um die Zukunft ihrer Familie fürchtete. Auch eine aufkeimende Liebe wird von vielen Verwirrungen und Missverständnissen begleitet.

Anna muss man einfach ins Herz schließen. Wie sehr sie sich um ihre Familie sorgte, und ihre Engel hütete. Und doch wird ihr übel mitgespielt und die Audienz bei der Königin bleibt lange ungewiss. Während ich sie bei der abenteuerliche Reise begleitete und sie ihre Geschichte erzählte, fand ich die ständigen Wiederholungen ihres Standes an manchen Stellen überflüssig. Spätestens nach 100 Seiten wusste ich, wie es um Anna stand.

Ihre Eindrücke von der Reise und der Landschaft waren sehr interessant und gaben ein paar Einblicke in die damaligen Reise-Möglichkeit und wie beschwerlich das alles damals war! Und es ist in der Tat eine sehr abenteuerliche Reise, die an manchen Stellen ein bisschen zu dick aufgetragen wirkt. Gelegentlich fragte ich mich, was denn noch alles geschehen soll? Das arme Kind! Insgesamt gesehen ist es jedoch eine berührende Geschichte mit ein bisschen weihnachtlicher Magie. Wirklich mitreißen konnte es mich jedoch nicht, daher gibt es auch nur vier Sterne.

Veröffentlicht am 14.12.17!

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