Big Little Lies – 1. Staffel

Big Little Lies - 1. Staffel Book Cover Big Little Lies - 1. Staffel
2017-2019
TV-Serie
Big Little Lies - Teil 1
60 Minuten pro Folge
USA
Jean-Marc Vallée, Andrea Arnold
David E. Kelley, Matthew Tinker
Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Shailene Woodley, u.v.a.
"Tausend kleine Lügen" von Liane Moriarty

Inhaltsangabe:

In der Stadt Monterey leben nur die gut verdienenden Familien. Das Durchschnittseinkommen liegt bei 150.000 Dollar im Jahr und dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt!

Bei einer Benefizveranstaltung geschieht ein Mord. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und befragt die Besucher der Veranstaltung. Im Mittelpunkt dieser Fragen stehen fünf Frauen, die in der Stadt leben und alle ein Kind in der gleichen 1. Klasse haben. Die Zeugen geben ein Bild von den fünf Frauen ab, die auf Vermutungen und Spekulationen beruhen. Die Wirklichkeit sieht dennoch ganz anders aus.

Jane Chapman (Shailene Woodley) ist gerade mit ihrem Sohn Ziggy (Iain Armitage) noch Monterey gezogen. Sie arbeitet halbtags als Buchhalterin und kämpft ansonsten mit der bösen und traumatischen Erinnerung einer Vergewaltigung, wo ihr Sohn dabei entstanden ist.

Madeline Mackenzie (Reese Witherspoon) ist mit Ed (Adam Scott) verheiratet. Ihre jugendliche Tochter Abigail Carlson (Kathryn Newton) rebelliert und wendet sich an ihren Vater Nathan (James Tupper), der sich in seinem Leben auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Aber ihre Perfektion bekommt Risse!

Celeste Wright (Nicole Kidman) war erfolgreiche Anwältin, ehe sie Perry (Alexander Skarsgård) geheiratet hat. Ihre zwei Jungs ziehen sie liebevoll groß, trotzdem schlägt Perry sie immer wieder. Gemeinsam machen sie eine Therapie, die Celeste allmählich die Augen für die Wahrheit öffnet.

Renata Klein (Laura Dern) ist Helikoptermutter und erfolgreiche Managerin. Die Kindergeburtstage müssen groß und pompös sein. Während Renata sehr leidenschaftlich auf die Bedürfnisse ihrer Tochter Amabella (Ivy George) eingeht, versucht der Mann Gordon (Jeffrey Nordling) Ruhe reinzubringen, was leider nicht immer gelingt.

Zu guter Letzt ist da noch Bonnie Carlson (Zoë Kravitz), die jetzt mit Nathan verheiratet ist. Gegen ihre Vorgängerin Madeline kommt sie schwer an, versucht jedoch ihr Bestes, um immer die Wogen zu glätten. Aber auch sie versucht ihr Kind nur zu schützen, genau wie alle anderen Mütter auch.

Die verhängnisvolle Katastrophe beginnt, als Annabell Klein gleich am ersten Schultag Ziggy Chapman beschuldigt, sie gewürgt zu haben. Alle sind auf Konfrontationskurs, doch was wirklich hinter den Kulissen passiert, wissen nur sehr wenige.

Mein Fazit:

Wow, was für eine interessante Serie und dann noch mit diesen Top-Stars besetzt.

Eines vorweg: Die Hintergrund-Kulisse, das Küstenstädtchen Monterey in Kalifornien, ist einfach traumhaft. Dort würde ich auch gerne wohnen, mit einem weniger pompösen Haus. Gerade frisch von der Ostsee nach Hause gekommen, können beim Anblick der schönen Panorama-Bilder wirklich Sehnsüchte aufkommen.

Die Kulisse ist aber nur ein Teil der Serie, die wirklich hochwertig ist. Alles ist groß, größer und toll eingerichtet. Ausgefallene Häuser in Strandnähe, große Autos und wirklich wunderbare Egomanen, die man schütteln oder knuddeln konnte. Einzig Jane Chapman fällt da so ein bisschen aus der Rolle, denn sie bezieht ein kleines Gehalt und kann sich entsprechend nur bescheiden geben. Aber sie scheint mir von allen die Bodenständigste zu sein, dabei hat sie ein ordentliches Päckchen zu tragen.

Gleich am ersten Schultag freundet sie sich mit Celeste und Madeline an. Sie werden schnell vertraulich, aber auch nicht zu sehr. Die Freundinnen wissen nicht alles voneinander, aber doch genug, um Schwierigkeiten zu bereiten. Und obwohl Jane gar nicht so in die Liga passt, fügt sie sich ein, wenn auch schwer. Denn ihr Sohn wird beschuldigt, ein Mädchen gewürgt zu haben.

Ich könnte noch so viel von der Serie erzählen, aber dann würde ich spoilern und die sieben Folgen der 1. Staffel sind wirklich absolut sehenswert, spannend und mit vielen kleinen Rückblenden oder Ausschnitten der Zeugenbefragungen versetzt. Wer am Ende stirbt und der Mörder (oder die Möderin) ist, zeigt sich tatsächlich erst in den letzten Minuten der Staffel. Das Drehbuch ist fantastisch, die vielen kleinen Geschichten finden zu einem großen Knall und nur der innere Zirkel weiß wirklich, was geschehen ist. Die anderen, die Zeugen, schildern ihre Eindrücke, als sprächen sie von anderen Menschen. Große kleine Lügen eben!

Die Darsteller sind alle durchweg positiv, allerdings wirkten Nicole Kidman und Laura Dern auf mich vielfach sehr künstlich. Ihre „Operationen“ sind deutlich zu sehen und ihre Erscheinung wirkt an vielen Stellen nicht richtig echt. Ich meine, beide Schauspielerinnen sind Baujahr 1967 und da können sie einfach nicht mehr wie Mitte dreißig oder Anfang vierzig wirken. Das ist der einzige Kritikpunkt an der Serie.

Eine Serie, die mir immer wieder mal unter die Haut ging und die mich nicht so schnell losgelassen hat. Ich freue mich auf die 2. Staffel. Diese bekommt 90% mit einer klaren Empfehlung und einem hohen Wiedersehensfaktor.

Veröffentlicht am 30.08.20!

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