Ines Thorn: Der Maler Gottes

Lesezeit: 2 Minuten

Ines Thorn: Der Maler Gottes

erschienen 2002
Taschenbuch: 295 Seiten
Verlag: Knaur TB
Seitenanzahl: 304 Seiten
ISBN-10: 3426638584
ISBN-13: 978-3426638583

Inhaltsangabe:

von Knaur TB: Er ist von seiner Kunst besessen und kennt keine Kompromisse. Bereits als Kind hat Matthias Grünewald nur ein Ziel: Ein Werk zu schaffen, das Gott und der Schöpfung gerecht wird. Nichts kann ihn von seiner Vision abbringen – nicht sein eifersüchtiger Bruder, nicht die harten Lehrjahre und auch nicht Magdalena, mit der ihn eine innige Liebe verbindet. Heiraten wird er sie nie, denn seine Kunst steht immer an erster Stelle. Doch in seiner berühmten Magdalenenklage setzt er ihr ein unvergängliches Denkmal …

Mein Fazit:

Diesem Roman in seiner Gänze gerecht zu werden halte ich für äußerst schwierig. Denn die Autorin hat sehr viel Wissen um die Zeit des Aufbruchs und des Widerstands, also um 1500 nach Christi, in diese Geschichte gepackt. Selbst die Ausdrucksweise stammt wohl aus dieser Zeit.

Ich tauchte ein in die verschwiedenen Zünften, aber vorangig der Maler und Bildhauer, denn Matthias ist ein Maler, ein Künstler, der sich dazu berufen fühlte, etwas Besonderes zu schaffen, vor dem die Menschen in die Knie gehen, weil es sie bis in ihr innerstes berührt. Eigenbrödlerisch ging er seinen Weg über verschiedene Stationen und suchte immer nach Etwas, was er nicht selbst benennen konnte.

Seine Gottesfurcht war groß, genauso aber auch seine Zweifel. Jedoch hat er sich nie gegen die Obrigkeit aufgelehnt, das hat er den Bauern überlassen, doch auch das hinterließ bei ihm Spuren. Trotz allem konnte ich mit dem Menschen Matthias nicht wirklich viel anfangen. Es liegt sicherlich an der großen Thematik Religion.

Da die Geschichte ausschließlich nur von Matthias aus Grünberg erzählt und keine anderen Nebenhandlungen stattfanden, war ich beim Lesen immer schnell ermüdet. Er konnte mich nicht für sich einnehmen und so quälte ich mich durch das Buch, auch wenn der historische Hintergrund durchaus beeindruckend erzählt ist. Es fühlt sich auch gut recherchiert an, das eine oder andere ist ja noch aus dem Geschichtsunterricht hängen geblieben. Die Liebe zu Magdalena, wie sie in der Inhaltsangabe beschrieben wird, ist nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte.

Der Klappentext versprach sehr viel, für mich ist es jedoch eine Enttäuschung. Daher vergebe ich drei Sterne!

Veröffentlicht am 31.12.18!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich bin damit einverstanden.