Sofie Cramer: All deine Zeilen

Lesezeit: 2 Minuten

Sofie Cramer: All deine Zeilen

erschienen 2014
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Seitenanzahl: 400
ISBN-10: 3499267527
ISBN-13: 978-3499267529

Inhaltsangabe:

Just auf der Verlobungsfeier verstirbt Maries innig geliebte Großmutter Anneliese. Eigentlich soll bald schon die Hochzeit folgen, aber Marie kann sich von ihrer Trauer kaum lösen und ihre Schwiegermutter in Spe setzt ihr ebenfalls zu.

Sie kümmert sich um Annelieses Nachlass und findet alte Briefe von einem Paul Hansen auf Amrum. Marie bemerkt schnell, dass dieser Mann ihrer Großmutter wichtig war. Also setzt sie sich hin und schreibt ihm, dass ihre Großmutter verstorben ist.

Paul Hansen lebt seit knapp einem Jahr allein mit seiner Tochter Leonie im Haus auf Amrum. Den Tod seiner Frau kann er noch immer kaum akzeptieren und die Sorge für das kleine Mädchen fällt ihm schwer. Eines Tages flattert der Brief von Marie herein. Er ist offenbar für seinen Vater bestimmt, der ebenfalls Paul heißt, aber inzwischen in einem Altersheim lebt. Die Demenz lässt immer weniger gute Tage zu.

Paul Jr. schreibt Marie zurück, verschleiert dabei aber seine wahre Identität. Es erfolgt ein reger Briefwechsel und Paul fühlt sich der Frau immer mehr hingezogen. Als Marie einen Besuch auf der Insel ankündigt, weiß er, dass es eng wird.

Mein Fazit:

Vor Jahren war dieses Buch auf meine Wunschliste gewandert, denn der Plot zog mich magisch an. Und nun habe ich die Geschichte von Paul und Anneliese bzw. Paul und Marie gelesen. Allerdings hatte ich mir davon ein bisschen mehr erhofft.

Denn es plätschert einfach so vor sich hin. Schon ziemlich schnell stellte sich eine gewisse Langeweile ein. Die Sichtweise wechselte bei jedem Kapitel zwischen Marie und Paul (Jr.), manchmal waren es auch recht kurze Kapitel. Sie schildern das Leben der Beiden, wie sie mit ihrer Trauer umgehen und das Leben meistern (mehr oder weniger). Manchmal fand ich es zu bedrückend. Ich meine, nach der Hälfte des Buches habe ich es begriffen, was in ihnen vorging. Es war mir einfach zu viel. Marie kam mir dabei so unentschlossen vor und sie flüchtete sich immer wieder in die Briefe ihrer Großmutter. Sie ließ vieles mit sich machen und konnte ihren Standpunkt nicht durchsetzen.

Da ich nicht groß spoilern möchte, kann ich auf den Briefwechsel zwischen Anneliese und Paul Sr. nicht wirklich eingehen. Nur soviel sei gesagt: da hätte ich mir der Spannung wegen etwas mehr gewünscht.

Während der junge Paul Jr. mir emotional näher war, blieb mir Marie etwas unsympathisch, ich kann es nicht richtig erklären. Vielleicht, weil sie nicht für sich einstehen konnte. Das Ende fand ich dann auch etwas zu abrupt und für mich leider unbefriedigend.

Für Bäckerfans gibt es im Anhang noch tolle Rezepte, die man –augenscheinlich- wohl leicht nachbacken kann. Da ich nicht so die Bäckerin bin, blieb es nur beim Überfliegen. Lecker hören sie sich jedoch an.

Alles in allem hat es meine Erwartungen nicht erfüllt und daher bekommt es nur drei Sterne.

Veröffentlicht am 26.04.18!

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