Lucy Clarke: Das Haus am Rand der Klippen

Lucy Clarke: Das Haus am Rand der Klippen

Originaltitel: You let me in (2018)
Übersetzt von Claudia Franz
Verlag: Piper Verlag
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN-10: 3492061214
ISBN-13: 978-3492061216

Inhaltsangabe:

Elle Fielding hat sich ihre Träume erfüllt: einen Bestseller veröffentlicht, einen liebevollen Mann geheiratet und sich ein Traumhaus an der Küste von Cornwall gebaut. Und doch liegt alles in Trümmern.

Die Ehe liegt in Scherben vor ihren Füßen und so lebt sie in ihrem Traumhaus allein. Der Abgabetermin für das nächste Buch rückt immer näher. Wenn sie diesen nicht einhält, muss sie den gesamten Vorschuss zurückzahlen und somit würde auch das Traumhaus zum Alptraum werden.

Nach einer Reise in Frankreich kehrt sie nach Cornwall zurück, um an ihrem zweiten Roman zu schreiben. Sie hat nur noch ein paar Wochen bis zur Deadline. Sie hat kaum ein Konzept, geschweige denn beschriebene Seiten. Ihre enormen Schlafstörungen sind da auch nicht hilfreich. Im Gegenteil, sie glaubt, dass etwas mit dem Haus nicht stimmt.

Und dann scheint sie Opfer eines Stalkers zu sein, der überall nur ein Wort für sie hinterlässt: Lügnerin!

Mein Fazit:

Ich habe noch nicht alle Romane von der Autorin gelesen. Bislang war ich jedoch immer ganz angetan von der Art, wie sie Geschichten erzählt. Mit versteckten Hinweisen, überraschenden Wendungen und sehr authentischen Figuren vor interessanten Kulissen.

Mit diesem Buch jedoch tat mich ziemlich schwer. Zumindest der Anfang war für mich nicht einfach zu lesen. Es gibt drei Erzählstränge, Gegenwart, Vergangenheit ein paar Wochen zuvor und die Vergangenheit vor ca. 14 Jahren. Sie wechselten häufig ab und verwirrten mich in höchstem Maße. Ich hatte kaum Gelegenheit Elle Fielding richtig kennen zu lernen, da tauchte die geheimnisvolle Person auf, die ein paar Wochen zuvor in ihrem Haus war.

Elle Fielding blieb mir lange Zeit fremd. Sie war für mich emotional auch nicht immer so greifbar, warum sie an Schlaflosigkeit litt. Erst ab ungefähr der Mitte wurde ich mit ihr warm und dann begann ich auch langsam zu verstehen, was da eigentlich vorging. Bis dahin hatte ich einige Male überlegt, das Buch abzubrechen.

Die Küste Cornwalls ist natürlich atemberaubend schön, wild und eigentümlich. Wunderbare Beschreibungen über die Landschaft hellten die Geschichte ein bisschen auf. Und es gibt auch einen kleinen Hinweis auf eines ihrer früheren Bücher. Was ich auch sehr interessant finde, sind die Schreibtipps, die Elle Fielding für ihre Leser bereit hielt. Um nicht allzu sehr zu spoilern, kann ich nur noch sagen, dass der Autorin ein interessantes Spiel zwischen Wahrheit und Fiktion gelungen ist, was erst gegen Ende des Romans gut herausgearbeitet wird.

Allerdings überwiegt bei diesem Buch das Negative, so dass ich gerade noch vier Sterne vergeben kann. Es ist schon eine kleine Enttäuschung und ich hoffe, beim nächsten Mal wird es besser.

Veröffentlicht am 11.07.19!

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