Ransom Riggs: Der Atlas der besonderen Kinder

Ransom Riggs: Der Atlas der besonderen Kinder

Originaltitel: A Map of Days (2018)
Übersetzt von Silvia Kinkel, vorgelesen von Simon Jäger
Verlag: Audible Studios
Länge: 13 Stunden und 51 Minuten (ungekürzte Version)
ASIN: B07NYWNDWG
Dies ist der 4. Teil der Miss Peregrine-Reihe.

Inhaltsangabe:

Jacob Portman kann es nicht fassen. Miss Alma Peregrine und die besonderen Kinder, seine neuen Freunde, haben ihn vor der psychiatrischen Klinik gerettet. Er hat sich noch gar nicht vom Schock erholt, als er vor der nächsten Herausforderung steht: Es soll die besonderen Kinder im Normalsein unterrichten.

Es ist nicht verwunderlich, dass es nur halbherzig gelingt. Denn während er versucht, die pubertierende Bande im Zaum zu halten, entdeckt er im Haus seines Großvaters ein Geheimversteck. Dort hat Abe seinem Enkel das Vermächtnis hinterlassen, welches Jacob sich so sehr gewünscht hat. Abe war ein Hollowjäger und Jacob will ihm nacheifern.

Doch er muss sich dem würdig erweisen, um aus dem Schatten seines Großvaters heraustreten. Und dabei erlebt er wieder viele –zum Teil gefährliche- Abenteuer zusammen mit seinen Freunden. Dabei stößt er auf ein Geheimnis, dass vielleicht noch viel größer ist als die Schlacht im Devils Acre.

Mein Fazit:

Ein Wiederhören mit Simon Jäger und Jacob Portman und seine Freunde. Es war fast, als würde man nach Hause kommen. Ohne große Umschweife wird man wieder in die wunderbare Geschichte der besonderen Kinder geworfen und es fühlt sich an, als wären sie nur kurz weggewesen. Dabei ist es schon gute 1 ½ Jahre her, dass ich das letzte Band der Serie gehört habe. Simon Jäger hat dabei wieder mal gewohnt sein Bestes gegeben und es einmalig vertont. Für mich kann er jede Geschichte in ein Abenteuer verwandeln.

Jacob Portman kann den Verlust seiner Freunde, die bis dato nur in Zeitschleifen leben konnten, schwer zu schaffen. Seine Eltern wollten ihn gerade in eine psychiatrische Klinik bringen, als sie auftauchen und alles durcheinander wirbeln. Die Gruppe braucht keine Angst mehr zu haben, um vorschnell zu altern und sie alle sind glücklich, mit Jacob wieder zusammen zu sein, allen voran Emma Bloom.

Doch sie stammen noch immer aus der Zeit während des Zweiten Weltkrieges und benehmen sich entsprechend oder tragen die Kleider aus der Zeit. Jacob soll sie daher im Normalsein unterrichten, damit sie in seiner Zeit nicht so sehr auffallen. Ein schwieriges Unterfangen, denn sie werden nicht nur älter, sondern sind geradewegs in die rebellische Zeit der Pubertät marschiert. Miss Peregrine schafft es kaum, die Bande im Zaum zu halten. Auch Jacobs Versuche, sie zur Vernunft zu bringen, gelingen nicht. Und dann haben sie tatsächlich etwas gefunden, was sie fesselt. Das Logbuch von Abe Portman. Dort sind seine ganzen Einsätze als Hollowjäger verzeichnet und Jacob beginnt zu träumen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Es ist ein weiteres rasantes Abenteuer, das von einer heiklen Situation in die nächste führt. Und es tauchen neue Gesichter auf, aber bekannte Figuren ebenso. Und der Autor hat noch weiter in die Trickkiste gegriffen, denn das offene Ende lässt auf einige weitere Abenteuer mit den besonderen Kindern hoffen. Die liebevoll gezeichneten Figuren, die einem schon vorher ans Herz gewachsen sind, entwickelten sich weiter. Sie haben alle gelernt und inzwischen auch die Luft der Freiheit geschnuppert. Sie wollen mehr, stoßen aber auch an ihre Grenzen. Und natürlich dürfen Herzschmerz, kleinere Konflikte und eine gewaschene Standpauke nicht fehlen.

Die Geschichte bietet alles, was ein besonderes Herz sich wünscht und daher kann ich es ohne Umschweife empfehlen, wer auch schon die früheren Bände geliebt hat. Es geht nahtlos weiter und ich bin auf den nächsten Band gespannt. Fünf Sterne und eine klare Hörempfehlung!

Veröffentlicht am 10.04.19!

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2 Gedanken zu „Ransom Riggs: Der Atlas der besonderen Kinder“

  1. Hallo Elke!

    Ich kenne nur den ersten Band, den ich zwar irgendwie schon irgendwie gut fand, aber nicht so sehr, als dass ich die Fortsetzungen dazu gebraucht hätte. Mich hatten damals in erster Linie die Bilder so angefixt und ich hatte den Eindruck, dass da um eben diese Bilder eine Geschichte konstruiert wurde.
    Aber Geschmäcker sind ja verschieden und das ist auch gut so! 🙂

    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Hallo liebe Kerstin,

      vielen Dank für Dein Besuch und Kommentar!

      Die Bilder in den Büchern habe ich nie gesehen, sondern von Anfang an die Hörbücher dazu gehört. Und ich finde, Simon Jäger lässt jede Geschichte zu einem Abenteuer werden. Vielleicht probierst Du es damit!?

      Liebe Grüße, Elke!

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