Annette Hennig: Jene Tage in St. Germain

Annette Hennig: Jene Tage in St. Germain

erschienen 2018
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenanzahl: 294 Seiten
ISBN-10: 1985603721
ISBN-13: 978-1985603721

Inhaltsangabe:

Leipzig 1955: Marie-Luise Schneider ist noch jung und voller Ideen. Ihre Ausbildung zur Goldschmiedin im elterlichen Betrieb hat sie gerade beendet und sie möchte sich weitere Inspiration holen – mit einer langgehegten Reise nach Paris.

Kaum in der Stadt der Liebe angekommen erschlägt sie die fremde Stadt schier. Da ist sie froh, dass sie den attraktiven und freundlichen Sébastien an ihrer Seite hat. Doch er zeigt ihr nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch noch die Liebe selbst.

Sébastien jedoch ist nicht frei, gebunden an Versprechen und das Vermächtnis seiner Familie. Marie-Luise gibt jedoch nicht so schnell auf …

Mein Fazit:

Vielen lieben Dank, liebe Annette, für die kleine Reise nach Paris, die ich durch dieses Buch machen durfte. Frankreich habe ich in meinem Leben noch nicht besucht, aber durch diverse Bücher und Filme konnte ich schon so manches Mal in die Atmosphäre der besonderen Stadt eintauchen.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, einmal 2013 in Leipzig und einmal 1955 Leipzig und Paris. In der Gegenwart spielt die Marie-Luises Enkelin Lara eine wichtige Rolle. Auch sie hat gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und soll nun eine Busreise nach Paris betreuen. Ihre Großmutter pflegte sie sonst zu begleiten, doch mit Paris will sie offenbar nichts mehr zu tun haben. Lara spürt sehr schnell, dass es noch mehr geben muss als nur vorgeschützte Altersschwäche.

In Gedanken macht Marie-Luise die Reise in die Vergangenheit. Längst vergessene Gefühle kommen hoch und sie kann es kaum vor der Familie verbergen. Dennoch bleibt sie dabei, sie war schon in Paris und hat ihre Erfahrung mit dem Land, den Menschen im Allgemeinen und mit der Liebe im Besonderen gemacht. Niemand in der Familie weiß jedoch davon, aber es scheint, dass es da noch mehr gibt als nur Erinnerungen an alte Zeiten und heiße Nächte.

Die Autorin hat wieder mal eine schöne Geschichte erzählt, von der jungen Übermut, den Träumen und Idealen. Marie-Luise möchte vieles anders –besser- machen als ihr Vater und deshalb möchte sie in Paris Künstler kennenlernen, die ihr weiterhelfen können. Sie träumt davon, eine namenhafte Künstlerin zu werden. Dies konnte man in jeder Zeile des Buches durchaus spüren, die Euphorie und den jugendlichen Charme! Die Atmosphäre vom damaligen Paris hat mir da etwas gefehlt. Da blieb es oft etwas oberflächlich oder es sind Sachen, die einem Menschen mit guter Allgemeinbildung durchaus bekannt sind.

Das Buch liest sich flüssig und leicht. Alle Personen sind authentisch und emotional greifbar, was mir bei Romanen immer wichtiger wird. Ich muss sie beim Lesen spüren, ihre Emotionen und Gedanken fühlen. Und das war bei diesem deutlich der Fall.

Das Ende ist ein bisschen offen, daher bleibt es zu vermuten, dass es vielleicht noch eine Fortsetzung gibt. Ich bin durchaus gespannt. Diese Geschichte bekommt vier Sterne von mir und eine klare Lese-Empfehlung.

Veröffentlicht am 15.04.18!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme dem zu!