Poison Ivy – Die Tödliche Umarmung

Poison Ivy – Die Tödliche Umarmung (1992)
Originaltitel: Poison Ivy

Regie: Katt Shea
Drehbuch: Andy Ruben, Katt Shea
Produktion: Melissa Goddard, Andy Ruben, Jana Howington-Marx
Musik: David Michael Frank
Kamera: Phedon Papamichael
Darsteller: Tom Skerritt, Drew Barrymore, Sara Gilbert, Cheryl Ladd, Jeanne Sakata, Alan Stock, u.v.a.
Dauer: 90 Minuten

Inhaltsangabe:

Die unscheinbare, aber reiche und passiv rebellische Silvi (Sara Gilbert) lernt eines Tages die attraktive Ivy (Drew Barrymore) kennen. Ivy scheint keine wirkliche Bindung zu ihren Eltern zu haben und auch ansonsten ist ihr vieles egal, so zieht sie kurzerhand in die Villa von Silvis Eltern ein.

Sehr schnell blickt Ivy durch, was im Haus los ist: Silvis Mutter Georgie (Cheryl Ladd) ist schwer Lungenkrank und strebt eher nach dem Tod als dem Leben. Silvis Vater Darryl (Tom Skerritt) ist trockener Alkoholiker und durchlebt nicht nur die Midlife-Crises, sondern scheint auch an der Erkrankung seiner Frau zu zerbrechen.

Es ist der beste Nährboden für Ivy, denn sie möchte nicht nur die Zuneigung von Darryl ergattern, sondern auch noch Georgies Stellung einnehmen. Silvi bemerkt irgendwann den Wandel in Ivy, doch dann ist es eigentlich schon fast zu spät.

Mein Fazit:

Ich hatte mir den Film irgendwann mal besorgt, weil dort Leonardo DiCaprio mitspielt. Er spielt wohl auch mit, wenn auch nur kurz. Das überhaupt groß erwähnt wird, ist schon zuviel des Guten.

Es geht einzig und allein um die außergewöhnliche Freundschaft zwischen Silvi und Ivy und Ivy selbst. Silvi ist eigentlich todunglücklich, denn die Krankheit ihrer Mutter hat das eiserne Schweigen in das Haus ihrer Eltern gebracht. Ihr Vater, toll gespielt von Tom Skerrit, scheint innerlichgestorben, fühlt sich aber seiner kranken Frau verpflichtet. Natürlich liebt er seine Frau, aber er ist enttäuscht von dem, was Leben ihm bisher geboten hat, außer Reichtum eigentlich nur Kummer.

Silvi, ebenfalls toll gespielt von Sara Gilbert (bekannt aus der Serie Roseanne) fühlt sich sofort zu Ivy hingezogen. Ivy ist schön, ist frech und erotisch und scheint nicht wirklich irgendwelche Grenzen zu können. Und dennoch kann Ivy so charmant und verständnisvoll sein, das man ihr aus den Händen essen möchte. Eine gefährliche Kombination, wie ich finde! Auch Drew Barrymore hat stark gespielt. Mich störte nur immer wieder der arg geschminkte Schmollmund, aber andere mögen es anziehend finden.

Die Story selbst ist teilweise spannend, teilweise aber auch verwirrend. Irgendwie fehlt der gewisse Pepp und so war ich letztendlich nur noch froh, das der Film zu Ende war. Schade, die tollen Darstellerleistungen können das schwache Drehbuch auch nicht wett machen. 75% bekommt er von mir, für die herausragende Drew Barrymore!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 09.11.2009.

Veröffentlicht am 25.08.19!

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