Genug!

Lesezeit: 2 Minuten

Genug! (2002)
Originaltitel: Enough

Regie: Michael Apted
Drehbuch: Nicholas Kazan
Produktion: Rob Cowan, Jeanney Kim, Irwin Winkler
Musik: David Arnold
Kamera: Rogier Stoffers
Darsteller: Tessa Allen, Bill Campbell, Juliette Lewis, Jennifer Lopez, Dan Futterman, Noah Wyle, u.v.a.
Dauer: 115 Minuten

Inhaltsangabe:

Slim (Jennifer Lopez) arbeitet als Kellnerin, obwohl sie viel lieber Juristin geworden wäre. Aber aus finanziellen Gründen musste sie ihren Traum von einem Jura-Studium aufgeben. So findet sie sich fast mit ihrem Schicksal ab, als sie den smarten und reichen Mitch (Bill Campbell) kennen lernt. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen eine kleine Tochter, Gracie (Tessa Allen).

Doch das Familienglück bekommt Risse: Slim kommt daher, das ihr Mann sie betrügt. Trotz reumütiger Beteuerungen sucht der nach wie vor außereheliche Abenteuer. Als Slim sich dagegen wehren will, fängt er an, sie zu schlagen. Er nimmt ihr Führerschein und Schlüssel weg und beginnt sie auf Schritt und Tritt zu kontrollieren. Alles scheint er voraus zu ahnen und engt sie somit in ihrer Freiheit ein.

Als sie versucht, ihn zu verlassen, kommt es zu einer erneuten Eskalation und er prügelt sie. Doch Freunde helfen ihr raus und ermöglichen ihr eine Flucht. Aber Mitch wäre nicht Mitch, wenn er sie einfach so ziehen lassen würde. Er heuert Schläger auf sie an und läßt ihre Freunde beschatten. Und immer wieder sieht sich Slim der drohenden Gefahr ausgesetzt.

Plötzlich beantragt Mitch beim Familiengericht das alleinige Sorgerecht für Gracie!

Mein Fazit:

Unglaubwürdig und dennoch spannend!

Leider sagt der Titel schon alles aus. Dieser Film ist unglaubwürdig und wird den vielen Frauen, die von ihren Männern jahrelang mißhandelt werden, nicht gerecht. Denn diese Frauen haben in der Regel kein Geld, haben mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch nicht diese Freunde im Hintergrund. Sie sind demoralisiert und haben keinerlei Selbstbewußtsein. Die psychischen Narben sind oftmals größere Hürden als Armut oder Einsamkeit! Wer an sich selbst oder im Freundes- oder Verwandtenkreis einen Stalker-Fall oder häusliche Gewalt erlebt hat, wird wissen, wovon ich spreche. Desweiteren halte ich den Schluß für sehr unglaubwürdig. Schon allein, das sie in der Nacht in sein Haus eingestiegen ist!

Die schauspielerische Qualitäten allerdings reißen ein bißchen was raus. So spielt Bill Campbell einen herrlichen Fiesling, ich habe ihm die Rolle sofort abgekauft. Grandios hat die kleine Tessa Allen gespielt. Sie hat ihre Rolle glaubwürdig und ehrlich verkörpert. Juliette Lewis war in meinen Augen eine Fehlbesetzung.

Alles in allem kann man sich den Film wohl ansehen und man erlebt einen spannenden Showdown, aber ich persönlich kann dieses Werk nicht ganz ernst nehmen! Daher nur 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 27.06.2008!

Veröffentlicht am 29.10.18!

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