Felicity Whitmore: Der Klang der verborgenen Räume

  Felicity Whitmore: Der Klang der verborgenen Räume

erschienen 2017
Verlag: dtv
Seitenanzahl: 432 Seiten
ISBN-10: 3423261676
ISBN-13: 978-3423261678

Inhaltsangabe:

Nina Altmann, Pianistin mit einer erfolgsversprechenden Karriere, steckt in einer tiefen Krise. Sie wurde von dem Mann ihrer Mentorin in einer schwachen Minute verführt. Der Verrat wiegt ihr so schwer auf der Seele, dass sie seither nicht mehr spielen kann.

Gerade in dieser Zeit erfährt sie von ihrem Erbe: Stone Abbey, ein heruntergekommenes Herreshaus in den englischen Cotwolts. Zu dem Erbe erhält sie den Auftrag, Anna Stone’s Unschuld zu beweisen.

Anna Stone wurde 1859 zum Tode verurteilt, weil sie mehrere blutige Morde begangen haben woll. Als Nina Stone Abbey das erste Mal betritt und ein Portrait ihrer Ahnin sieht, ist sie gefangen. Nina sieht ihr nicht nur ähnlich, sie sind auch gleichzeitig durch die Magie der Musik miteinander verbunden.

Mein Fazit:

Felicity Whitmore ist eine deutsche Theater-Schauspielerin, die mit diesem Buch ihr Debüt als Autorin gegeben hat.

Ich mag solche Geschichte mit dunklen Familiengeheimnissen. Diese Geschichte bildet da keine Ausnahme. Wobei ich aber anmerken möchte, das ich durchaus noch ein paar offene Fragen hätte. Z. B. wurden mir die verwandtschaftlichen Verhältnisse nicht ganz klar.

Die Autorin hat hier den klassischen Erzählstil gewählt, nämlich den Vergangenheitsstrang mit eingeflossen. Der Gegenwartsstrang wird von Nina Altmann bestimmt, die sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. Dabei zieht es sich gelegentlich etwas. Das eine oder andere hätte man vielleicht kürzen können.

Der Vergangenheitsstrang wird eingewoben und erzählt die Geschichte von Anna Stone, die vor ihrem brutalen Onkel flieht. Er will sie gegen ihren Willen verheiraten und scheut auch nicht davor zurück, sie zu misshandeln. Am Anfang der viktorianischen Zeit war es um die Frauenreichte noch nicht gut bestellt. Auf der Flucht macht Anna Bekanntschaften, die ihr Leben verändern und eine ungeheuerliche Tragödie heraufbeschwören.

Es war für mich schon beklemmend, die Brutalitäten ihres Onkels zu lesen. Auch die Vorgeschichte dazu wird erzählt, warum Timothy so erpicht war auf die Verheiratung. Des Rätsels Lösung kommt auf leisen Sohlen und ich hatte lange keine Ahnung, was wirklich passiert ist. Das Ende lohnt sich, bis auf die bereits erwähnten offenen Fragen!

Eine interessante Geschichte, die durchaus lesenswert ist. Die kleinen Längen sind schnell vergessen, wenn man sich der Auflösung nähert. Es ist mir immerhin vier Sterne wert.

Veröffentlicht am 04.08.18!

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