Sons of Anarchy – 5. Staffel

Lesezeit: 3 Minuten

Sons of Anarchy – 5. Staffel (2012)

 

Regie: Paris Barclay, Guy Ferland, Gwyneth Horder-Payton, u.v.a.
Drehbuch: Kurt Sutter, Chris Collins, Dave Erickson, u.v.a.
Produktion: Art Linson, John Linson, Kurt Sutter, u.v.a.
Musik: Bob Thiele Jr.
Kamera: Paul Maibaum
Darsteller: Charlie Hunnam, Katey Sagal, Mark Boone Junior, Kim Coates, Tommy Flanagan, Theo Rossi, u.v.a.
Dauer: ca. 45 Minuten pro Folge
Dies ist die 5. Staffel der Sons of Anarchy-Reihe.

Inhaltsangabe:

Clay (Ron Perlman) wird nach Opies (Ryan Hurst) Angriff als Vergeltung für die Tötung seines Vaters notoperiert, doch Jax (Charlie Hunnam) entzieht ihm den Patch des Präsidenten des Clubs, kaum dass er aus dem OP rausgekommen ist. Gerne hätte Jax Clay selbst ermordet, doch er braucht ihn noch für die Wahre IRA. Sie kooperieren nur mit Clay, dabei will Jax endlich aus dem Waffengeschäft aussteigen. Die Präsidentschaft hat nun Jax übernommen.

Aufgrund einen blinden Aktion und falschen Informationen tötet Tig (Kim Coates) versehentlich die Tochter von Damon Pope (Harold Perrineau), einem ziemlich brutalen und rücksichtlosen Gangster, der jedoch in höchste Kreise in Politik und Wirtschaft vernetzt ist. Für den Mord an seiner Tochter fordert er Vergeltung. Im weiteren Verlauf stirbt deshalb auf brutale Art ein weiteres Club-Mitglied, was Jax aufgrund der engen Freundschaft schwer zu schaffen macht. Er sucht einen Ausweg aus der Situation und scheint Tig tatsächlich an Damon Pope verraten zu wollen.

Gemma (Katey Sagal) hat sich von Clay getrennt und sich dem Escort-Service-Besitzer Nero Padilla (Jimmy Smits) zugewandt. Mit der Zeit wird klar, dass auch er keine blütenweiße Weste hat, obwohl sein Geschäft völlig legal ist. Tara kann noch immer nicht arbeiten und will daher im Gefängnis ehrenamtlich tätig werden. Dort ist noch immer Otto (Kurt Sutter), der durch verschiedene Intrigen nicht mehr weiß, was richtig und falsch ist. Tara gelingt es, sein Vertrauen zu bekommen, was im weiteren Verlauf zu schweren Konsequenzen führt.

Mein Fazit:

Und wieder Intrigen-Spiele, Geheimnisse, Drohungen und brutale Morde und andere Vergeltungsaktionen. Der Kampf in die Legalität ist blutig und lebenszehrend. Jax geht allmählich an seine Grenzen, kann nur noch von einem Tag zum anderen planen. Ja, eigentlich wundert er sich selbst, dass er jeden Morgen noch aufstehen kann. Er weiß auch, dass Charming kein gutes Fleckchen Erde mehr ist, um die Kinder großzuziehen. Aber er sieht sich außer Stande, den Club nun hängen zu lassen und kämpft daher an allen Fronten. Und dabei sterben wieder ihm wichtige Weggefährten und er weiß vor Trauer und Wut kaum ein noch aus.

In dieser Staffel spitzt sich auch der Konflikt zwischen der Wahren IRA und den Sons zu. Sie wollen eben nur mit Clay arbeiten, aber da er als Präsident ausscheidet, müssen sie ihren Absichten Nachdruck verleihen. Und das tun sie mit einer nur allzu deutlichen Sprache. Doch Jax hat auch da den längeren Atem.

Eine kleine Nebenhandlung, die zu Beginn der Staffel kaum ins Gewicht fällt, sind die Überfälle auf Mitglieder oder Freunde der Sons. Der ehemalige Chief Wayne Unser (Dayton Callie), der inzwischen mit seinem Wohnwagen auf dem Gelände des Clubs lebt, hat da so seine eigene Theorie und gibt sie an Jax weiter. Aber bei einem Überfall wird ein versehentlicher Mord begangen und das schreckt die Sons auf.

Die Spannung baut sich ziemlich stark auf. Ich erwischte mich, wie ich manchmal unbewusst den Atem angehalten habe. Gemma entwickelt sich immer mehr und mehr zur Furie, der man kaum noch etwas glauben kann, zumindest ich als Zuschauerin nicht. Katey Sagal kann die Rolle zu 100% ausfüllen und sie wirkt noch immer als die heimliche Macht hinter dem Club. Aber sie hat auch ihren Zenit überschritten und es mehren sich die Risse in der Beziehung zu Jax und seinen Jungs.

Ja, es spritzt wieder viel Blut, aber die eine oder andere witzige Situation entsteht auch. Doch es lenkt nur kurz von den ganzen Problemen ab, die die Jungs haben. Und die Darsteller altern auch in der Serie, die frischen Gesichter vom Anfang sind düsteren Mienen hinter Spiegel-Brillen gewichen. Insgesamt wirkt die Szenerie nach wie vor authentisch und Kurt Sutter hat mit dieser Schöpfung eine sehr komplexe Serie geschaffen, die man nicht einfach nur nebenbei sehen kann.

Diese Staffel erhält auch 90% von mir und immer noch gilt: Nur Erwachsene sollten sich die Serie ansehen.

Veröffentlicht am 30.12.18!

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