Sons of Anarchy – 7. Staffel

Lesezeit: 3 Minuten

Sons of Anarchy – 7. Staffel (2014)

 

Regie: Paris Barclay, Guy Ferland, Gwyneth Horder-Payton, u.v.a.
Drehbuch: Kurt Sutter, Chris Collins, Dave Erickson, u.v.a.
Produktion: Art Linson, John Linson, Kurt Sutter, u.v.a.
Musik: Bob Thiele Jr.
Kamera: Paul Maibaum
Darsteller: Charlie Hunnam, Katey Sagal, Mark Boone Junior, Kim Coates, Tommy Flanagan, Theo Rossi, u.v.a.
Dauer: ca. 55 Minuten pro Folge
Dies ist die 7. Staffel der Sons of Anarchy-Reihe.

Inhaltsangabe:

Jax Teller (Charlie Hunnam) ist kaum noch zu bändigen. Er sucht den Mörder seiner Frau Tara (Maggie Siff) und seine Mutter Gemma (Katey Sagal) gibt an, es wären die Chinesen gewesen, die sie so bestialisch ermordet hätten.

Somit zettelt er einen blutigen Krieg gegen Henry Lin (Kenneth Choi) an. Dieser verübt Vergeltungsanschläge und Charming versinkt in einem roten Meer. Die Leichen stapeln sich. Nero Padilla (Jimmy Smits) versucht zwischen allen Parteien zu vermitteln, aber Jax ist kaum zu halten.

Alte Bündnisse werden gelöst und neue Allianzen geknüpft. Dabei gibt es immer mehr Lügen und Intrigen – allen voran Gemma, die vor lauter Schuldgefühlen nicht mehr an sich halten kann und somit selbst dafür sorgt, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Mein Fazit:

Um mir die finale Staffel anzusehen, brauchte ich Zeit und auch ein bisschen Abstand von der sechsten Staffel. Denn diese hatte es doch ganz schön in sich mit dem brutalen Mord an Tara. Das musste ich erst einmal verdauen.

Es geht fast nahtlos weiter. Die Polizei untersucht Taras Mord, aber sie können Jax nichts nachweisen, daher wird er schon bald aus dem Gefängnis entlassen. Er gibt sich gewohnt zugeknöpft und schweigsam, aber den Rachefeldzug hat er schon längst ausgearbeitet. Und kaum ist er aus dem Gefängnis raus, setzt er seine Pläne um. Er geht dabei buchstäblich über Leichen und was er einst seinem Ziehvater Clay (Ron Perlman) vorwarf, ist er nun selbst: brutal, rücksichtslos und nicht in der Lage, irgendwo eine Grenze zu sehen außer bei seinen Club-Brüdern.

Die siebte Staffel fordert den Zuschauer mit den häufig wechselnden Bündnissen, Intrigen und Versprechungen. Man muss schon aufpassen, wovon die Brüder sprechen. Aber auch Fassungslosigkeit erfasst einen, was aufgrund einer Lüge alles passiert ist. Da fehlen einem buchstäblich die Worte.

Das Ende ist grandios wie auch logisch und konsequent. Der rote Faden, nämlich das Vermächtnis von John Teller, endet genauso mit der letzten Sequenz wie er am Anfang der ersten Staffel begann. Ein großes Kompliment an die Drehbuch-Verfasser, allen voran Kurt Sutter, dem Schöpfer der Serie.

Katey Sagal, seine Frau, hat als Darstellerin alle Register gezogen und sie war für mich nicht nur der heimliche Mittelpunkt der ganzen Serie, sondern hat die Rolle in allen Facetten und Lebenslagen überzeugend gespielt. Ich habe sie oft gehasst und doch kam sie mir nie billig vor. Alle anderen Figuren sind für mich ebenso greifbar gewesen. Auch wenn es durchweg böse Jungs waren, aber sie hatten alle einen inneren weichen Kern und mehr oder weniger kam dieser zum Vorschein. Eine Schwachstelle hat eben jeder Mensch.

Für mich ist es eines der Serien, die mich am meisten beeindruckt haben. Von der Brutalität mal abgesehen ist es ein wunderbares Beispiel dafür, was man mit Lügen und Intrigen alles anrichten kann. Für den genialen Abschluss bekommt die Staffel noch mal 5% drauf, daher also eine 95%ige Empfehlung.

Veröffentlicht am 20.02.19!

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