Rendezvous mit Joe Black (1998)

Rendezvous mit Joe Black (1998)
Originaltitel: Meet Joe Black

Regie: Martin Brest
Drehbuch: Ron Osborn, Jeff Reno
Produktion: Martin Brest, Celia D. Costas, Ronald L. Schwary
Musik: Thomas Newman
Kamera: Emmanuel Lubezki
Darsteller: Brad Pitt, Anthony Hopkins, Claire Forlani, Jake Weber, Marcia Gay Harden, Jeffrey Tambor, u.v.a.
Dauer: 178 Minuten

Inhaltsangabe:

Bill Parrish (Anthony Hopkins) steht kurz vor seinem 65.ten Geburtstag. Sein hiesiges Unternehmen floriert und es sind Übernahme-Angebote im Gespräch. Seine Tochter Allison (Marcia Gay Harden) erweist sich als tollen Ersatz für seine verstorbene Frau und seiner jüngeren Tochter Susan (Claire Forlani) wünscht er mehr als nur einen tollen Beruf und einen intelligenten jungen Mann an ihrer Seite: Er wünscht ihr, das sie einen Mann kennen lernt, der sie wirklich glücklich macht, das sie vor Glück zerspringen möge.

Bill hat jedoch seit einiger Zeit Probleme mit dem Herzen und er ahnt, das seine Zeit bald abgelaufen ist. Und in dieser Sekunde bekommt Bill Besuch: Der Tod! Bill hat ihm imponiert mit seiner Gradlinigkeit, Offenheit, Hingabe, Leidenschaft und Ehrlichkeit. Und so hat er den Wunsch geäußert, eine kurze Weile auf der Erde verweilen zu dürfen und Bill stellt ihn als Joe Black vor.

Susan erkennt den jungen Mann an der Seite ihres Vaters wieder: Gerade am morgen hatte sie in einem Café einen jungen Mann kennen gelernt, der ihr sehr gefiel und es beruhte offenbar auf Gegenseitig. Was sie nicht wußte: Kurz nachdem sie sich vor dem Lokal getrennt hatten, hatte der junge Mann einen tödlichen Unfall.

Zur großen Verwirrung aller weicht Joe nicht mehr von Bills Seite und lernt somit alles irdische kennen, das Essen, riechen, fühlen … Und auch vor Susan macht er auch nicht halt sehr zu Bills Ärger. Aber Joe sagt ihr nicht, wer er wirklich ist und somit nimmt das Drama seinen Lauf …

Mein Fazit:

Dieser Film ist zeitlos schön. Ich habe ihn vor ein paar Jahren schon mal gesehen und ihn noch so lebhaft in Erinnerung, das ich vieles noch vorher sagen konnte. Zwar hat der Film schon einige Jahre auf den Buckel und Brad Pitt erscheint dort unheimlich jung, aber das Thema und die Magie, die der Film ausstrahlt, ist nach wie vor intensiv und berührend.

Der Tod macht Urlaub, heißt eigentlich die Buch-Vorlage, schon Anfang des 20.ten Jahrhunderts geschrieben. Und so ist es nicht verwunderlich, das dies eigentlich ein zeitloses Thema ist. Haben wir uns denn nicht alle schon mal gefragt, wie es ist, wenn der Tod uns holt? Ist es da nicht eine schöne Aussicht, wenn diese Version unserer Phantasie stimmen würde? Der Tod weilt auf Erden, rückt einiges gerade, ist sogar großmütig und erkennt gute Eigenschaften an. Und das in der Verkörperung des jungen Brad Pitt, der in diesem Film sein Können unter Beweis stellen musste. Schließlich musste er glaubhaft spielen, das er alles zum ersten Mal spüre, fühle, rieche, empfinde … Er hat es großartig gemacht. Aber auch die Dialoge zwischen Bill Parrisch und Joe Black waren interessant, stimmten mich als Zuschauerin nachdenklich und enthielten schon ein Körnchen Wahrheit.

Der Film strahlt in jeder Minute Würde aus, brilliert durch die Akteure, die sehr gut getroffen wurden. Die Handlung wird in keiner Minute langweilig und zum Schluss ist es tief bewegend und berührend, wie die Geschichte sich auflöst und im Grunde keine offenen Fragen zurücklässt. Die Thematik springt immer wieder zwischen Drama und Lovestorie hin und her. Eigentlich geht es eher um die Liebesgeschichte von Susan und Joe Black. Susan ist Bills Lieblingskind. Er wünscht sich für sie, das sie die Liebe erlebt, die er mit ihrer Mutter erlebt hat. Und in Joe Black hat Susan es gefunden.

Ein toller Film, der im Sinn bleibt und in jedem Falle sehenswert ist. 95% gibt es von mir!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 27.12.2009.

Veröffentlicht am 13.10.19!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.