Dani Atkins: Der Klang deines Lächelns

Lesezeit: 3 Minuten

Dani Atkins: Der Klang deines Lächelns

Originaltitel: Our Song (2016)
übersetzt von Sonja Rebernik-Heidegger
Verlag: Knaur TB
Seitenanzahl: 464 Seiten
ISBN-10: 3426519356
ISBN-13: 978-3426519356

Inhaltsangabe:

Ally Taylor und Charlotte Williams werden fast zeitgleich ins Krankenhaus gerufen. Allys Mann ist einem zugefrorenen See eingebrochen und seither nicht zu Bewusstsein gekommen. Charlotte bangt an der Seite ihres Mannes David, weil er einen Herzinfarkt erlitten hat.

Im Wartezimmer der Intensivstation warten die Frauen auf gute Nachrichten von den Ärzten und eigentlich sollten sie sich um ihre Männer kümmern. Doch sie kennen sich – schon seit vielen Jahren. Die Begegnung reißt alte Wunden auf und längst verloren geglaubte Gefühle drängen an die Oberfläche.

David war Allys erste große Liebe, obwohl sie kaum unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem erlebten sie zu Studienzeiten eine stürmische gemeinsame Zeit. Eines Tages taucht Charlotte in Davids WG auf und setzt damit tragische Ereignisse in Gang.

Aber auch Ally trägt Geheimnisse mit sich rum und diese enthüllen sich in dieser Nacht im Wartezimmer, während sie beide um das Leben ihrer Männer bangen.

Mein Fazit:

Dani Atkins kann Geschichten erzählen! Und was für welche! Wow. Ich ahnte nicht, wie sehr mir diese verzwickte Drei-Ecks-Geschichte unter die Haut gehen würde. Warum nur habe ich so lange darauf gewartet, dieses Buch zu lesen?

Dies ist jetzt meine vierte Geschichte von der Autorin, die mich in den Bann ziehen konnte, wobei ich zugeben muss, dass mir „Sieben Tage voller Wunder“ nicht ganz so gut gefallen hat. Aber hier läuft Dani Aktins zur Höchstform auf und hat mich mit ihren intensiven Schilderungen bis ins Innerste berührt.

Zwei junge Frauen lieben einen Mann und ohne dass es dem jungen smarten Mann bewusst wird, nehmen die Dinge ihren Lauf, um ihm seine Entscheidung zu erleichtern, welche Frau er nun heiraten will. Ally hat er nach all den Jahren noch immer nicht vergessen, wie Charlotte zu ihrem eigenen Frust bemerken muss. Ally hat sich ein beschauliches Leben mit Joe Taylor aufgebaut, der gerade dann in ihr Leben schneite, als sie einen Freund dringend brauchte. Und Joe gab ihr alles: zuerst Zuversicht und Freundschaft, dann Sicherheit und letztendlich Liebe!

Charlotte jedoch kaschiert ihren großen Kummer durch Geld und Luxus und redet sich ein, dass sie glücklich ist. Zufällig am gleichen Abend und fast zur selben Zeit werden ihre Männer ins Krankenhaus eingeliefert. Die Frauen begegnen sich nach neun Jahren wieder – im Wartezimmer der Intensivstation und schon beginnen sie in ihren Erinnerungen zu schwelgen, die sich unaufhörlich Bahn brechen.

Die Autorin hat es ganz geschickt gemacht: Sie hat die zwei Frauen jeweils aus ihrer Perspektive erzählen lassen, wie die Erinnerungen nun mal kamen oder die Ereignisse im Krankenhaus sich fortsetzten. Manchmal übersah ich die Überschrift, wer gerade erzählte und dann kam ich ins Strudeln, weil es irgendwie nicht passte. Und natürlich gibt es immer wieder Hinweise auf das bevorstehende Ende und um Allys Geheimnis hatte ich natürlich auch den richtigen Riecher. Aber die Art, wie es geschildert wurde, hat mich zutiefst berührt und ich musste mir ein paar Tränen wegwischen. Nein, das passiert mir nicht oft, aber hier wirkte es auf mich so dramatisch und eindringlich, ohne dabei kitschig zu wirken.

Man könnte jetzt natürlich anmerken, dass da ein paar interessante Zufälle geschehen sind. Aber das finde ich nicht schlimm. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, so ist doch nicht unmöglich und das macht die Geschichte fiktive auch so berührend.

Ganz klar ein Herzensbuch mit begeistert blinkenden fünf Sternen und einer unbedingten Lese-Empfehlung, wer sich in diesem Genre gerne aufhält.

Veröffentlicht am 06.05.18!

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