The Midnight Sky

The Midnight Sky Book Cover The Midnight Sky
2020
Science Fiction
118 Minuten
USA
George Clooney
Mark L. Smith
George Clooney, Felicity Jones, David Oyelowo, u.v.a.
"Good Morning, Midnight" von Lily Brooks-Dalton

Inhaltsangabe:

2049, irgendwo in der Arktis in einer Wetterstation. Diese wird aufgrund einer globalen Umweltkatastrophe evakuiert. Nur Augustine (George Clooney) bleibt. Er ist sehr krank und hat seit jeher ein Einsiedlerleben gefristet.

Er versucht mit anderen Funkstationen Kontakt aufzunehmen, aber sie sind inzwischen alle deaktiviert. Einzig das Raumschiff Aether, das erfolgreich von einer langjährigen Mission zurückkehrt, ist noch auf Funk. Während er Kontakt aufnimmt, entdeckt er ein kleines Mädchen, dass offenbar bei der Evakuierung vergessen wurde. Das kleine Mädchen heißt Iris und sie zwingt ihn, seine Pläne noch einmal zu überdenken.

Schließlich ist ihm daran gelegen, dass doch noch einige Menschen die Katastrophe überleben. Er macht sich auf den Weg auf eine weitere Wetterstation, die mit besser Funkausrüstung ausgestattet ist, um für das kleine Mädchen Hilfe zu holen.

Mein Fazit:

George Clooney in einer beeindruckenden Rolle, die ihresgleichen sucht.

Der Forscher ist vom Leben und von der Arbeit gezeichnet. In Rückblenden wird deutlich, dass er sich von seiner Arbeit sehr einnehmen ließ, dass kaum etwas anderes Platz hatte – selbst eine erfüllende Beziehung nicht. Nun ist er der zuletzt Verbliebene in der Wetterstation und er hat es sich selbst ausgesucht. Die Menschen wurden evakuiert, um vor der Katastrophe, die nicht näher erläuert wird, Schutz zu finden. Ob es ihnen gelungen ist, wird nicht aufgeklärt; aufgrund der verstörenden Bilder von sterbenden Vögeln ist zu vermuten, dass niemand es geschafft hat. Allgemein wird die Katastrophe nicht näher beleuchtet; es hätte mich sehr interessiert, ob der Mensch nicht doch noch seine Hand im Spiel hat.

Die Bilder von der Schneewüste der Arktis wirken berauschend schön und verschleiern dabei doch die Gefährlichkeit und die Lebensfeindlichkeit. Den ganzen Film über wirkt die Atmosphäre bedrückend. Einzige Lichtpunkte im Film war die entspannte Crew auf dem Raumschiff, die sich darauf freute, wieder bei ihren Familien zu sein. Ein Crewmitglied ist sogar schwanger und die ganze fünfköpfige Mannschaft fühlt sich für das heranwachsende Leben verantwortlich: Es symbolisiert die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Am Ende des Film wird dieses Symbol überdeutlich.

Der Film hat eine starke Austrahlungskraft. Die schönen Bilder der Landschaft verschleiern das darüber schwebene Damokleschwert der Auslöschung der Menschheit. Teils in intensiven und teils in atmosphärischen Bildern schwankt der Zuschauer zwischen Hoffnung und Mutlosigkeit. Wo führt die Geschichte nur hin?

George Clooney und auch alle anderen Darsteller sind beeindruckend und wirken authentisch. Der Dreh der Szenen, gerade die in der arktischen Wildnis, müssen sehr schwierig gewesen sein. Aber auch sie wirken sehr glaubhaft. Der Film beeindruckt nachhaltig durch die Bilder und die einfache Botschaft. Ich wurde wunderbar unterhalten und zum Nachdenken angeregt, 95% gibt es von mir.

Veröffentlicht am 05.01.21!

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