Colleen Hoover: Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover: Nächstes Jahr am selben Tag

Originaltitel: November 9 (2016)
übersetzt von Katarina Ganslandt
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenanzahl: 376 Seiten
ISBN-10: 3423740256
ISBN-13: 978-3423740258

Inhaltsangabe:

Fallon O’Neil ist 18 Jahre alt und ist gerade im Begriff, von L.A. nach New York zu ziehen. Aufgrund eines tragischen Feuerunfalls ist ihre Schauspiel-Karriere beendet, doch noch immer hängt sie einem gewissen Traum hinterher.

Kurz vor ihrem Flug lernt sie den angehenden Schriftsteller Benton James Kessler kennen. Er ist ebenfalls 18 Jahre alt und offensichtlich hat er sich auf der Stelle in sie verliebt. Aufgrund eines Ratschlags ihrer Mutter hat Fallon geplant, erst mit 23, also in fünf Jahren, eine ernsthafte Beziehung einzugehen. Vorher möchte sie sich selbst finden und sich beruflich entwickeln.

Benton stimmt in ihren Plan ein und sie verabreden, sich in einem Jahr am selben Ort wieder zu sehen. In der Zwischenzeit gibt es keinen Kontakt. Beide ahnen jedoch nicht, welche Herausforderungen auf sie warten, denn das Leben hat manchmal ganz eigene Wege und Pläne.

Mein Fazit:

Dies ist mein erster Roman von Colleen Hoover und ich hatte ihn mir in der Bibo als eBook vorgemerkt – und vergessen. Einen Tag vor dem Urlaub konnte ich ihn dann überraschend herunterladen und nahm ihn mit. Was für ein Glück!

Natürlich habe in den sozialen Netzwerken die eine oder andere Rezension zu diesem Buch überflogen (deshalb hatte ich ihn mir ja vorgemerkt), aber was dort wirklich auf mich wartete, ahnte ich nicht. So ging ich mit einer entspannten Erwartungshaltung ran und wurde positiv überrascht, doch erst im Laufe der Geschichte.

Die zwei Protagonisten erzählen ihre Geschichte – immer im Wechsel. Mal erfährt man von Fallon, was vor sich geht, mal von Ben. Gefühlt ist es jedoch so, dass Fallons Anteil an der Geschichte deutlich größer ist. Das kommt wohl daher, dass Ben ein großes Geheimnis mit sich herum trägt und die Auflösung dieses Geheimnisses erlebte ich zusammen mit Fallon. Dabei wird deutlich, warum der Originaltitel „November 9“ lautet. Denn nicht nur Fallon ist das Datum zuwider. Sie war am 9. November im Haus ihres Vaters, als ein Feuer ausbrach. Seither ist sie geprägt von Unsicherheit, sichtbaren und unsichtbaren Narben. Aber auch Benton hat schmerzhafte Erinnerungen an den 9. November.

Trotz ihres jugendlichen Alters sind beide aufgrund ihrer Erlebnisse reife Persönlichkeiten. Das finde ich gut herausgearbeitet. Sie sind auch emotional greifbar und haben sehr viel Tiefgang. Die Erotik und der Humor kommen dabei auch nicht zu kurz. Alles in allem hatte ich immer ein reges Kopfkino beim Lesen und konnte total in der Geschichte versinken.

Ab der zweiten Hälfte konnte ich es dann gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich war brennend daran interessiert, wie sie die nächsten Jahrestage erlebten. Einige überraschende Wendungen rundeten die spannende Geschichte dann ab und ich war total tief berührt. Es ging mir sehr zu Herzen und ich habe mit beiden sehr gelitten. Und ich habe beide so gut verstanden und irgendwie konnte man keinem böse sein, egal, welche Entscheidungen sie auch trafen. Nichts war übertrieben oder an den Haaren herbeigezogen.

Für mich ist diese Geschichte eine wirklich Überraschung und ich vergebe gerne fünf Sterne mit einer unbedingten Lese-Empfehlung. Vermutlich wird es nicht mein letzter Roman dieser Autorin sein.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 29.06.17!

image_pdf

5 Gedanken zu „Colleen Hoover: Nächstes Jahr am selben Tag

    • Hallo Lenchen,
      vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Na ja, soo viele gibt es ja noch nicht von Colleen Hoover. Wäre ja überschaubar 🙂 Dieses Buch lohnt sich in jedem Fall, zumindest für mich.

      Liebe Grüße, Elke.

  1. Huhu Elke,

    von Colleeen Hovver habe ich noch nichts gelesen, ist auch nicht so meine Richtung. Aber schön, dass dir das Buch gefallen hat, hast ja mit deiner Lektüre nicht immer Glück 😉
    Über das Buch gab es allerdings ein paar Diskussion, vor allem wegen einer Stelle, die wohl in den USA sogar gestrichen werden musste. Kann ich nachvollziehen.
    Ein interessanter Artikel dazu hier:
    Klick

    Liebe Grüße von Conny

    • Hallo Conny,

      vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich habe mir auch den Abschnitt über Colleen Hoover durchgelesen, aber auch nur bis zu dem Zeitpunkt, wo ich merkte, dass der Beitragsverfasser das Buch gar nicht gelesen hat *haha* Richtig, Fallon ist entstellt durch Narben. Durch Brand-Narben und es ist nicht bei einem Autounfall passiert. Und was Ben gemacht hat, fand ich überhaupt nicht verwerflich. Im Gegenteil, er hat ihr damit geholfen, über ihre Schatten zu springen und ihr damit Selbstbewußtsein gegeben.

      Sorry, da kann ich dann nur mit dem Kopf schütteln. Man kann auch wirklich jeden einzelnen Satz auseinanderpflücken, wenn man die Zeit und die Energie dafür hat – und das Buch tatsächlich gelesen hat!

      Liebe Grüße, Elke.

  2. Liebe Elke,

    Das weiß ich natürlich so nicht. Ich habe den Artikel vor einigen Wochen bei Mikka liests Blog Kreuzfahrt entdeckt, da fand ich das alles ganz interessant vom Thema her, daher konnte ich mich noch daran erinnern.

    Liebe Grüße von Conny 🙂

Einen Penny für Ihre Gedanken ...