The New World

The New World Book Cover The New World
2005
Historien-Film
135 Minuten
USA, UK
Terrence Malick
Terrence Malick
Colin Farrell, Q'orianka Kilcher, Christopher Plummer, u.v.a.

Inhaltsangabe:

1607, Nordamerika im späteren Virginia: Drei Schiffe unter der Leitung von Captain Newport (Christopher Plummer) landen an einer Insel. Nach kurzer Inspektion wird die Errichtung eines Forts befohlen und die Kolonie wird auf Jamestown getauft. Alle Männer machen sich an die Arbeit, nur der Meuterer Captain John Smith (Colin Farrell) wartet die Vollstreckung des Urteils. Newport will zurücksegeln und Nachschub an Material und Siedler holen. Trotz der Aufmüpfigkeit ist John Smith zu wertvoll, um ihn zu hängen. Also erlässt er seine Strafe und stellt ihn unter das Kommando von Captain Argall (Yorick van Wageningen).

Während Newport in den Osten segelt, gerät John Smith in die Fänge der Indianer. Gerade will der Häuptling Powhatan (August Schellenberg) ihn töten, als sich die Lieblingstochter Pocahontas (Q’orianka Kilcher) dazwischen wirft. Mit viel Zeit und Ruhe kann John Smith sich in die Gruppe integrieren, lernt ihre Lebensweise und verliebt sich in das Indianermädchen, das ebenso seine Liebe erwidert.

Doch die Pflicht ruft. Er muss zurück nach Jamestown und seine Leute beim Bau des Forts helfen. Was er dort vorfindet, ist jedoch eine Katastrophe: Die Männer hungern und arbeiten nicht. Krankheiten tun ihr Übriges dazu. Nur durch die barmherzige Hilfe von Pocahontas können sie den Winter überleben. Doch sie hat es gegen den Willen ihres Vaters gemacht, eigentlich sollen die Fremden wieder verschwinden.

Konflikte sind vorprogrammiert und die Liebe zwischen John Smith und Pocahontas steht auf wackeligen Füßen.

Mein Fazit:

Als ich in der Zeitschrift von dem Film las, dachte ich, das könnte ja mal interessant sein. Es ranken sich ja einige Legenden und Geschichten um die Liebe zwischen John Smith und Pocahontas. Tatsächlich ist es nicht erwiesen, dass sie ein Liebespaar waren. Aber der Reihe nach …

1607: Aufbruch in eine neue Welt. Vor über 100 Jahren entdeckte Columbus Amerika. Und die Engländer wollen einen großen Teil vom Kuchen, der sich der Welt bot, abhaben. Es werden Männer auf Schiffen geschickt, um nach geeignetem Land zu suchen. Das Land, das sie vorfinden, ist wild und ungezähmt. Unberührte Natur, unendliche Weiten und unbekannte Pflanzen und Völker. Es muss ein Abenteuer gewesen sein. Mitnichten! Wer nicht gut genug darauf vorbereitet war, konnte schnell krank werden, hungern oder von den Ureinwohnern attackiert werden. Und das passierte den neuen Siedlern von Jamestown, auf einer Insel im Jamesriver. Sie versuchten für sich ein kleines Stück Land zu erwirtschaften, um den Grundstein für eine neue Welt zu legen. Doch genau diese Gefahren zermürbten die Mannschaft. Die Liebe zwischen Pocahontas und John Smith verhinderten nur ein schnelles Ende. Als schließlich Newport mit Material und Menschen zurückkehrt, geht es bergauf mit der Siedlung. Doch bis dahin stand alles auf Messers Schneide.

Es werden in diesem Film zwei Geschichten erzählt: Einmal die Gründerzeit der neuen Welt und all den Schwierigkeiten, die größtenteils geschichtlich belegt ist. Und dann ist da noch die Liebesgeschichte zwischen Pocahontas und John Smith, die eher dem Bereich der Legenden zuzuordnen ist. Bedauerlicherweise war gerade diese Liebesgeschichte für mich auf weite Strecken überhaupt nicht wirklich greifbar. Mir kam es eher so vor, als wäre Pocahontas ein Blumenkind aus der Zukunft. Sicherlich sollte es die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur darstellen, aber es für mich größtenteils übertrieben dargestellt. Die Menschen haben tagtäglich um ihre eigene Existenz gekämpft und Pocahontas tanzt leichtfüßig durch die Blumenwiese. Na ja, für mich war das nicht glaubwürdig.

Auch im weiteren Verlauf der Geschichte konnte ich das eine oder andere einfach nicht abnehmen und war letztendlich froh, dass der Film zu Ende war. Ich bin sehr enttäuscht und habe mir mehr davon versprochen. Trotz der authentischen Kulisse und der namenhaften Darsteller kann ich dem Film nur 60% geben.

Veröffentlicht am 29.01.20!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.